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Schwalbe und Gelb-Rot statt Freistoss: Embolo muss nach VAR-Korrektur vom Feld.
IMAGO
Für viele Schweizer Fussballfans ist klar: Die neue Regel «Mistaken identity» hat uns den WM-Halbfinal gekostet. Trotzdem wird diese auch in der Super League eingeführt. Wenn auch in einer anderen Form. Hier kommt das neue Regelwerk für die Super League.
Die Super League passt ihr Regelwerk auf die neue Saison hin an. Neu wird auch die «Mistaken identity»-Regel eingeführt. Heisst: Sollte bei einem Schiedsrichter-Entscheid eine Spielerverwechslung vorliegen, darf der VAR sich einschalten. Daraufhin wird die rote oder gelbe Karte zurückgenommen und dem richtigen Spieler gezeigt.
Diese Regel sorgte an der WM in den USA für einen Riesen-Wirbel und erhitzt die Gemüter noch heute. Weil im Viertelfinal der Schweizer Nati nach VAR-Intervention die gelbe Karte für Argentinien-Rüppel Paredes zurückgenommen und stattdessen Breel Embolo für eine Schwalbe gezeigt wurde. Der Nati-Stürmer verliess daraufhin unter Tränen das Feld und die Schweiz verlor in Unterzahl noch in der Verlängerung.
Für viele Schweizer Fussballfans ist klar: Die neue Regel «Mistaken identity» hat uns den WM-Halbfinal gekostet. Trotzdem wird sie auch in der Super League eingeführt. Allerdings in einer anderen Form.
Denn trotz Einführung der «Mistaken identity»-Regel wird's in der Super League künftig nicht zu einem «Fall Embolo» kommen. Die SFL hat sich für die Regelauslegung der UEFA und nicht der FIFA entschieden. Heisst: Die gelbe oder rote Karte darf nur zurückgenommen und einem anderen Spieler gezeigt werden, wenn es sich um dasselbe Vergehen handelt. Mit dieser Regelauslegung wäre Embolo im WM-Viertelfinal nicht vom Platz gestellt worden, weil eine Schwalbe nicht das gleiche Vergehen wie ein Foul ist.
Die SFL hat zudem entschieden, dass die Hydration Breaks im Schweizer Fussball nicht eingeführt werden. Wie bisher gibt es zusätzliche Trinkpausen bei entsprechend hohen Temperaturen in allen Ligen und Kategorien.
Das neue Regelwerk für die neue Saison hat die Liga so zusammengefasst:
VAR-Protokoll: Der Video Assistant Referee darf bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheiden oder schwerwiegenden übersehenen Vorfällen in folgenden Situationen eingreifen: Tor oder kein Tor? Penalty oder kein Penalty? Rote Karte oder keine Rote Karte? Neu wird sich der VAR auch bei einer eindeutig falsch gegebenen zweiten Verwarnung melden!
Einwurf: Wenn ein Spieler/ein Team die Ausführung eines Einwurfs verzögert, zeigt der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden-Countdown an. Wird das Zeitlimit überschritten, wird der Einwurf dem gegnerischen Team zugesprochen.

Die Hydration Breaks sind wieder Geschichte: Sie werden in der Super League nicht eingeführt.
IMAGO/DeFodi Images
Abstoss: Wenn ein Spieler/ein Team die Ausführung eines Abstosses verzögert, zeigt der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden-Countdown an. Wird das Zeitlimit überschritten, wird dem gegnerischen Team ein Eckball zugesprochen.
Auswechslung: Bei Auswechslungen müssen die Spieler das Spielfeld innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Wird das Zeitlimit überschritten, darf der Einwechselspieler das Spielfeld erst während der ersten Spielunterbrechung nach Ablauf einer Minute betreten.
Verletzungen: Abgesehen von bestimmten Ausnahmen müssen Spieler, die auf dem Spielfeld untersucht/behandelt werden oder die eine verletzungsbedingte Spielunterbrechung verursachen, das Spielfeld verlassen und nach Wiederaufnahme des Spiels eine Minute lang ausserhalb des Spielfelds bleiben.
Übrigens: Die WM-Final-Regel, dass Halbzeitpausen je nach Lust und Laune und Show-Aktivitäten auch auf knapp 30 Minuten verlängert werden können, wird nicht eingeführt.