Die Schweiz schlägt Schweden dank einer starken zweiten Halbzeit mit 4:1 und steht mit anderthalb Beinen an der WM 2026. Die Nati-Spieler in der Einzelkritik.
Tor
Gregor Kobel
Er hat 32 Minuten lang kaum etwas zu tun – und wird dann gleich mit dem ersten Torschuss bezwungen. Bei Nygrens sattem Flachschuss aus 14 Metern ist Kobel noch dran, an einem sehr guten Tag hält er den Ball auch. Es ist sein erstes Gegentor in dieser WM-Quali. Kurz vor der Pause bewahrt er die Nati mit einer starken Parade vor dem Rückstand.
Verteidigung
Silvan Widmer
Viel Offensivdrang. Auf der rechten Abwehrseite hat er den quirligen Elanga über weite Strecken im Griff – aber eben nicht immer: In der 33. Minute kann er Elanga nicht am Flanken hindern, kurz darauf schlägt es ein.
Verteidigung
Manuel Akanji
Sein öffnender Pass auf Ndoye steht am Ursprung des Führungstreffers. Der Abwehrchef ist der Fels in der Brandung. Antizipiert die Angriffe der Schweden oft schon früh und steht so immer wieder goldrichtig.
Verteidigung
Nico Elvedi
Sicher am Ball, stark in den Zweikämpfen – und wohl so fit wie nie zuvor. Den Platz neben Akanji gibt Elvedi nicht wieder her.
Verteidigung
Ricardo Rodriguez
Beisst trotz Adduktorenproblemen auf die Zähne und hält 70 Minuten lang durch. In der ersten Halbzeit mehrmals nicht auf der Höhe. Einen vielversprechenden Konter macht er mit einem schlechten Seitenwechsel zunichte. Und vor dem Gegentor klärt er den Ball zur Mitte statt nach aussen. Bei der nächsten Top-Chance der Schweden macht sich auch die fehlende Schnelligkeit bemerkbar. Nach dem Seitenwechsel macht er dann einiges wieder gut.
Mittelfeld
Granit Xhaka
Haarsträubender Fehlpass kurz vor der Pause, den die Schweden glücklicherweise nicht bestrafen. Ansonsten aber gewohnt ballsicher. Wie schon im ersten Duell mit den Schweden übernimmt der Captain beim Penalty Verantwortung.
Mittelfeld
Michel Aebischer
Er bekommt nach der Verletzung von Remo Freuler das Vertrauen von Murat Yakin. Und macht seine Sache als Stellvertreter gut. Erobert die Bälle im Mittelfeld, stopft die Löcher und ist auf dem ganzen Platz anzutreffen – wie Freuler eben. Beim Gegentor verliert er Torschütze Nyberg nach dem Abpraller aus den Augen. Etwas überhastet ist sein Abschluss kurz nach Schwedens Ausgleichstor. Da wäre mehr dringelegen. Trotzdem ein solider Auftritt.
Mittelfeld
Fabian Rieder
Steht 70 Minuten auf dem Platz, ohne dabei aufzufallen. Seine Standards sind auch harmlos. Die Torchancen erspielen andere. Es würde nicht überraschen, wenn Yakin im Kosovo auf der Zehn Manzambi eine Chance gibt, welcher nach der Einwechslung erneut aufzufallen weiss.
Sturm
Dan Ndoye
Was für ein Assist zum 1:0! Mit seinem Antritt lässt er Dortmund-Verteidiger Svensson einfach stehen und passt dann perfekt zur Mitte. Danach ist lange nicht mehr viel von Ndoye zu sehen – bis er in der 75. Minute das Spiel mit einem satten Linksschuss entscheidet.
Sturm
Breel Embolo
Die erste Chance nutzt er gleich. Stark, wie er sich im Strafraum Platz verschafft und eiskalt bleibt. Sein viertes Tor in der WM-Quali. In der Folge wartet er im Sturmzentrum vergeblich auf brauchbare Bälle. Bis ihm sie die Schweden auflegen. So holt Embolo den Penalty zum 2:1 heraus und erarbeitet sich seine nächste dicke Chance gleich selbst.
Sturm
Ruben Vargas
Arbeitet wie immer auch defensiv hervorragend. Versucht sich immer wieder in Szene zu setzen, so richtig gefährlich wird es aber selten. Stark dann aber sein Steilpass auf Ndoye zum 3:1.
Eingewechselte Spieler
Ab 70. Minute für Rieder
Djibril Sow
Seine Einwechslung bringt wieder mehr Stabilität im Mittelfeld.
Ab 70. Minute für Rodriguez
Miro Muheim
Findet super ins Spiel, macht keine Fehler und liefert kurz vor Schluss auch noch die Torvorlage zum 4:1. Stark!
Ab 85. Minute für Embolo
Johan Manzambi
Der Genfer darf in seiner Heimat nur ein paar Minuten spielen – aber nutzt diese einmal mehr, um die Fans zum Jubeln zu bringen. Eine Drehung, ein Schuss – 4:1 für die Schweiz.
Ab 85. Minute für Vargas
Christian Fassnacht
Erstes Nati-Spiel seit März 2023. Zu kurzer Einsatz für eine Benotung.
Ab 90. Minute für Ndoye
Andi Zeqiri
Zu kurzer Einsatz für eine Benotung.