18.07.2014 - 22:00, aktualisiert: 19.07.2014 - 07:00, mar

FIFA begründet: Deshalb gewann Messi den Goldenen Ball

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Lionel Messi konnte es selber nicht richtig glauben, dass er zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt wurde.
Bild: Keystone

 

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Lionel Messis Auszeichnung zum besten Spieler der WM überraschte alle. Jetzt erklärt die FIFA ihre Wahl.



Zweifelsfrei hat Lionel Messi an dieser WM nicht schlecht gespielt. Aber bester Spieler der WM? Diese Wahl der FIFA konnte man dann doch nicht so recht nachvollziehen. Nach Meinung der Bluewin-User hätten beispielsweise Arjen Robben, James Rodriguez oder Thomas Müller die Ehre mehr verdient. 

Die Kritik am Weltfussballverband liess deshalb wieder einmal nicht lange auf sich warten. Dennoch verzichtete man Vorderhand auf eine Begründung der Wahl und liess die Anschuldigungen, es wäre eine rein marketingtechische Entscheidung im Raum stehen.

Jetzt aber folgt von Seiten der technischen Analyse-Gruppe doch noch ein Statement, mit welchem man die Wahl begründet. Gerard Houllier gegenüber «ESPN»: «Ich verstehe, dass es überraschend war, weil jeder nur Messis Leistung in der zweiten Hälfte des Finales in Erinnerung hat. Wir, die Kommission, haben aber alle Spiele betrachtet, und entschieden, dass er der wichtigste Spieler seines Teams war. Er hat sein Team ins Finale geführt, das war eine wichtiger Grund für die Vergabe der Trophäe.»

Selbst Maradona zweifelt

Houlliert geht noch mehr ins Detail: «Ausserdem war Messi mehr als ausschlaggebend für eine erfolgreiche Vorrunde. Im Halbfinale gegen Holland hat er den ersten Elfmeter geschossen und sicher verwandelt. In die Analyse floss ebenfalls mit ein, dass er der Kapitän eines eingeschworenen Teams war. Ein Team, das zusammen sehr gut agiert hat. Das war etwas, das wir sehr lange nicht mehr bei einer argentinischen Mannschaft gesehen haben. Er war der Wegbereiter für ein gutes Turnier der Argentinier. Für mich hat er den 'Goldenen Ball' zurecht bekommen.»

Ob die Kritiker das so gelten lassen? Auf jeden Fall hat sogar Messis Landsmann Diego Maradona die Wahl angezweifelt. Auch für ihn ist alles nur ein durchdachter Marketingplan. Und auch Sepp Blatter war etwas überrascht. Die interne Kommunikation bei der FIFA scheint da nicht immer einwandfrei zu funktionieren.

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