Wenige Monate vor der Fussball-WM 2026 erhöht Donald Trump den Druck auf US-Gastgeberstädte: Wegen angeblicher Kriminalität stellt er ihnen den Entzug von Spielen in Aussicht – erneut.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Fans mit WM-Tickets bekommen bevorzugte US-Visa-Termine.
- Das Ticket ersetzt kein Visum, beschleunigt aber die Terminvergabe.
- Trump lobt die WM und droht unsicheren Städten mit dem Entzug von Spielen.
Fans mit Tickets für die Fussball-WM im kommenden Sommer sollen bei Terminen für US-Visa bevorzugt behandelt werden. US-Präsident Donald Trump gab den sogenannten «Fifa-Pass» nach einem Treffen der Task Force für die WM 2026 im Weissen Haus bekannt. «Wenn Sie ein Ticket für die WM haben, können Sie bevorzugt einen Termin kriegen, um ihr Visum zu bekommen», sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino.
US-Aussenminister Marco Rubio sagte: «Unser Rat ist: Wenn Sie ein Ticket haben für eines der Spiele, bewerben Sie sich um einen Termin so schnell wie möglich und warten Sie nicht bis zur letzten Minute. Das Ticket ist kein Visum, es garantiert keinen Einlass in die USA. Aber es garantiert Ihnen einen beschleunigten Termin.» Der Überprüfungs-Prozess sei derselbe wie immer. «Der Unterschied ist, dass Sie in der Schlange weiter nach vorne kommen.»
Trump: Manche Spiele bei der WM grösser als Super Bowl
Die USA sind im kommenden Sommer gemeinsam mit Mexiko und Kanada Gastgeber der grössten Fussball-WM der Geschichte mit 48 teilnehmenden Ländern. Am 5. Dezember findet in der US-Hauptstadt Washington die Auslosung statt.
Trump betonte den grossen wirtschaftlichen Nutzen der WM und versprach die beste Ausgabe der Geschichte. «Das ist wie viele Super Bowls. Viele Spiele sind fast wie Super Bowls. Man könnte sogar sagen, manche davon sind grösser als Super Bowls», sagte der US-Präsident.
Trump droht Seattle und LA erneut mit Entzug von WM-Spielen
Der 79-Jährige drohte erneut damit, Gastgeberstädten ihre Spiele entziehen zu wollen, sollte es nicht sicher sein – und nannte in diesem Zusammenhang Seattle und Los Angeles. Auf die Frage, wann eine Verlegung in eine andere Stadt spätestens passieren müsste, ging Trump nicht konkret ein. Der Republikaner behauptet seit Monaten, die Kriminalität in einigen US-Städten sei ausser Kontrolle und könne nur mit seiner Hilfe in den Griff bekommen werden. Kriminalitätsstatistiken decken diese Behauptungen nicht.