21.04.2017 - 13:10, jar

FCB plant Mega-Party für 20. Meistertitel – Die Fans reagieren frustriert

Dem FC Basel ist der achte Meistertitel in Serie kaum mehr zu nehmen.
Bild: Keystone

 

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Acht Runden sind noch zu spielen. In Basel plant man aber schon jetzt die Meisterfeier. Es wird die 20. der Vereinsgeschichte sein – und soll eine besondere werden.



Arrogant ist es nicht, wenn der FC Basel seine Meisterfeier schon im April plant und er noch gar nicht sicher als Champion feststeht. Der Vorsprung auf die Konkurrenz ist schlicht zu gross. Bereits an diesem Wochenende könnten die Bebbi «Sofa-Meister» werden. Wenn man am Samstag Vaduz schlägt und YB am Sonntag, dem 23. April, zuhause gegen Lugano nicht gewinnt.

Es wäre der früheste Meistertitel in der Vereinsgeschichte. Den Rekord hält noch immer Christian Gross, der den Titel im Jahr 2002 am 24. April nach 22 Jahren wieder ans Rheinknie holte. Letzte Saison wurden die Champagner am 30. April geköpft.

Ob bereits am Sonntag oder ein, zwei Wochen später: Gefeiert wird in Basel sowieso. Und das im grossen Stil. Schliesslich ist es nicht nur die achte Meisterschaft in Serie, sondern auch ein Jubiläumstitel. Der FCB wird zum 20. Mal Meister. Der Abstand zu Rekordmeister GC (27 Titel) wird immer kleiner.

Geplantes Stadtfest frustriert die Fans

Für diesen Titel soll die gewohnte Feier auf dem Barfüsserplatz nicht mehr ausreichen, man plant ein grosses Stadtfest. Am Pfingstsamstag, 3. Juni, am Tag nach dem letzten Saisonspiel gegen St. Gallen, wird der Meisterpokal durch die Basler Innenstadt getragen. Damit will der FCB bewirken, dass für einmal auch Familien und Kinder an der Meisterfeier teilnehmen können.

Auf eine spontane Vor-Meisterfeier wird verzichtet. «Der FCB hat nach Rücksprache mit Vertretern von Fans und Anhängern entschieden, dass die Mannschaft an einem spielfreien Tag nicht öffentlich auftritt – auch nicht an einer allfälligen ‹spontanen Meisterfeier›», schreiben die Basler auf ihrer Webseite.

Viele Fans kritisieren auf Facebook das Vorhaben des Vereins. Die Rede ist immer wieder von einer «Feier für Mode-Fans». «Ein geplantes Fest am Tag danach? Freue mich jetzt schon auf eine Feier ohne Emotionen», schreibt einer. «Das letzte Spiel ist an einem Freitagabend. Da könnten ja alle kommen und die Stimmung miterleben», so ein anderer.

Es ist davon auszugehen, dass die Muttenzerkurve den Titel – ob mit oder ohne Mannschaft – feiern wird, sobald er den Bebbi nicht mehr zu nehmen ist. Abklärungen dafür wurden offenbar schon getroffen. «Bei einer spontanen Meisterfeier handelt es sich um eine spontane Feier ohne konkreten Veranstalter oder Organisator, die von der Polizei toleriert wird», wird der Mediensprecher der Basler Polizei Martin Schütz auf «barfi.ch» zitiert.

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