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Jetzt meldenTrainer Roy Hodgson wollte Andy Egli 1994 im dritten WM-Gruppenspiel gegen Kolumbien von Anfang an bringen. Egli sagte: «Nein danke, Roy.» Hier erklärt er, wieso das so war und welche Rolle der Italiener Roberto Baggio dabei spielte.
«Ich habe eigentlich alle Mühen auf mich genommen, um an dem Turnier in den USA dabei sein zu können, da ich zwei schwere Kreuzbandverletzungen hatte», erzählt Andy Egli. «Ich habe alles gemacht, um fit zu werden, um einmal in meiner Karriere ein WM-Turnier erleben zu können.»
Dennoch kam der fünffache Schweizer Meister beim Turnier in den USA nicht zum Einsatz. Das, obwohl der damalige Nati-Coach Roy Hodgson ihn nach dem bereits feststehenden Weiterkommen im dritten Gruppenspiel gegen Kolumbien einsetzen wollte. Doch Egli lehnte seine Einwechslung ab. Er sagte damals zu Hodgson: «Danke vielmals für dein Vertrauen, aber Dominique Herr ist einfach besser als ich und voll in diese Mannschaft integriert.»
Trotz des Aufwands, den der 77-fache Nationalspieler auf sich nahm, um am Turnier dabei zu sein, kam er nach der Vorbereitung auf die WM zu einer wichtigen Erkenntnis. In einem der letzten Testspiele vor dem Turnier in den USA gegen Italien durfte Egli auflaufen. Dabei wurde er von Roberto Baggio «so durch den Kakao gezogen», dass er sich eingestehen musste: «Ich bin zwar wieder fit, aber auf dem höchsten Niveau reicht es einfach nicht mehr».
Zusammen mit Roger Wehrli, Heinz Lüdi und Charly In-Albon bildete er in den 80er-Jahren unter Nati-Coach Paul Wolfisberg die sogenannte «Abbruch GmbH»: «Es kam einfach niemand an uns vorbei», resümiert er.
Doch Abbruch bedeutete für Egli und Co. nicht etwa, dass der Gegenspieler mit unfairen Mitteln gestoppt wird. «Wir haben mit unseren taktischen und technischen Möglichkeiten verhindert, dass die Gegner an uns vorbeikommen.» Daher verbindet der 68-Jährige anders als Michi Wegmann, Leiter blue News Sport, und manch anderer mit dem Übernamen «Abbruch GmbH» auch heute noch positive Gedanken.