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Jetzt meldenNach dem Brand im Basler St. Jakob-Park am Freitagabend ist der Kabinentrakt der 1. Mannschaft komplett zerstört. FCB-Medienchef Simon Walter spricht mit blue Sport über den Stand der Dinge.
Um etwa 21.15 Uhr am Freitagabend rücken die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt und die Milizfeuerwehr zu einem Grosseinsatz im Stadion St. Jakob-Park aus, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt am Samstag mitteilt. Der Grund: ein Brand im Kabinentrakt.
Das Feuer mit starker Rauchentwicklung verursachte erhebliche Schäden und zerstörte den gesamten Garderobenbereich der 1. Mannschaft vollständig. Betroffen sind unter anderem die Garderoben, Materialräume sowie sämtliche Spieler- und Trainermaterialien. Ebenfalls beschädigt wurden das Trainerbüro, das Team-Manager-Office, die Physiobereiche sowie Duschen und Sanitäranlagen.
Besonders der Heimtrakt sei in Mitleidenschaft gezogen worden, bestätigt FCB-Medienchef Simon Walter gegenüber blue Sport (siehe Video oben). «Es sieht ziemlich übel aus. Alles ist komplett verrusst. Dort, wo man den Hauptbrandherd vermutet, ist rundherum eigentlich Totalschaden.»
Die ganze Katakombe sei so stark verrusst, dass wahrscheinlich alles verloren sei, was dort unten war, erläutert er. «Die komplette Matchvorbereitung ist so nicht möglich. Das ganze Spielermaterial, das Trainingsmaterial, das Trainermaterial – es ist alles verloren. Das war alles bereit, um mittransportiert zu werden.»

Drei Rettungswagen, ein Feuerwehrauto und die Polizei stehen am Freitagabend vor der St- Jakob-Halle.
blue News
Das Auswärtsspiel in Thun vom Samstagabend ist mittlerweile verschoben. Nach Angaben der Liga steht dem FC Basel derzeit kein einsatzfähiges Spiel- und Medizinmaterial zur Verfügung. Die Geschäftsleitung der SFL gab deshalb einem entsprechenden Gesuch des Klubs statt und bewilligte die Verschiebung wegen höherer Gewalt. Die Partie findet stattdessen am kommenden Samstag, 18. April um 20.30 Uhr statt.
«Der Rauch und der Russ sind überall hingekommen. Und dieser Russ ist hochgiftig. Auf die Schnelle kann man das schlicht und einfach nicht auffangen. Das Hauptproblem sind die Schuhe. Die müssen eingelaufen sein und jeder Spieler hat da seine eigenen Schuhe. Da kann man nicht einfach in den Laden gehen und ein neues Paar kaufen», erklärt Walter.
Wie es zu dem Brand kam, ist weiterhin nicht klar. «Im Moment muss man von einem technischen Defekt ausgehen, der das auslöste. Aber wo und was genau, das ist nicht klar», so Walter.
Der gesamte Bereich wurde mittlerweile von der Staatsanwaltschaft versiegelt. «Grundsätzlich darf niemand mehr runter. Jetzt wird die Brandursache ermittelt.»
Entdeckt wurde der Brand von zwei FCB-Mitarbeitern. «Sie waren noch im Mannschaftsfitness unten im Stadion. Einer der beiden hat dann gemerkt, dass ein Brand ausgebrochen ist. Sie haben dann sofort die Feuerwehr alarmiert. Weil das so schnell gegangen ist, konnte noch Schlimmeres verhindert werden.»
Nach der Spielabsage am Samstag sei das Ziel, den operativen Trainingsbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen, erläutert Walter. «Wir können ab nächster Woche auf dem Nachwuchscampus trainieren. Jetzt müssen wir schauen, wie wir das auffangen mit dem Material, das wir brauchen. Von Spielermaterial über Physio, Fitness bis hin zur medizinischen Abteilung, da fangen wir überall bei Null an.»
Am Montag soll die erste Mannschaft wieder trainieren können, bestätigt der Basler Medienchef. Wie es dann mit dem Spielbetrieb weitergehe, sei aber noch unklar. «Die Auswärtsspiele werden wir bewältigen können. Das nächste Heimspiel wird aber eine Herausforderung. Die Hauptgarderobe und der ganze Katakombentrakt sind komplett zerstört. Da müssen wir ausweichen und da sind wir aktuell dran, Lösungen zu finden.»
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