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Die Feindschaft zwischen zwei Servette-Fan-Gruppierungen flammt beim Auswärtsspiel in Zürich erneut auf und unterstreicht, wie tief die Gräben innerhalb der Genfer Fanszene sind.
Am Samstagabend kommt es rund um das Auswärtsspiel gegen den FC Zürich im Letzigrund zu unrühmlichen Szenen. Seit geraumer Zeit schwelt zwischen der Genfer-Fangruppierung «Les Plus Malin» (LPM) und der restlichen Fankurve – angeführt von der traditionsreichen «Section Grenat» – ein Streit.
Vor einem Jahr lieferten sich die beiden Ultra-Gruppen nach einem Servette-Spiel eine Schlägerei, bei der rund hundert Personen beteiligt waren.
Nach dem Vorfall verstärkte der Klub einerseits die Kontrollen am Eingang des Stade de Genève, andererseits trennte man die Lager in unterschiedliche Sektoren. Auch bei Auswärtsspielen präsentiert sich seither das für Aussenstehende ungewöhnliche Bild, dass zwei Fanlager des gleichen Vereins die Partien in jeweils unterschiedlichen Sektoren verfolgen.
So befand sich im Letzigrund die Gruppe «LPM» auf der Haupttribüne – welche nur mit einem Plexiglas vom Gästesektor abgetrennt ist –, während die «Section Grenat» im Gästesektor waren. In der ersten Halbzeit greifen diese – natürlich vermummt – ihre zahlenmässig unterlegenen Rivalen mit Rauchpetarden an.

Streit in der Servette-Fan-Szene.
KEYSTONE
Die angegriffenen «LPM» verlassen die Tribüne, nur knapp – auch dank dem Eingreifen der Sicherheitskräfte – kann ein grösseres Chaos verhindert werden. Am Ende beruhigt sich die Situation.
Die «Section Grenat» erklärte in einer Mitteilung (via «Blick»/«LeMatin»), warum sie sich keine Versöhnung mit «LPM» mehr vorstellen kann. Sie wirft ihnen vor, mehrere Zwischenfälle provoziert und im Rahmen einer Ermittlung Informationen an die Polizei «weitergegeben» zu haben. Seit einem Jahr verweigert die «SG» ihnen daher den Zugang zur Nordtribüne und zu den Sonderzügen.
«Für uns existiert diese ‹Gruppe› nicht mehr, weil sie zu viele grundlegende Werte verraten hat», betont die «Section Grenat». Die «LPM»-Gruppe verteidigt sich: «Unsere Haltung ist einfach: Wir sind in Genf präsent, wir werden es auch weiterhin sein und unseren Weg fortsetzen, ohne uns von den Polemiken ablenken zu lassen.»
Nicht nur neben dem Feld, auch auf dem Rasen hat Servette aktuell grosse Probleme. Gegen den FCZ verlieren die Genfer 1:2 und stehen nach zwei Liga-Spielen noch ohne Punkte da.