Wer wird Weltfussballer? Die elf Nominierten stehen – das sind unsere drei Favoriten

Von Jan Arnet

23.11.2021

Cristiano Ronaldo hat die Weltfussballer-Wahl schon fünf Mal für sich entschieden. In diesem Jahr ist er aber nur ein Aussenseiter.
Bild: Getty

Die FIFA gab am Montag die Kandidatenliste für die Weltfussballer-Wahl bekannt. Es gibt drei klare Favoriten – und die heissen weder Cristiano Ronaldo noch Lionel Messi.

Von Jan Arnet

23.11.2021

Am 17. Januar 2022 wird der neue Weltfussballer bei einer virtuellen TV-Show im Zürcher FIFA-Hauptquartier gekürt. Nun steht fest, welche elf Spieler auf der Kandidatenliste stehen. Bis am 10. Dezember wählen die Nationaltrainer und Captains der Nationalteams sowie Medienvertreter und Fans ihre Favoriten.

Weltfussballer-Wahl: Das sind die elf Kandidaten

  • Karim Benzema (Real Madrid)
  • Kevin De Bruyne (Manchester City)
  • Cristiano Ronaldo (Juventus Turin/Manchester United)
  • Erling Haaland (Borussia Dortmund)
  • Jorginho (FC Chelsea)
  • N’Golo Kanté (FC Chelsea)
  • Robert Lewandowski (FC Bayern)
  • Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain)
  • Lionel Messi (FC Barcelona/Paris St. Germain)
  • Neymar (Paris St. Germain)
  • Mohamed Salah (FC Liverpool)

Die Vorauswahl wurde von einer Experten-Jury getroffen. Grosse Namen sind dabei, doch eigentlich kann der Favoritenkreis nochmals verkleinert werden. Denn so richtig infrage kommen können eigentlich nur drei Spieler.

Das sind unsere drei Favoriten:

Robert Lewandowski – die Tormaschine

Sagenhafte 41 Tore schoss Lewandowski in der letzten Saison für Bayern München – damit knackte er die vermeintlich unerreichbare Marke von Gerd Müller aus der Saison 1971/72 (40 Tore). Und auch in dieser Spielzeit knipst der Pole munter weiter. In 18 Pflichtspielen hat er schon wieder 24 Mal eingenetzt. Lewandowski wurde bereits 2020 als Weltfussballer ausgezeichnet, seine Titelverteidigung würde nicht überraschen.

Robert Lewandowski ist der wohl gefährlichste Mittelstürmer Europas.
Bild: Keystone

Mohamed Salah – der Pharao von Liverpool

Für viele Experten und Fans ist der ehemalige Basel-Profi der aktuell beste Fussballer dieses Planeten. So auch für seinen Trainer Jürgen Klopp. «Wir müssen nicht über Ronaldo und Messi reden, was sie für den Weltfussball getan und wie sie ihn dominiert haben. Im Augenblick ist keiner besser als Salah», sagte der Liverpool-Coach kürzlich in einem «Sky»-Interview. Die Zahlen sprechen für sich: Salah hat in dieser Saison in 16 Pflichtspielen 16 Tore geschossen und 6 vorbereitet. Hätte er auch anfangs Jahr so geliefert wie in den letzten Wochen, wäre er wohl der ganz grosse Favorit auf die «The Best»-Trophäe.

Mohamed Salah befindet sich seit Monaten in Top-Form.
Bild: Keystone

Jorginho – der Titelhamsterer

Der Chelsea-Spielmacher schafft es nicht durch seine individuelle Klasse in diese Shortlist – auch wenn die selbstverständlich unbestritten ist. Doch Jorginho hat in diesem Jahr nun mal als einziger Spieler die zwei wichtigsten Titel im internationalen Fussball geholt und spielte dabei eine grosse Rolle. Mit Chelsea gewann er Ende Mai die Champions League und keine drei Monate später mit Italien den EM-Titel. Folgt jetzt der dritte grosse Triumph? Oder werden ihm letztlich die zwei verschossenen Penaltys in der WM-Quali gegen die Schweizer Nati zu Verhängnis, die den Italienern das direkte Ticket nach Katar kosteten?

LONDON, ENGLAND - JULY 11: (EDITORS NOTE: Image has been digitally retouched) Jorginho of Italy poses with The Henri Delaunay Trophy during an Italy Portrait Session following their side's victory in the UEFA Euro 2020 Championship Final between Italy and England at Wembley Stadium on July 11, 2021 in London, England. (Photo by Michael Regan - UEFA/UEFA via Getty Images)
Jorginho posiert mit dem EM-Pokal.
Bild: Getty
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Wer soll Weltfussballer werden?

Die weiteren Kategorien der FIFA-Wahl

FIFA-Welttrainer (Männer)

  • Antonio Conte (Inter Mailand/Tottenham Hotspur)
  • Hansi Flick (FC Bayern)
  • Pep Guardiola (Manchester City)
  • Roberto Mancini (Italien)
  • Lionel Scaloni (Argentinien)
  • Diego Simeone (Atlético Madrid)
  • Thomas Tuchel (FC Chelsea)

FIFA-Welttorhüter

  • Alisson Becker (FC Liverpool)
  • Gianluigi Donnarumma (AC Mailand/Paris St. Germain)
  • Édouard Mendy (FC Chelsea)
  • Manuel Neuer (FC Bayern)
  • Kasper Schmeichel (Leicester City FC)

FIFA-Weltfussballerin

  • Stina Blackstenius (Schweden/BK Häcken)
  • Aitana Bonmatí (Spanien/FC Barcelona)
  • Lucy Bronze (England/Manchester City WFC)
  • Magdalena Eriksson (Schweden/Chelsea FC Frauen)
  • Caroline Graham Hansen (Norwegen/FC Barcelona)
  • Pernille Harder (Dänemark/Chelsea FC Frauen)
  • Jennifer Hermoso (Spanien/FC Barcelona)
  • Ji Soyun (Korea Republik/Chelsea FC Frauen)
  • Sam Kerr (Australien/Chelsea FC Frauen)
  • Vivianne Miedema (Niederlande/Arsenal WFC)
  • Alexia Putellas (Spanien/FC Barcelona)
  • Christine Sinclair (Kanada/Portland Thorns FC)
  • Ellen White (England/Manchester City WFC)

FIFA-Welttrainerin

  • Ann-Katrin Berger (Deutschland/Chelsea FC Frauen)
  • Christiane Endler (Chile/PSG/Olympique Lyonnais)
  • Stephanie Lynn Marie Labbé (Kanada/FC Rosengård/PSG)
  • Hedvig Lindahl (Schweden/Atlético de Madrid Femenino)
  • Alyssa Naheher (USA/Chicago Red Stars)

FIFA-Welttorhüterin

  • Ann-Katrin Berger (Deutschland/Chelsea FC Frauen)
  • Christiane Endler (Chile/PSG/Olympique Lyonnais)
  • Stephanie Lynn Marie Labbé (Kanada/FC Rosengård/PSG)
  • Hedvig Lindahl (Schweden/Atlético de Madrid Femenino)
  • Alyssa Naheher (USA/Chicago Red Stars)