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Jetzt meldenAlex Frei gilt in seiner Aktivzeit als Spieler, der sich während und nach den Partien auch mal mit den Schiedsrichtern anlegen kann. Im Fussball-Talk Heimspiel macht Frei klar, dass er den Unparteiischen aber auch zur Hilfe eilte.
«Ich war nicht unbedingt der einfachste Spieler, das weiss ich selber», gibt Alex Frei im Fussball-Talk Heimspiel zu und erzählt eine Anekdote aus seiner Zeit in der Bundesliga. «Manuel Gräfe (deutscher Ex-Schiedsrichter) kam irgendwann zu mir und sagte: Du Alex, halt mal deine Fresse und schiess deine Tore. Ich habe das einen super Spruch gefunden. Das hat genau gepasst. Ein Schiri kommt und macht noch einen lustigen Spruch. Ich bin danach abgezottelt und hielt meine Klappe.»
Der gegenseitige Umgang von Schiedsrichter und Spieler hat sich aus Sicht des Ex-Nati-Stürmers in den letzten Jahren verändert. «Ich habe die Zeit noch erlebt mit Busacca, Petignat, Wermelinger oder Urs Meier – die hatten immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Es war ein freundschaftlicheres, näheres Verhältnis als danach.»
Heute habe es für lustige Sprüche keinen Platz mehr. «Mir fehlt etwas die Coolness der Schiedsrichter. Dass mal einer kommt und vielleicht einen Spieler umarmt – auch wenn das blöd aussieht im ersten Moment. Aber das kann vieles beruhigen», ist Frei überzeugt.
Zu seinen Spieler- und Trainerzeiten besucht Frei nach den Partien ab und an die Schiedsrichterkabine. «Meine Türe war offen und Alex wusste das. Er kam nach dem Spiel ab und zu», erinnert sich Schiri-Boss Dani Wermelinger und sagt zu Frei: «Als Trainer habe ich dich einige Male erlebt, wie du völlig emotionslos in die Kabine gekommen bist.»
Beide Seiten hätten ihre eigene Rolle gekannt. «Als Spieler war Alex sehr emotional, das weiss er auch. Aber es war immer ehrlich. Du wusstest: Dort wo Alex Frei drauf steht, ist Alex Frei drin», sagt Wermelinger. «Wir haben das nicht schlecht hingekriegt.»
Frei ergänzt, dass er den Unparteiischen insbesondere in seiner Zeit beim FCB (2009 – 2013) auch immer wieder unterstützt habe. «Es gab Situationen, wenn Dragović oder Abraham wieder durchdrehten, da ging ich zum Schiedsrichter und sagte: Ich helfe dir», so Frei. «Dann bin ich zu den Dragovics und Abrahams und habe gesagt: Halt deine Klappe und konzentriere dich auf dein Spiel. Das habe ich auch gemacht.»
Wermelinger stimmt Frei zu und sagt sogar: «Ich würde sagen, du warst der Vorreiter der Captain-only-Regel.» Diese besagt, dass nur der Captain mit dem Unparteiischen auf dem Platz diskutieren darf – weshalb Frei lachend entgegnet: «Ich war aber nicht Captain beim FCB.»
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