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Christian Constantin verteidigt das Testpiel seines Vereins in Russland.
KEYSTONE
Der FC Sion wird Anfang Juli ein Freundschaftsspiel in Russland gegen Zenit St. Petersburg bestreiten. Diese Entscheidung sei Teil des sportlichen Konzepts, heisst es seitens der Walliser.
Der FC Sion tritt am 9. Juli zu einem Testspiel in Russland an. Das bestätigt der Verein in einer Medienmitteilung. Wie blue Sport erfuhr, dürfte der Klub dadurch rund 300'000 Franken einnehmen.
Der Super Ligist verteidigt den umstrittenen Entscheid in einer Medienmitteilung. «Vor der Freigabe dieses Spiels haben wir die FIFA, die UEFA sowie den Schweizerischen Fussballverband konsultiert. Alle diese Sportinstanzen bestätigten, dass diese Art von Spiel unter die freie Wahl der Vereine fällt, da Zenit nicht auf einer Sanktionsliste steht. Das Spiel entspricht somit voll und ganz den geltenden rechtlichen und sportlichen Rahmenbedingungen.»
Weiter erklärt der Verein, man habe bereits beim Transfer des russischen Mittelfeldspielers Anton Miranchuck im vergangenen Herbst eine Art Abmachung für ein solches Freundschaftsspiel getroffen.
Dazu schreibt Sion: «Das Spiel findet auch im Rahmen einer Verpflichtung statt, die wir beim Transfer unseres Mittelfeldspielers Anton Miranchuk, eines angesehenen Spielers und Führungsspielers der russischen Nationalmannschaft, eingegangen sind. Bei seiner Ankunft in Sitten hatten wir vereinbart, dass ein Spiel in Russland organisiert würde, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Wir halten unser Wort. Es handelt sich um eine Fussballbegegnung im Geiste des Spiels, des gegenseitigen Respekts und der Treue zu unseren Verpflichtungen.»
Nebst der logistischen Herausforderung mit der langen Hin- und Rückreise dürfte ein Gastspiel der Walliser in St. Petersburg vor allem auch wegen des Angriffskriegs der Russen gegen die Ukraine kritisch betrachtet werden. Zuletzt sorgte Fabio Celestini mit seinem Wechsel zu ZSKA Moskau hierzulande für viel Unverständnis und zog den Zorn der Fans auf sich.
Angst vor Kritik hat Sion-Präsident Christian Constantin aber nicht. Das stellte er schon gegenüber dem russischen Medium «sport24» klar. «Sport und Politik soll man sauber trennen», sagt Constantin auch in einem «Blick»-Interview. Skrupel habe er keine.