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Auf Ludovic Magnin wartet in Basel eine grosse Aufgabe.
Keystone
Heute Freitag startet die Super League in die Saison 2025/26. Von den 12 Teams haben 4 einen neuen Trainer an der Seitenlinie. Wir fragen uns: Welcher Coach wird als erster entlassen? Hier kannst du abstimmen.
Entlassungs-Barometer – wo ist die Gefahr am höchsten?
🚨 Geniesst volle Rückendeckung
🚨🚨 Sitzt relativ sicher im Sattel
🚨🚨🚨 Bei schwachem Start steigt der Druck
🚨🚨🚨🚨 Resultate müssen sofort her, sonst wird's ungemütlich
🚨🚨🚨🚨🚨 Alarmstufe Rot!

FC Basel
Ludovic Magnin
🚨🚨🚨 Magnin tritt in die grossen Fussstapfen von Fabio Celestini, welcher den FCB vom Tabellenende zum Double-Gewinner machte. Die Spieler hat Magnin mit seiner direkten und auch humorvollen Art schon hinter sich, verpasst er aber die Champions-League-Quali und stimmen auch die ersten Liga-Resultate nicht, könnte es für ihn trotzdem rasch ungemütlich werden. Die Erwartungen sind in Basel wieder gestiegen und Klubboss David Degen hat auch schon gezeigt, dass er schnell reagieren kann. Timo Schultz musste vor zwei Jahren nach nur 11 Spielen gehen.

Servette FC
Thomas Häberli
🚨🚨🚨🚨 Mit Dereck Kutesa, Enzo Crivelli und Keigo Tsunemoto haben drei Leistungsträger den Verein verlassen. Zudem ist mit Sportchef René Weiler, der Häberli geholt hat, ein grosser Rückhalt weg. Der Vizemeister wirkt auf dem Papier schwächer als letzte Saison, konnte mit dem Hinspiel-Sieg in der Champions-League-Quali bei Viktoria Pilsen aber ein erstes Ausrufezeichen setzen.

BSC Young Boys
Giorgio Contini
🚨🚨🚨 Er hat im Dezember von Interimscoach Joël Magnin übernommen und dessen Punkte-Schnitt von 1,43 auf 1,71 angehoben. Nach den zuletzt zahlreichen Trainerwechseln in Bern scheint's mit Contini zu passen. Der starke Rhetoriker geniesst sicher viel Kredit, einen derart krassen Fehlstart wie Patrick Rahmen letzte Saison kann er sich dennoch nicht erlauben. YB will zurück an die Ligaspitze, dafür haben die Berner auch mit Gregory Wüthrich und Edimilson Fernandes zwei grosse Namen verpflichtet.

FC Lugano
Mattia Croci-Torti
🚨🚨 Keine Frage: Er ist das Aushängeschild des FC Lugano. Der Tessiner wird von den Fans geliebt. Letzte Saison galt man lange Zeit als Favorit für die Meisterschaft und spielte noch im Frühling in 3 Wettbewerben. Innert weniger Wochen schwammen jedoch alle Felle davon. Angezählt ist der fröhliche Croci-Torti deshalb noch nicht. Doch Lugano will mehr als nur an der Spitze mitspielen, sonst wäre ein Spieler vom Format eines Ezgjan Alioski nicht zurückgekehrt. Die Ambitionen sind grösser geworden im Tessin, der Druck dementsprechend auch.

Lausanne-Sport
Peter Zeidler
🚨🚨🚨 Letztes Jahr wurde er in Bochum nach nur acht Spielen (7 Niederlagen, 1 Remis) entlassen. In Lausanne wird Zeidler mehr Zeit bekommen, auch wenn nach Platz 5 in der Vorsaison die Ambitionen bei den Waadtländern gestiegen sind. Einfach ist die Mission des Deutschen nicht, sein Vorgänger Ludovic Magnin war Lausanner und hat in den letzten drei Jahren einen Top-Job gemacht und den Klub von der Challenge League nach Europa geführt.

FC Luzern
Mario Frick
🚨🚨🚨 «Ins letzte Vertragsjahr wollen wir (mit Mario Frick) sicher nicht gehen», sagte FCL-Sportchef Remo Meyer noch im Mai zu blue Sport. Genauso kommt es nun aber, nachdem Fricks Traum von einem Wechsel ins Ausland zumindest vorerst geplatzt ist. Seit bald vier Jahren arbeitet Frick in Luzern – vorwiegend mit jungen Spielern zusammen. Spätestens Ende Saison dürfte Schluss sein. Sehr gut möglich, dass es früher zur Trennung kommt, sollte es nicht laufen.

FC Zürich
Mitchell van der Gaag
🚨🚨🚨 Zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren geht der FC Zürich mit einem neuen Cheftrainer in die neue Saison. Van der Gaag war in den letzten Jahren als Assistenztrainer von Erik ten Hag unterwegs (Ajax, Manchester United), jetzt will er es wieder als Chefcoach versuchen. Der Niederländer hat schon viel gesehen, kennt den Schweizer Fussball aber nicht.

FC St.Gallen
Enrico Maassen
🚨🚨🚨🚨 Nach seinem starken Start in St.Gallen ist Maassen gegen Ende der letzten Saison in die Kritik geraten. Die Ostschweizer verpassten die Top 6, die Ziele waren um einiges ambitionierter. Die Mannschaft spielte unter ihm weder attraktiver noch erfolgreicher als unter Vorgänger Zeidler. Dennoch hielt der FCSG am Deutschen fest. Einen Fehlstart in die neue Spielzeit wird sich Maassen aber kaum erlauben können, so viel Kredit wie vor einem Jahr geniesst er nicht mehr.

FC Sion
Didier Tholot
🚨🚨🚨🚨 Tholot gehört tatsächlich zu den dienstältesten Trainern in der Super League. Das muss man als Sion-Trainer erst einmal schaffen! Nur Croci-Torti (Lugano), Frick (Luzern) und Lustrinelli (Thun) sind länger im Amt. Trotzdem äusserte Sion-Boss Christian Constantin in der vergangenen Saison mehrmals auch öffentlich Kritik an seinem Coach. Stimmen die Resultate nicht, dürfte es für Tholot schnell wieder eng werden.

FC Winterthur
Uli Forte
🚨🚨 Forte machte mit Winterthur das Unmögliche möglich und schaffte tatsächlich den direkten Ligaerhalt. Dafür wurde er zurecht gefeiert. Forte sitzt nach dieser grossartigen Leistung und dem Schlussspurt in der letzten Saison derzeit fest im Sattel. Auch in dieser Saison wird der Klassenerhalt das grosse Ziel sein.

Grasshopper Club
Gerald Scheiblehner
🚨🚨 Seit GC im Januar 2024 von chinesischen in US-amerikanische Hände ging, gab's zahlreiche Änderungen. Unzählige Spielertransfers, mit Alain Sutter einen neuen Sportchef – und mit Gerald Scheiblehner nun schon den vierten neuen Trainer. Schafft er es, GC wieder einmal durch eine ruhigere Saison zu führen? Zeit dürfte er jedenfalls bekommen. Der erste Sutter-Trainer wird volle Rückendeckung haben.

FC Thun
Mauro Lustrinelli
🚨 Kein anderer Super-League-Trainer darf sich so sicher fühlen wie Lustrinelli. Der Aufstiegscoach gibt sich angriffslustig und ruft nicht den Klassenerhalt als Saisonziel aus, sondern will mit Thun gar «eine wichtige Rolle spielen». Auch wenn sich die Berner Oberländer zu Beginn schwertun sollten, wird Lustrinelli Zeit kriegen. Sein Vertrag läuft noch bis 2028.