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«Vielleicht sind wir nicht so weit, wie wir gemeint haben»
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Xhaka hofft auf positiven Schock

«Vielleicht sind wir nicht so weit, wie wir gemeint haben»

01:20

Granit Xhaka (33) läuft auch nach dem Spiel noch heiss. Was er im Gespräch mit den Journalisten sagte – was ihm fehlte und was er nun vom Team fordert.

Andreas Böni

Andreas Böni

14.06.2026, 04:12•14.06.2026, 09:11

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Schweiz startet mit einem 1:1 gegen Katar in die WM.
  • Nach der Partie steht Nati-Captain Granit Xhaka in der Mixed Zone Red und Antwort.
  • Für den 33-Jährigen ist klar: «Die Performance war nicht gut genug, um zu gewinnen.»
  • Der Hitze will Xhaka keine Mitschuld geben, stattdessen ginge es nun darum, die Hände abzuwischen und die Lehren zu ziehen für das nächste Spiel gegen Bosnien-Herzegowina.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Der Captain spricht Klartext. Erst bemängelte er im SRF-Interview die Disziplin, danach legte er im Gespräch mit den Journalisten in der Mixed Zone nach. Das aufgezeichnete Interview mit den Schweizer und internationalen Journalisten.

Granit, wie schlecht fühlt sich dieses Resultat an?

Wir sind nicht zufrieden, wir haben es uns anders vorgestellt. Aber im Fussball gibt es immer schöne und negative Seiten. Das war jetzt so und in der Vergangenheit und wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Wenn man die Tore nicht macht, dann kriegt man sie. Schade, aber wir schauen vorwärts.

Teaser image

Fehlende Disziplin nach Einwechslungen?

Xhaka stinksauer: «Man muss auch einfach mal das machen, was der Trainer verlangt»

War die Hitze mitschuld?

Nein.

Was ist in der zweiten Halbzeit passiert? Ihr wart ja sehr dominant in der ersten. Hatte sich der Gegner eingestellt?

Die erste Halbzeit war sehr gut, wir haben Chancen kreiert. In der zweiten haben wir nicht mehr den Groove gefunden, der uns in der ersten stark gemacht hat. Nicht so viel Disziplin auf verschiedenen Positionen gehabt. Und wenn man keine Disziplin auf dem Platz hat, dann kann man auch Katar nicht schlagen.

Die Nati haderte gegen Katar vor allem mit der Chancenverwertung.

Die Nati haderte gegen Katar vor allem mit der Chancenverwertung.

KEYSTONE

Das erste Spiel ist immer sehr wichtig. Müsst ihr etwas ändern? Und wenn ja, was?

Viele Sachen. Erstmal müssen wir mit beiden Beinen auf den Boden kommen. Merken, dass wir vielleicht nicht so weit sind, wie wir vor dem Turnier gemeint haben. Ich glaube, das Ergebnis tut uns gut als Mannschaft, damit wir sehen, wo wir stehen. Und dass wir sehen, dass wir mehr machen müssen, als wir denken.

Wart ihr nicht mit der richtigen Einstellung auf dem Platz?

Nein. Das hat nichts mit der Einstellung zu tun. Wir hatten in der ersten Halbzeit guten Fussball gespielt, Chancen kreiert. Wenn wir die machen, spricht keiner mehr von diesem Spiel. Der Torwart von Katar hat ein Weltklasse-Spiel gemacht. Es gehört im Fussball auch dazu, dass man Katar Respekt zollt. Sie haben es in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht. Und haben auf den Lucky Punch gewartet und ihn auch bekommen.

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Hat sich der Nati-Trainer vercoacht?

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Hätten Sie vor dem Spiel so ein Resultat für möglich gehalten?

Im Fussball ist alles möglich.

Fühlt es sich wie eine Niederlage an?

Jedes Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an. Die Performance war nicht gut genug, um zu gewinnen.

Werdet ihr zurückschlagen im nächsten Spiel gegen Bosnien-Herzegowina?

Wir müssen. Wir können uns jetzt erholen, die Hände abwischen und die Lehren ziehen. 

Wie haben Sie die Fans hier in den USA empfunden?

Es war sehr gut, danke an alle, die heute ins Stadion kamen. Ehrlich gesagt dachte ich nicht, dass so viele da sein werden. Es zeigt, dass das Land den Fussball liebt, und wir haben versucht, ihnen Entertainment zu zeigen. Hoffentlich können wir es das nächste Mal ein wenig besser zeigen. Manchmal sind aber Resultate gut für den Kopf, um wieder in der Realität anzukommen.

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