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Jetzt meldenIm Wallis drücken sie dem FC St.Gallen die Daumen. Und weil dem so ist, schickt Captain Lukas Görtler dem Sportchef des FC Sion, Barthélémy Constantin, sein Shirt und einen handgeschriebenen Brief. Was ist da los?
Am Sonntag geht es in der letzten Runde der Super League eigentlich nur noch darum, ob Lugano den 3. Platz verteidigt oder Sion noch an den Tessinern vorbeiziehen kann. Aber was heisst da nur? Platz 3 oder 4 in der Endabrechnung, das kann einen grossen Unterschied machen. Denn der 3. Platz berechtigt in jedem Fall zur Teilnahme an der Conference-League-Qualifikation. Platz 4 könnte auch reichen, allerdings nur dann, wenn St.Gallen den Cupfinal gewinnt.
Lugano geht mit zwei Punkten Vorsprung auf Sion in die letzte Runde und spielt zuhause gegen den formschwachen FC Basel. Sion dagegen muss bei YB antreten, das am vergangenen Donnerstag auswärts bei Meister Thun einen 8:3-Sieg eingefahren hat und den Schwung mitnehmen will, um eine verkorkste Saison doch noch versöhnlich zu beenden und Moral für die kommende Spielzeit zu tanken.
Es ist also gut möglich, dass Sion die Saison im 4. Rang abschliesst. Doch auch dann dürfen sie im Wallis noch von Europa träumen. Allerdings bräuchte es dafür St.Galler Schützenhilfe. Denn dieses Szenario tritt nur ein, wenn der FCSG am 24. Mai den Cupfinal im Wankdorf gegen Stade-Lausanne Ouchy, das viertbeste Team aus der zu Ende gegangenen Challenge-League-Saison, gewinnt.
Natürlich kennt Sion-Sportchef Barthélémy Constantin die Ausgangslage längst und so sagte er am vergangenen Donnerstag nach dem 2:2 gegen Lugano: «Ich könnte ja Lukas Görtler fragen, ob er mir sein Trikot schickt.» Ob er ihn wirklich gefragt hat, das wissen wir nicht.
Klar ist aber, dass er sein Görtler-Shirt bald entgegennehmen darf. Denn der FCSG-Captain macht das Spässchen mit und postet auf Instagram schon mal ein Bild von seinem Gschänkli. Zu sehen ist ein Trikot, auf dem der 31-jährige Deutsche auch noch eine kleine Grussbotschaft hinterlassen hat. «Für den grossen FCSG-Fan Barth!», ist da zu lesen.
Doch das ist noch nicht alles. Auch ein handgeschriebener Brief liegt bei: «Lieber Barth, heute bekommst du endlich mal ein richtiges Trikot! Das Trikot ist nicht nur perfekt für das Cupfinale, sondern auch sonst für deine Freizeit. Bis bald, mein Freund!»

FCSG-Captain Lukas Görtler hat ein Gschänkli für Sion-Sportchef Barthélémy Constantin.
Nach dem Spiel gegen Thun legt der FCSG-Captain dann im Interview bei blue Sport nach (siehe Video oben): «Ich habe gedacht, ich tu ihm den Gefallen. Ich hoffe, er trägt es auch mal in seiner Freizeit, weil das Trikot ist doch um einiges schöner als das von Sion.»
Er hoffe doch schwer, dass er die Familie Constantin am nächsten Sonntag in Bern sehe, ergänzt Görtler: «Er war mit seinem Papa ganz nett vor einem halben Jahr. Als meine Tochter geboren ist, hat er mir einen Helikopter angeboten, wenn ich einen brauche. Er hat jetzt ein grünes Trikot. Falls der Papa auch noch eins braucht, find ich noch eins.» Barthélémy Constantin habe ihm bereits eine freudige Sprachnachricht geschickt, verrät Görtler weiter.
Der Sion-Sportchef spricht sich nach dem 3:3 in Bern seinerseits als neuen FCSG-Fan aus. «Leider kann ich nicht im Wankdorf sein. Aber ich will das Spiel im TV schauen. Und es ist klar: Ich bin für St.Gallen in diesem Spiel.»
Das Görtler-Shirt hänge er in seine Sammlung, fügt Constantin an. «Für mich ist Görtler ein fantastischer Spieler und Mensch. Er hat das Shirt unterschrieben und es ist ein Geschenk für mich. Das kommt zu den besten, die ich habe.»