16.06.2017 - 09:00, dpa/jar

Confed Cup 2017: Die Hauptprobe für die WM in Russland

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Am Samstag beginnt der Confederations Cup in Russland. Er könnte der letzte seiner Art sein. Neue Regeln wie zum Beispiel längere Nachspielzeiten verleihen dem Turnier zusätzlichen Testcharakter. Was müssen Sie vor Turnierstart alles wissen? Ein Überblick.



Die Teilnehmer

Seit die FIFA 1997 die Organisation des Turniers übernahm, wird mit acht Teams gespielt. Startberechtigt sind neben dem Gastgeber (Russland) und dem amtierenden Weltmeister (Deutschland) die sechs Gewinner der Kontinentalturniere der sechs FIFA-Konföderationen: Portugal für Europa, Chile für Südamerika, Mexiko für Nord- und Mittelamerika, Kamerun für Afrika, Australien für Asien und Neuseeland für Ozeanien. Nach zuletzt drei Siegen in Serie fehlt Brasilien in diesem Jahr.

Bluewin stellt die Teilnehmer vor und wagt eine Prognose. Hier erfahren Sie mehr.

Der ehemalige FIFA-Boss Joseph Blatter nannte den Confed Cup gerne das Turnier der Champions. Zuvor hatte 1992 und 1995 zwei Mal der sogenannter König Fahd-Pokal in Saudi-Arabien stattgefunden. Seit der Auflage 2005 in Deutschland wird der Confed Cup im Vierjahresrhythmus ausgetragen – immer im Gastgeberland der folgenden WM.

Die besten Bilder im Vorfeld des Confed Cups 2017

  • Soccer Confed Cup Mexico New Zealand
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  • Soccer Confed Cup Mexico New Zealand
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Der Modus

Nach dem vieldiskutierten EM-Wirrwarr mit 24 Teilnehmern bringt der Confed Cup eine Erleichterung für alle Fussball-Romantiker, die es leicht und übersichtlich mögen. Die acht Teams spielen in zwei Gruppen mit je vier Teams jeder gegen jeden. Die ersten und zweiten jeder Gruppe kommen ins Halbfinale und spielen über Kreuz die Endspielteilnehmer aus. 

Gastgeber Russland eröffnet den Confed Cup am Samstag um 17.00 Uhr (Schweizer Zeit) mit dem Startspiel gegen Neuseeland. Hier sehen Sie alle Spiele im Überblick.

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Die Gruppeneinteilung am Confed Cup.
Bild: Wikipedia

Massgeblich für die Platzierung ist bei Punktgleichheit zunächst das Torverhältnis und nicht der direkte Vergleich. Die Sieger der Halbfinals bestreiten das Finale am 2. Juli in St. Petersburg. Die Verlierer ermitteln am gleichen Tag zuvor in Moskau den Drittplatzierten.

Die neuen Regeln

Nicht nur für die Teams soll der Confed Cup Spielraum für Tests bieten, sondern auch für die FIFA selbst. So wird zum Beispiel der Videobeweis ein weiteres Mal geprüft (Video am Anfang des Artikels).

Doch das ist nicht die einzige Regelerneuerung, die Fans und Spieler erwartet: Im Falle einer Verlängerung ist es Teams mögich, einen vierten Spieler einzuwechseln. Zudem wird man bei den Spielen mehr Nachspielzeit sehen als gewohnt. Die FIFA will die Netto-Spielzeit erhöhen und damit dem Zeitspiel den Kampf ansagen.

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Am Confed Cup werden wir vermutlich mehr Nachspielzeit sehen als gewohnt.
Bild: Getty Images

Die Spielorte

Vier von elf russischen WM-Spielorten wurden für den Confed Cup ausgewählt. Im Gegensatz zur WM ist diesmal nicht Moskau sondern St. Petersburg das Herzstück, da in der Hauptstadt das Luschnikistadion noch nicht fertig renoviert ist. In der Krestowski Arena im Norden der ehemaligen Zarenstadt finden unter anderem Eröffnungsspiel und Finale statt.

In Moskau wird nun in der kleineren Spartak-Arena gespielt. Die weiteren Partien finden in Kasan und Sotschi statt. Dort gibt es durch den Spitzenclub Rubin Kasan und die Winterspiele von 2014 schon adäquate Infrastruktur.

Der Fluch

Es mutet paradox an, aber noch nie konnte ein amtierender Confed-Cup-Sieger auch die folgende WM gewinnen. Gleich vier Mal erwischte dieses Schicksal Rekordsieger Brasilien, der 1997, 2005, 2009 und 2013 das Konföderationen-Turnier gewann, ein Jahr später aber immer scheiterte.

Der letzte Confed Cup?

Momentan spricht viel dafür, dass der Confed Cup in Russland der letzte seiner Art ist. Im permanenten Expansionsstreben muss FIFA-Chef Gianni Infantino Konzessionen an Clubs und Ligen machen. Dem könnte der Konföderationen-Pokal zum Opfer fallen. 2021 ist zum Sommertermin im heissen Katar eh kein Turnier möglich. Den Testlauf wie die WM in den Winter zu verlegen, würde massive Proteste aus Europas Profi-Fussball provozieren.

Für 2026 ist schon eine andere Form angedacht. Dann sollen die transkontinentalen Playoffs für die Mammut-WM mit 48 Teams im November 2025 im künftigen WM-Gastgeberland stattfinden – einen Confed Cup bräuchte es nicht mehr.

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