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GC-Hoffnungsträger Michi Frey erklärt seine vielen Wechsel – und sein Talent fürs Malen
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11 Klubs in 12 Jahren

GC-Hoffnungsträger Michi Frey erklärt seine vielen Wechsel – und sein Talent fürs Malen

03:01

Michi Frey: «Ich wollte eigentlich nicht für so viele Teams spielen»

Im Jahr 2014 verliess Michi Frey die Schweiz ein erstes Mal, kehrte zurück und versuchte sein Glück später erneut im Ausland. Jetzt spielt der Torjäger wieder in der Super League und spricht mit blue Sport über seine Karriere – und übers Malen.

Im Jahr 2014 verliess Michi Frey die Schweiz ein erstes Mal, kehrte zurück und versuchte sein Glück später erneut im Ausland. Jetzt spielt der Torjäger wieder in der Super League und spricht mit blue Sport über seine Karriere.

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  • GC ist für Michael Frey bereits der elfte Verein in seiner Karriere.
  • Mit blue Sport blickt der 31-Jährige auf seine bisherigen Stationen zurück und sagt: «Ich wollte eigentlich nicht, dass ich in so vielen verschiedenen Mannschaften spiele.»
  • Abwechslung zum Fussball findet Frey beim Malen: «Was ich fühle, kann ich auf der Leinwand herauslassen. Das kann ich jedem empfehlen.»
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Im Nachhinein sei der Wechsel nach Lille wohl etwas zu früh gekommen, gesteht Michi Frey, als er beim Besuch von blue Sport gefragt wird, ob er einen seiner vielen Transfers bereue. 2014 war es, als Frey, damals 20-jährig, nach einer starken Saison bei YB mit 9 Toren und 8 Assists in 33 Spielen den Sprung in die Ligue 1 wagte.

Der bullige Stürmer hatte aber auch Pech. Eine Knöchelverletzung setzte ihn ein ganzes Jahr lang ausser Gefecht. Bei Lille landete er auf dem Abstellgleis, es folgte im Januar 2026 die Rückkehr in die Schweiz zu Luzern. Von da an wechselte der Münsinger fast alle 12 Monate den Verein – mal leihweise, mal fix. Zuerst ging es zurück zu YB, dann zum FCZ, ehe sein Weg in die Türkei, nach Deutschland, Belgien und schliesslich England führte.

Alle Stationen in der Profi-Karriere von Michael Frey

  • Januar 2012 – September 2014: BSC Young Boys
  • September 2014 – Januar 2016: OSC Lille
  • Januar 2016 – Juni 2016: FC Luzern
  • Juli 2016 – Juli 2017: BSC Young Boys
  • Juli 2017 – August 2018: FC Zürich
  • August 2018 – August 2019: Fenerbahçe Istanbul
  • August 2019 – Juli 2020: 1. FC Nürnberg
  • Juli 2020 – Oktober 2020: Fenerbahçe Istanbul
  • Oktober 2020 – Juni 2021: Waasland-Beveren
  • Juli 2021 – Januar 2023: Royal Antwerpen
  • Januar 2023 – Juni 2023: Schalke 04
  • Juni 2023 – Januar 2024: Royal Antwerpen
  • Januar 2024 – Januar 2026: Queens Park Rangers
  • seit 2026: Grasshopper Club Zürich (Vertrag bis Juni 2028)

Im Januar dieses Jahres folgte ein weiteres Mal die Rückkehr in die Schweiz. Er soll nun die Grasshoppers vor dem Abstieg in die Challenge League bewahren, lautet die klare Mission.

Teaser image

Voll im Abstiegskampf

Michi Frey über die Angst vor der Rückkehr und den Rauswurf von GC-Trainer Scheiblehner

Zu seinen vielen Wechseln sagt Frey: «Mein Ziel war es immer, mal in einer Top-5-Liga zu spielen. Ich wollte eigentlich nicht, dass ich in so vielen verschiedenen Mannschaften spiele. Aber es hat sich halt so ergeben.»

Besonders gerne blickt der Angreifer auf seine Zeit in der Türkei zurück. «Bei Fenerbahçe, in diesem Stadion vor den Heimfans zu spielen, war bewegend. Da bist du über den Platz geflogen», erinnert er sich. «Als ich zu Fener gewechselt bin, hatte ich keine Ahnung, wie gross Istanbul tatsächlich ist. Als ich mit dem Flugzeug ankam, dachte ich nur: ‹Mein Gott!› Dann lief ich aus dem Flughafen und 40 Kameras waren auf mich gerichtet. Ich hatte da viele schöne Erlebnisse.»

Nicht nur im Fussball talentiert

Michi Frey ist Fussballer durch und durch. Auch in seiner Freizeit denke er quasi immer an Fussball, sagt er. Wenn er doch einmal abschalten will, greift Frey zum Malstift. Die gemalten Bilder, welche der GC-Stürmer gerne in den sozialen Medien präsentiert, zeigen, dass Frey nicht nur auf dem grünen Rasen talentiert ist.

Woher kommt's? «Schon in der Schule zeichnete ich immer gerne. Mit 17 Jahren war ich dann in einer Kunstschule», erklärt er. «Das Malen hilft mir sehr. Was ich fühle, kann ich auf der Leinwand herauslassen. Das kann ich jedem empfehlen.»

Tausende Bilder habe er bereits gemalt. Nicht alle hat er noch zuhause. Einige liegen in London, in Belgien oder in Deutschland. Ein Bild bleibt dabei in besonderer Erinnerung: «In meiner Zeit bei Royal Antwerpen wollte der Verein, dass ich ein Bild male für einen guten Zweck. Das habe ich selbstverständlich gemacht.»

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Nun will sich Frey bei den Grasshoppers verewigen – als Retter und Cup-Held. GC steht aktuell auf dem Barrageplatz, hat noch fünf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Winterthur – am Ostermontag kommt's zum Duell gegen Sion. Und die Hoppers stehen im Cup-Halbfinal, sind da am 18. April gegen Lausanne-Ouchy klarer Favorit.


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06.04. 13:35 - 16:15 ∙ blue Sport Live ∙ UHD HDR Grasshopper Club Zürich - FC Sion

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«Bei GC werde ich genommen, wie ich bin. Es ist der richtige Ort für mich, um wieder Vollgas zu geben», sagt der 31-Jährige, der zuletzt bei Championship-Klub QPR nicht mehr erste Wahl war. Sein Vertrag in Zürich läuft bis 2028. Ob er diesen erfüllen wird, steht noch in den Sternen. Jedenfalls denkt Frey noch lange nicht ans Aufhören. «Ich gebe mir Mühe, dass ich fit bleibe und will möglichst lange spielen.» 

Wer weiss, vielleicht verschlägt es den «Europa-Bummler» in absehbarer Zeit auch noch einmal ins Ausland.

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