Werden die Helden aus Holland auch in Turin Spielverderber sein?

16.4.2019 - 00:23, tbz

Der Einsatz von Ajax-Spielmacher Frenkie de Jong (links) ist fraglich.
Bild: Getty

Ajax Amsterdam trifft auswärts auf Juventus Turin und hofft die Leistung aus dem Achtelfinale in Madrid zu wiederholen. Aber wird das gegen die Mannschaft von Cristiano Ronaldo klappen?

Am Dienstagabend kommt es im Champions-League-Viertelfinal zum Rückspiel zwischen Juventus Turin und Ajax Amsterdam. Das 1:1 aus dem Hinspiel in Holland ist eigentlich ein sehr gutes Resultat für die Favoriten aus Italien. Aber für die «Alte Dame» steht noch ein harter Brocken Arbeit an, wenn sie verhindern will, dass Ajax das Märchen aus Madrid wiederholt.

Im Achtelfinale warfen die Helden aus Holland Titelverteidiger Real Madrid nach einer 1:2-Hinspiel-Niederlage auf spektakuläre Art und Weise aus dem Turnier. Einiges spricht dafür, dass sich diese Geschichte auch in Turin wiederholt. Letzte Woche war der Gastgeber aus Amsterdam über längere Zeit die bessere Mannschaft und Juventus musste sich auf eine Einzelaktion von Cristiano Ronaldo verlassen, um das so wichtige Auswärtstor mit ins Rückspiel zu nehmen. Dass sich Ajax Amsterdam auf fremdem Terrain wohlfühlt, zeigte der niederländische Rekordmeister bereits in der Gruppenphase in München und natürlich beim 4:1 im Santiago Bernabeu.

De Jongs Einsatz ist fraglich

Für Siem de Jong, ehemaliger Captain von Ajax, ist alles möglich: «Sie können in Turin gewinnnen und hoffentlich werden sie das auch. Natürlich verteidigt Juventus sehr gut und es wird sehr schwierig, aber ich glaube daran.» Fraglich ist der Einsatz von de Jongs Namensvetter und Noch-Ajax-Spielmacher Frenkie de Jong. Der 21-Jährige musste am Samstag den Platz gegen Excelsior nach nur 28 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung verlassen. Für das Rückspiel gegen Juventus Turin schwebt daher ein grosses Fragezeichen über einem möglichen Einsatz.

Alles daran setzen, dass den Holländern in Italien der Einzug ins Halbfinale der Champions League nicht gelingt, wird sicherlich Cristiano Ronaldo. Nach einem schwachen Hinspiel im Achtelfinale gegen Atlético Madrid drehte der Portugiese im Rückspiel so richtig auf und schoss die Spanier im Alleingang aus dem Turnier. Am Dienstagabend wird also auch vieles vom fünffachen Weltfussballer abhängen, wie immer.

Juve wohl erneut ohne Chiellini

Ronaldo ist nach auskurierter Muskelverletzung wieder fit. Fragezeichen gibt es aber bei Abwehrchef Giorgio Chiellini. Der Captain wird nämlich, so schrieb die für gewöhnlich gut unterrichtete «Gazzetta dello Sport» am Tag vor dem Rückspiel, erneut fehlen. Chiellini leidet noch an den Folgen der Wadenverletzung, die er sich Anfang Monat zugezogen hat.

Wie wertvoll der 34-Jährige für Juventus ist, offenbart sich mitunter dann, wenn er fehlt. Vier der sechs Niederlagen in dieser Saison bezog die Alte Dame in Abwesenheit seines Leitwolfs. Ohne Chiellini verlor Juventus in dieser Saison in der Champions League gegen die Young Boys (1:2), in der Meisterschaft gegen Genoa (0:2) und SPAL Ferrara (1:2) sowie im Cup gegen Atalanta Bergamo (0:3), nachdem sich der Abwehrchef früh verletzungsbedingt hatte auswechseln lassen müssen. Ob Trainer Massimiliano Allegri darum die Offensive stärkt und im Sturmzentrum erstmals auch in der Champions League von Beginn weg auf den torgefährlichen Youngster Moise Kean setzt? Zwei Drittel der Italiener wünschen es sich einer Umfrage der Gazzetta zufolge. Im Hinspiel hatte mit Daniele Rugani ein Innenverteidiger Chiellini ersetzt.

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