Einblick in Podcast«Ich weiss nicht, wie man einen Flug selber bucht», sagt Fussball-Star Toni Kroos
Sven Ziegler
24.11.2025
Toni Kroosweiss nicht, wie man einen Flug bucht.
Fabian Strauch/dpa
Im Podcast mit seinem Bruder gibt Toni Kroos selten ehrliche Einblicke ins Leben eines Fussballstars. Der Weltmeister erzählt, wie wenig er im Alltag selbst erledigt – und warum ihm das inzwischen unangenehm ist.
Toni Kroos hat in seiner Karriere nahezu jeden Titel gewonnen, den es im Clubfussball gibt. Zehn Jahre bei Real Madrid, sechs Champions-League-Triumphe, die WM 2014 – sportlich gehört der 35-Jährige zur absoluten Weltelite. Im Alltag hingegen bewegt sich der langjährige Nationalspieler, wie er selbst sagt, nicht immer auf Profi-Niveau.
In seinem Podcast «Einfach mal Luppen», den Kroos gemeinsam mit seinem Bruder Felix betreibt, sprach der Mittelfeldspieler ungewohnt offen über die Bequemlichkeiten seines Lebens – und darüber, wie wenig er manche alltäglichen Dinge je selbst erledigt hat. «Was Reisen angeht, bediene ich komplett das Klischee vom Profifussballer», sagt er. «Ich habe mir noch nie einen Flug selbst gebucht und wüsste nicht, wie das geht.»
«Ich sitze zu Hause und sage: Das ist gut, das ist nicht gut. Den Rest erledigt meine Frau»
Toni Kroos
Fussballer
Für private Ferien habe er stets jemanden, der die Organisation übernehme. Er selbst gebe dann lediglich Feedback: «Ich sitze zu Hause und sage: Das ist gut, das ist nicht gut – schlag mal etwas anderes vor.» Den Rest erledige seine Frau Jessica.
Kroos distanziert sich von anderen Fällen
Kroos beschreibt im Podcast auch eine Seite, die ihn selbst irritiert. Im Urlaub sei er eher derjenige, der sich beschwere, wenn der Fahrer nicht schon bereitstehe. «Wirklich unangenehm», sagt er. «Da wurde man anscheinend zu viele Jahre zu gut behandelt. Da habe ich kein Problem mit Selbstkritik.»
Sein Eingeständnis kommt zu einem Zeitpunkt, in dem ehemalige Profis immer wieder öffentlich über Schwierigkeiten nach der Karriere sprechen. Kroos distanziert sich im Podcast denn auch deutlich von Fällen wie jenem des früheren Nationaltorhüters Eike Immel, der selbst von mangelnder Alltagskompetenz berichtete – doch die Parallelen im Grundproblem erkennt er: Ein Leben im Spitzensport führt zu einem Alltag, der vieles ausblendet.