Fehler gefunden?
Jetzt meldenLukas Görtler ist beim 2:1-Sieg des FC St.Gallen gegen Meister Basel der Mann des Spiels. Beim 0:1 ist er noch der Pechvogel, mit seinem Tor zum Ausgleich leitet er dann aber die Wende ein.
Es läuft die 40. Minute. Shaqiri tritt einen Eckball von links, Traoré bringt denn Ball am rechten Pfosten scharf zur Mitte und plötzlich liegt die Kugel im Netz. Die letzte Berührung kam allerdings nicht von einem Basler, sondern von St.Gallen-Captain Lukas Görtler.
Der Treffer wird als Eigentor gewertet, auch wenn der Deutsche angeschossen wird. Runterziehen lässt er sich deshalb nicht und erzielt kurz nach der Pause den Ausgleich für seine Farben.
«Ich hatte mir in der Halbzeit vorgenommen, selbst eins zu machen», sagt ein strahlender Görtler nach dem Spiel zu blue Sport. «Ich hatte beim Mittagessen den Jungs gesagt, sie sollen sich vorbereiten, heute mache ich ein Tor. Dass ich das erste dann so mache – bitter.»
Er sei wie angewurzelt da gestanden und habe der Hereingabe von Traoré nicht mehr aus dem Weg gehen können. Die Szene hat ihn angestachelt: «Die Motivation war schon gross, dann selbst noch eins für uns zu machen. Weil heute so ins Bett zu gehen – mit einer Niederlage, mit einem Eigentor – wäre ganz bitter gewesen.»
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft ist Görtler zufrieden. Er habe ihr im Kreis vor der Partie gesagt, dass sie sich nicht zu fest auf das Ergebnis fokussieren soll, sondern auf die Art und Weise, wie sie spiele, so der 31-Jährige.
«Wir haben letztes Jahr genug Kritik bekommen, weil wir mit unserer Art und Weise nicht mehr begeistert haben.» Das Spiel gegen Basel soll nun als Paradebeispiel dienen, wie der FCSG im Kybunpark spielen muss, wenn er Spiele gewinnen will.
Zufrieden ist auch Trainer Enrico Maassen: «Die Jungs haben es heute gut gemacht, das muss man sagen. Es war über die ganze Spielzeit hinweg ein Spiel auf Augenhöhe. Wir lagen 0:1 zurück, haben aber unser Ding weitergemacht, auch in der zweiten Halbzeit, das dann irgendwann auch erzwungen.»
Für ihn sei der Erfolg höher einzustufen, wenn bedenkt wird, dass mit Vallci (gesperrt), Ambrosius, Daschner, Witzig und Zigi (alle verletzt) diverse Stammkräfte fehlten und viele junge Spieler auf dem Platz standen. «Es freut mich sehr für die Jungs, es ist ein guter Start in die Saison.»
blue Sport Reporter Manuel Rothmund spricht den Trainer zum Schluss auf die Personalie Willem Geubbels an. Der Franzose glänzt gegen Basel mit einem Tor und viel Offensivdrang. Gerüchte um einen Abgang machen die Runde. «Der Wunsch von mir ist natürlich, dass er da bleibt. Aber ob ich darauf den Endeinfluss habe, weiss ich nicht.»
Dass sich Geubbels mit solchen Leistungen wie gegen Basel für höhere Aufgaben bewirbt, weiss auch Maassen: «Jedes Tor, das er schiesst, jedes Spiel, das er so spielt, wie er heute spielt, ist ein Bewerbungsschreiben für den nächsten Step. Wir schauen, was in der Zukunft passiert. Aber ich glaube, wenn er so weiter spielt, müssen wir uns schnell nach Ersatz umschauen.»
Element konnte nicht gefunden werden