Fehler gefunden?
Jetzt melden
Hier trifft Jude Bellingham zum zwischenzeitlichen 1:1.
AP
Kurz vor dem Pausenpfiff gleicht Jude Bellingham den WM-Viertelfinal zum 1:1 aus. Die Norweger beschweren sich beim Schiedsrichter, weil der Ball in der Entstehung das Kabel der Sky-Cam berührt haben soll. Doch der Treffer zählt.
Die TV-Aufnahmen lassen erahnen, dass Norwegen-Goalie Ørjan Nyland mit seinem Abstoss kurz vor der Pause ein Kabel der schwebenden Kamera in der Luft abgeschossen hat. So scheint der Ball viel weniger weit als erwartet geflogen zu sein und kommt direkt bei England-Mittelfeldspieler Elliot Anderson herunter.
Anderson macht das Spiel schnell, lanciert Gordon, der Bellingham in Szene setzt – und 13 Sekunden nach Nylands Abstoss liegt der Ball hinter ihm im Netz. Die Norweger beschweren sich bei den Unparteiischen, doch weder Schiedsrichter Clement Turpin noch der VAR greifen ein. Der Treffer zählt.
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.
Laut dem ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Mark Clattenburg hätte der VAR die Szene überprüfen müssen. «Wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört, muss das Spiel unterbrochen werden», sagt der 51-jährige Engländer beim US-TV-Sender Fox. Laut Regelwerk hätte das Spiel unterbrochen und mit einem Schiedsrichterball fortgeführt werden müssen, sofern eine Berührung mit dem Kabel stattgefunden hat.
Die FIFA dementiert dies allerdings. Die Daten würden nicht belegen, dass der Ball vor dem Bellingham-Treffer das in der Luft gespannte Kamerakabel berührt und dadurch seine Flugrichtung verändert hätte, teilt die FIFA bei X mit. Der Sensor im Ball, der zum Beispiel auch bei der Bewertung möglicher Handspiele helfen soll, habe keinen Ausschlag angezeigt.
Am Ende setzt sich England dank eines weiteren Bellingham-Treffers in der Verlängerung mit 2:1 durch und steht im Halbfinal.