15.06.2017 - 10:30, jar

Ricky van Wolfswinkel: Der neue FCB-Torjäger und seine Achterbahn-Karriere

Neu in rot und blau: Ricky van Wolfswinkel.
Bild: Twitter

 

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Lange wurde spekuliert, jetzt ist es offiziell: Der FC Basel holt Ricky van Wolfswinkel. Doch wer ist der 28-jährige Stürmer, der Marc Janko (und Seydou Doumbia?) ersetzen soll?



5 Millionen Euro lässt sich der FCB Ricky van Wolfswinkel kosten. Damit löst der Holländer César Carignano, der vor 13 Jahren für 4,7 Mio. ans Rheinknie wechselte, als teuersten Neuzugang der Basler Vereinsgeschichte ab. Es ist sowas wie ein erster Transfercoup des neuen FCB-Sportchefs Marco Streller. Van Wolfswinkel, der für drei Jahre unterschreibt, ist im europäischen Fussball alles andere als ein Unbekannter. 

Bei Vitesse Arnheim lanciert der Schwiegersohn der holländischen Fussballlegende Johan Neeskens seine Karriere. In der Saison 2008/09 gelingt ihm da der Durchbruch. Halb Europa macht Jagd auf den jungen Stürmer. Sogar Barcelona soll Van Wolfswinkel auf dem Zettel haben. Es zieht ihn aber zum FC Utrecht, den er in seiner ersten Saison in die Europa League schiesst.

Als 19-Jähriger ist er bereits Stammspieler, schiesst in 32 Spielen 8 Tore. In Holland sprechen sie schon vom neuen Van Basten. Wegen seiner Torgefährlichkeit, Technik und Statur. In der Folgesaison kann er seine Torausbeute gar verdoppeln.

Im August 2010 wird Van Wolfswinkel, damals 21-jährig, erstmals für die holländische Nationalmannschaft aufgeboten. Die Oranje war damals nicht etwa ein Team, das die EM verpasst. Sondern ein Team, das einen Monat zuvor noch im WM-Final stand.

Es folgt der Wechsel zu Sporting Lissabon, sein Marktwert steigt auf 9 Millionen Euro. In 88 Partien schiesst Van Wolfswinkel in Portugal 45 Tore, er wird im Juni 2013 zum zweiten und bis heute letzten Mal für die Oranje aufgeboten. Und weckt das Interesse aus der Premier League.

2013 wechselt er für 10 Millionen zu Norwich City. Van Wolfswinkel ahnt damals noch nicht, dass dies das Ende seines steilen Aufstiegs ist. Ein mageres Törchen gelingt dem Holländer in 27 Partien auf der Insel. Norwich steigt ab – und hat für Van Wolfswinkel keine Verwendung mehr. Es folgen Leihgeschäfte mit Saint-Étienne und Betis Sevilla. Doch weder in Frankreich noch in Spanien vermag er zu überzeugen.

Neuer Anlauf beim Stammklub

Deshalb wagt der Torjäger im vergangenen Sommer einen Neuanfang und kehrt (für 600'000 Euro) zum Klub zurück, wo alles anfing: Vitesse Arnheim. Van Wolfswinkel blüht wieder auf, erzielt in 32 Ligaspielen 20 Tore und ist damit zweitbester Torschütze in Hollands Eredivisie – und entscheidet den Cupfinal mit einem Doppelpack beim 2:0 gegen Alkmaar.

Heute ist Van Wolfswinkel 28 und wechselt mit grossem Selbstvertrauen und einem Rucksack voller Erfahrungen in die Schweiz, wo er sich mit der Champions League den nächsten Traum erfüllt. Marco Streller ist schon jetzt begeistert: «Man sieht einfach die unglaubliche Qualität, die er mitbringt. Ich freue mich wirklich sehr, dass er bei uns unterschrieben hat».

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