Verlierer der Corona-Krise: Neymar und Mbappé sind nun ein Fünftel billiger

SB10

2.6.2020 - 10:17

Neymar und Kylian Mbappé dürften keine Freude haben an den jüngsten Entwicklungen. 
Bild: Getty

Die Finanzexperten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG haben errechnet, dass sich die Marktwerte der Spieler in der Corona-Krise sehr unterschiedlich entwickelt haben.

KPMG hat eine Studie über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Marktwert von Fussballspielern durchgeführt. Dabei hat man zwei Szenarien untersucht: Spieler in Ligen, die ihre Tätigkeit eingestellt haben (Belgien, Schottland und Frankreich), sowie Spieler in Ligen, die bereits wieder spielen oder planen, die Saison wieder aufzunehmen (Italien, Spanien, England und Deutschland).

Der Wert jedes einzelnen Spielers sinkt in den abgebrochenen Ligen um 26,5 Prozent, während in Ländern, in denen die Saison regulär beendet wird, «nur» von einem Marktwertverlust von 17,7 Prozent ausgegangen wird.

So ist zwar Kylian Mbappé immer noch der wertvollste Fussballer der Welt, sein Marktwert ist aber von 225 Millionen Euro auf 177 Millionen geschrumpft, da man in der Ligue 1 den Stecker zog.

Die Pandemie hat also innert kürzester Zeit – zumindest buchhalterisch gesprochen – bei Mbappé 48 Millionen Euro vernichtet. Zudem wird erwartet, dass der französische Weltmeister im Sommer noch billiger wird, da die Laufzeit seines Vertrags bei PSG dann nur noch ein Jahr beträgt. Der Stürmer liebäugelt mit einem Transfer zu Real Madrid. Die Königlichen dürfen also auf einen netten Rabatt für den 21-Jährigen hoffen, falls sie ihn sich schon in diesem Sommer sichern wollen.

Krise trifft Spieler unterschiedlich

Bei einer Saisonfortsetzung wäre der Marktwertverlust von Mbappé laut KPMG deutlich geringer ausgefallen (188 statt 177 Millionen Euro; also 11 Millionen Euro Unterschied). Auch der Marktwert seines Teamkollegen Neymar ist von 175 auf 137 Millionen Euro geschrumpft. Bei einer Liga-Fortsetzung wäre sein aktueller Marktwert bei 149 Millionen Euro.

Am schlimmsten trifft es aber Spieler, die schon älter sind und nur noch über eine kurze Vertragsdauer verfügen. Zu den Pechvögeln in der Buchhaltung gehört daher auch etwa Lionel Messi. Einerseits läuft sein Kontrakt bei Barcelona im Sommer 2021 aus, andererseits wird der argentinische Superstar in drei Wochen 33-jährig.

So lag sein Marktwert vor der Corona-Krise wie bei Neymar bei 175 Millionen Euro. Bei einer Wiederaufnahme der LaLiga wird der sechsfache Weltfussballer noch 134 Millionen Euro wert sein – ein Marktwertverlust von 23,2 Prozent. Immerhin hat er durch die Saisonfortsetzung noch den Fall etwas mildern können. Wäre Messi in Frankreich engagiert gewesen, wäre sein Marktwertverlust sogar auf 27,5 Prozent angestiegen (127 Millionen Euro).

Die Marktentwicklung bei den 20 wertvollsten Spielern.
Bild: Screenshot footballbenchmark
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