Salihamidzic: Schmaler Kader soll «Theater» verhindern

12.7.2019 - 16:13, dpa

Hasan Salihamidzic will keinen aufgeblähten Kader.
Bild. Getty

Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat in der Debatte um die Transferpolitik des FC Bayern München auf die hohe Bedeutung des internen Betriebsfriedens hingewiesen.

Man wolle «gute Stimmung in der Mannschaft haben und nicht nur Theater», sagte der Ex-Profi am Freitag in München hinsichtlich unzufriedener Reservisten: «Darum dieser schmale Kader.» Aktuell umfasst das Aufgebot des deutschen Meisters 17 Feldspieler plus drei Torhüter.

Der Verein wolle zwar noch «ein paar Sachen umsetzen», aber mit den Transfers der französischen Weltmeister Lucas Hernández und Benjamin Pavard sei auch schon «etwas Besonderes» geschafft worden, betonte der 42 Jahre alte Sportdirektor. «Wir haben auf dem Papier eine richtig gute Mannschaft», sagte Salihamidzic.

Der Rekordmeister habe im Übrigen noch ausreichend Zeit für weitere Aktivitäten. Die Transferfrist in der Bundesliga endet erst am 2. September. «Viele Trainer und Clubs wollen die Planung schon am Anfang der Vorbereitung fertig haben. Aber oft wird das auch im Juli oder August gemacht. Damit muss man zurechtkommen.»

Pavard will «alle Titel gewinnen»

Nach dem Bundesliga-Abstieg mit dem VfB Stuttgart will Weltmeister Benjamin Pavard beim FC Bayern München Erfolge wie mit der französischen Nationalmannschaft feiern. «Ich habe Hunger. Ich habe Lust, alle Titel zu gewinnen, die Champions League, die Meisterschaft», sagte der 23 Jahre alte Abwehrspieler am Freitag bei seiner Vorstellung in München. Vor der Herausforderung FC Bayern habe er keine Angst. Er sei es mit Frankreich gewohnt, zu gewinnen. Auf eine Defensivposition mochte sich Pavard, der innen und aussen verteidigen kann, nicht festlegen. «Der Coach entscheidet. Ich spiele jede Position.» Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist überzeugt, dass der 35 Millionen Euro teure Franzose «uns stärker macht».

Pavard: Eine Ballkontrolle wie ein Seehund.
Bild: Keystone

Nationalspieler sind zurück im Bayern-Training

Diverse Nationalspieler sind nach einem verlängerten Urlaub in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Als erstes standen am Freitag für die Nachzügler um Kapitän Manuel Neuer die üblichen Leistungstests auf dem Programm. «Der Urlaub hat richtig gut getan, ich konnte die Akkus wieder aufladen», äusserte der 33 Jahre alte Torhüter.

Dienstbeginn war auch wieder für Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Niklas Süle, Sven Ulreich sowie David Alaba, Robert Lewandowski, Kingsley Coman und Neuzugang Benjamin Pavard. 

Müller freut sich auf neues BVB-Duell

Thomas Müller rechnet bei der Jagd nach dem achten Münchner Meistertitel nacheinander mit einem wieder interessanten Titelkampf in der Bundesliga. «Es wird auf jeden Fall spannend», prophezeite der 29 Jahre alte Angreifer. Als grössten Konkurrenten erwartet Müller wie zuletzt Borussia Dortmund.

«Dortmund hat letztes Jahr eine super Saison gespielt. Sie haben versucht, sich nochmal zu verstärken. Da wird man sehen müssen, wie die Neuzugänge funktionieren», so Müller.



«Die Bundesliga kann sich freuen, ich freue mich auch, es wird interessant», bemerkte der ausgemusterte Nationalspieler, der seine Erwartungshaltung ans neuerliche Duell mit dem BVB nicht verhehlt: «Es wird sicherlich Spass machen, in der Tabelle ganz oben zu stehen.»

Am kommenden Montag brechen die Bayern in die USA auf. Auf der Werbetour bestreitet das Team von Trainer Niko Kovac auch drei Testspiele gegen den FC Arsenal, Real Madrid und den AC Mailand.

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