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Jetzt meldenSamuel Giger zählt zu den heissen Anwärtern auf den Königstitel. Steht er selbst nicht im Sägemehl im Einsatz, schaut er gerne Fussball. So passiert am Samstagabend bei der Partie zwischen St.Gallen und GC.
Der FC St.Gallen gewinnt die Partie gegen die Grasshoppers vor den Augen von Samuel Giger. Der Spitzenschwinger erscheint zur Halbzeit beim Interview mit blue Sport und offenbart: Er ist fussballbegeistert.
«Ich verfolge allgemein diesen Sport und die Super League sehr gerne», so Giger. Den Daumen drückt er allen voran einem Team: «Als Ostschweizer schlägt mein Herz schon für den FC St.Gallen.»
Als Ostschweizer will Giger im kommenden August auch die Herzen anderer höher schlagen lassen. Beim Eidgenössischen Schwingfest in Mollis will er sich vor heimischem Publikum erstmals zum Schwingerkönig krönen. Sein Start in die Saison war im Februar mit dem Festsieg beim Lichtmess-Schwinget in Gais geglückt. Er bezwang dort im Schlussgang mit Werner Schlegel ein anderes Ostschweizer Schwergewicht.
Das Spiel zwischen St.Gallen und GC ist von Diskussionen über Schiedsrichter-Entscheide geprägt. Auch im Schwingsport wird viel diskutiert. Es sei ähnlich wie im Fussball, meint Giger: «Es gibt Entscheide, bei denen es keine eindeutige Grenze gibt. Diskussionsspielraum wird es immer geben, auch bei uns im Schwingen.»
VAR hin oder her, strittige Entscheide bleiben bestehen. Demnach zeigt sich Giger mit der jetzigen Handhabung im Schwingsport zufrieden. «Momentan läuft es gut so wie es ist, ohne den VAR.»
Gut läuft es dem FCSG auch über 90 Minuten auf dem Platz. Die Ostschweizer reagieren auf die 0:4-Klatsche gegen Winterthur aus der Woche zuvor und ergattern sich wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Meisterrunde.
Wieviele seiner 65 Kränze er für einen Titel des FCSG opfern würde? «Ich glaube keinen», so Giger mit einem Schmunzeln. «Ich bin schon mehr Schwingerfan als Fussball. Ich bin selber aktiv und muss selbst auf meine Erfolge schauen. Wenn ich dann mal fertig bin, schauen wir weiter.»
Fertig ist bei Giger aber noch lange nicht. Als Nächstes steigt der Thurgauer Ende März beim Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest wieder in die Zwilchhosen. Ein nächster Schritt in der Mission Königstitel.