12.09.2017 - 16:00, mar

Ancelotti platzt der Kragen: «Ich bin nicht dumm!»

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Carlo Ancelotti muss sich momentan gegen alle möglichen Kritiker zur Wehr setzen.
Bild: Getty Images

 

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Seit der Niederlage gegen Hoffenheim hat sich in München die Situation verschärft. Trainer Carlo Ancelotti wird es allmählich zu bunt.



Diskussionen um Thomas Müller, über die Aufstellung und verpasste Transfers: Die Liste der Kritikpunkte beim FC Bayern wird praktisch täglich länger. Die Zahl der Nörgler wächst und Carlo Ancelotti ist bei diesen Debatten der Leidtragende, egal ob nun Lothar Matthäus oder Paul Breitner gerade über den Italiener herziehen.

Doch jetzt wird es sogar dem sonst eher besonnenen Ancelotti zuviel. In einem Interview mit «Sky» macht er klar: «Die Kritik ist zu viel. Ich bin es gewohnt, kritisiert zu werden, aber um ehrlich zu sein, es ist zu viel. Ich bin nicht von gestern. Viele Leute sprechen über Strategie, Taktik und Position der Spieler. Es ist zu viel. Fussball ist einfacher.»

Berechtigte Kritik oder nicht?

Die Meinungen der sogenannten Experten kann Ancelotti teilweise nicht nachvollziehen. So auch im Fall von Thomas Müller, den er zuletzt gegen Bremen auf der Bank liess. Es folgten Vorwürfe, warum er Müller denn nicht auf dem Flügel eingesetzt habe. Und das gleich mehrfach. Ancelottis Antwort: «Müller findet auf dem Platz immer die richtige Position. Ich habe ihn noch nie als rechten Flügelspieler eingesetzt, weil ich nicht dumm bin. Ich weiss, dass er kein Flügelspieler ist. Er unterscheidet sich von Robben, Ribéry oder Kingsley. Er ist ein fantastischer Spieler zwischen den Räumen.»

Heute Abend gilt es für den Rekordmeister auch in der Champions League wieder ernst. Gegen Anderlecht (ab 20:45 Uhr) wäre alles andere als ein Sieg eine Blamage und würde den Druck auf Ancelotti mit Bestimmtheit verstärken. Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann wäre es wohl noch so recht, nach seinem offenen Bekenntnis, dass er gerne der nächste Bayern-Coach werden würde.

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