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Jetzt meldenAuf Thomas Tuchel prasselt in England reichlich Kritik ein. Nun äussert sich auch noch der US-Präsident über die Niederlage im WM-Halbfinale.
Selbst Donald Trump hat sich in die Liste der Kritiker von Thomas Tuchels Taktik im verlorenen WM-Halbfinale Englands eingereiht. Der US-Präsident schwärmte beim FIFA-Empfang in New York über Bayern-Stürmer Harry Kane – und wunderte sich über dessen Rolle beim 1:2 gegen Argentinien. «Sie haben geführt und dann ihren besten Spieler in die Defensive gestellt», sagte Trump an der Seite von Weltverbandschef Gianni Infantino.
Tuchel steht in England massiv in der öffentlichen Kritik von Medien und Experten. Ihm wird vorgeworfen, nach der Führung für England das Team zu weit zurückgezogen und nur noch auf Verteidigung gesetzt zu haben. «Was weiss ich schon vom Coachen? Aber das war etwas ungewöhnlich», sagte Trump und meinte mit Blick auf Kane: «Ich denke, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht haben, als sie ihn zu einem Defensivspieler gemacht haben.»
🚨🚨🎙️| Donald Trump on Harry Kane and Thomas Tuchel’s defensive approach:pic.twitter.com/RuVGAK2lHa
— CentreGoals. (@centregoals) July 17, 2026
Tuchel selbst wurde wenig später bei der Pressekonferenz vor dem Spiel um Platz drei gegen Frankreich am Samstag (23.00 Uhr Schweizer Zeit) in Miami Gardens auf die Aussagen Trumps angesprochen. Ob der Journalist nun den US-Präsidenten als Zeugen verwenden würde, gab der frühere Bundesligatrainer zunächst zurück.
«Wir haben im tiefen Block verteidigt. So macht man das», erklärte Tuchel die taktische Rolle von Kapitän Kane. «Das hat er auch schon in der ersten Halbzeit gemacht. Der Unterschied ist, dass er danach rausgestossen ist und wir die Lücken gefunden haben.»
Tuchel kontert die Kritik: «Wenn wir morgen gewinnen, ist es das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren. Es ist alles eine Frage der Perspektive», meinte der Schwabe.
Tuchel räumte ein, dass England zu Frankreich und den Finalisten Spanien und Argentinien Nachholbedarf habe. «Die Lücke ergibt sich durch die Titel. Das haben sie sich über Jahre aufgebaut. Aber es ist möglich, sie zu schliessen.»