Im Endspiel des Afrika-Cups kommt es in der Nachspielzeit zu einem VAR-Drama. Nachdem Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala auf Penalty für Marokko entscheidet, verlassen mehrere Spieler des Senegal unter Protest den Platz. Dann verschiesst Marokko den Strafstoss.
VAR-Drama im Finale des Afrika-Cups: In der Nachspielzeit des Endspiels zwischen Gastgeber Marokko und dem Senegal steht es 0:0. Dann zeigt Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala nach einem VAR-Eingriff auf den Punkt. Der Kongolese will ein Foulspiel im senegalesischen Strafraum gesehen haben.
Weil die «Löwen der Teranga» mit dem Entscheid überhaupt nicht einverstanden sind – nur Minuten zuvor hatte Ndala einen Treffer der Senegalesen ebenfalls wegen eines Fouls aberkannt – verlassen mehrere Spieler und Staff-Mitglieder aus Protest den Platz, noch bevor der Strafstoss ausgeführt werden kann. Es kommt zu tumultartigen Szenen, minutenlang herrscht das reine Chaos auf dem Spielfeld.
Dann überschlagen sich die Ereignisse: Senegal-Star Sadio Mané beordert seine Teamkollegen zurück auf den Platz, damit das Spiel ordnungsgemäss weitergehen kann. Kurz darauf lupft Marokko-Star Brahim Diaz den fälligen Penalty lässig in die Mitte des Tores – und damit direkt in die Hände von Senegal-Keeper Mendy.
Gewollt oder nicht – das Spiel geht in die Verlängerung. Dort erzielt Pape Gueye in der 94. Minute den Führungstreffer für Senegal. Die Marokkaner erhöhen danach noch einmal das Tempo und suchen vehement den Ausgleich. Mehr als ein Lattentreffer springt für sie in der Verlängerung aber nicht heraus. Und dann ist Schluss.
Während Senegal zum zweiten Mal nach 2022 den Afrika-Cup gewinnt, muss Marokko weiter auf den zweiten Titel nach 1976 warten.