13.09.2017 - 12:03, Ein Kommentar von Patrick Lämmle

Viel Lärm um nichts: Das inszenierte Bayern-Theater

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In Deutschland ist die Meisterschaft in den letzten Jahren zu einer Bayern-Show verkommen. Die Frage war nicht, ob Bayern Meister wird, sondern wieviele Spieltage vor Schluss. Neutrale Fans und Medien wünschen sich mehr Spannung. Diese wird zurzeit gerade künstlich erzeugt.



Lewandowski, der sich in einem Interview nach einer Niederlage unglücklich ausdrückt, Ribéry der nach seiner Auswechslung das T-Shirt wütend irgendwo hinschmeisst, das alles sind offenbar grosse Skandale. Aber mal ehrlich, ist das alles wirklich so schlimm? Oder bauschen nicht viel eher die Medien das Ganze mit ihrer Berichterstattung auf? 

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Schon vor der Saison wurden die Bayern schlechtgeredet, was mit den schwachen Resultaten in der Vorbereitung zu tun hatte. Doch dann kam das erste Pflichtspiel, der Supercup gegen Dortmund. Und schon hatte Bayern den ersten Titel der Saison im Sack. Auch zum Saisonauftakt gewann das Team von Carlo Ancelotti gegen Leverkusen souverän mit 3:1, gefolgt von einem 2:0 gegen Werder Bremen, dem viertbesten Team der vergangenen Rückrunde. Dann die 0:2-Pleite bei Hoffenheim und schon brennt es lichterloh – zumindest lassen uns das die Medien glauben.

In der Champions League zeigt Bayern eine Reaktion, gewinnt gegen Anderlecht locker mit 3:0. Doch auch dieser Sieg wird kleingeredet und man sucht lieber nach dem Haar in der Suppe. Und es ist schnell gefunden: Aus Ribérys Trikotwurf nach seiner Auswechslung wird ein Ausraster. Klar, Ribéry handelt nicht vorbildlich und musste sich deshalb auch schon etwas anhören vom Trainer («kein Verständnis für diese Reaktion») und von Sportdirektor Hasan Salihamidzic («das geht gar nicht und ist nicht Bayern-like»). Damit dürfte die Sache aber auch gegessen sein.  

Fazit: Wenn man die Schlagzeilen rund um Bayern München liest, dann macht es den Anschein, dass der Klub komplett neben der Spur ist. Dem ist aber nicht so, denn sportlich läuft es den Bayern gar nicht schlecht. Vier Siege aus fünf Pflichtspielen, das zeugt nicht von einer Mega-Krise. Teamintern mag es einige Baustellen und unzufriedene Spieler geben, das ist aber bei Topteams immer eine Gefahr, weil gezwungenermassen nicht alle Stars zum Zug kommen. Spätestens am 27. September könnten die Bayern mit einem Sieg auswärts bei PSG alle Kritiker verstummen lassen. 

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