U17-Natitrainer Pisino «Wir haben kein Limit, aber Arroganz gewinnt keine Spiele»

Sandro Zappella

18.11.2025

U17-Natitrainer Pisino: «Wir haben kein Limit, aber Arroganz gewinnt keine Spiele»

U17-Natitrainer Pisino: «Wir haben kein Limit, aber Arroganz gewinnt keine Spiele»

17.11.2025

Die Schweizer U17 steht an der WM in Katar im Achtelfinale – und erinnert mit ihrem Lauf der Ungeschlagenheit an die goldene Generation von 2009. Gegen Irland soll die Erfolgsserie weitergehen.

Sandro Zappella

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Schweizer U17-Nationalmannschaft steht an der Weltmeisterschaft im Achtelfinale und trifft dort am Dienstag auf Irland.
  • Trainer Luigi Pisino betont die Bedeutung von Demut trotz hoher Ambitionen und fordert von seinem Team volle Fokussierung auf jedes Spiel.
  • Die Schweiz ist nach der legendären U17-WM 2009 erstmals wieder dabei, weiterhin ungeschlagen, doch der Fokus liegt laut Pisino nicht auf Mythen, sondern auf der Leistung im Hier und Jetzt.

Die Schweizer U17-Nationalmannschaft steht an der Weltmeisterschaft in Katar im Achtelfinale. Nachdem die Junioren-Nati die Gruppenphase mit sieben Punkten als Erste abgeschlossen hat, konnte auch das Sechzehntelfinale gegen Ägypten mit 3:1 gewonnen werden. Im Achtelfinale wartet nun Irland. Nati-Trainer Luigi Pisino erwartet ein ausgeglichenes Spiel gegen einen Gegner mit guten Einzelspielern.

Seinem Team traut der Trainer aber alles zu: «Die Spieler waren bei der Zielsetzung voll involviert. Die Idee war zuerst, die K.o.-Phase zu erreichen. Und jetzt haben wir gesagt: Wir müssen kein Limit haben.» Jedoch sei es wichtig, Demut an den Tag zu legen: «Wir können Ambitionen haben, aber mit Demut. Ohne wäre es Arroganz. Und Arroganz gewinnt kein Spiel.»

Es gehe deshalb darum, die richtige Balance zu finden, um Leistung zu bringen, Ambitionen zu haben, aber gleichzeitig mit Demut zu arbeiten. Die Spieler seien sich klar darüber, Step by Step zu gehen und sich auf jedes Spiel zu fokussieren: «Wir haben kein Limit, aber wir müssen uns das verdienen morgen gegen Irland», so Pisino.

Der Schweizer U17-Mythos

Die Schweiz hat eine spezielle Beziehung zur U17-Weltmeisterschaft. An der bisher einzigen Teilnahme 2009 holte die Nati mit Xhaka, Rodriguez und Co. den Titel und blieb damals ungeschlagen.

Seither war die Schweiz nie mehr dabei. Aber in diesem Jahr ist die Nati dabei und bisher erneut ohne Niederlage. Begleitet dieser Mythos die aktuelle U17? «Jein», sagt Pisino und erklärt: «Es ist klar, dass wir nie verlieren wollen. Und das ist auch ein Ziel, welches wir haben. Aber wir fokussieren uns auf unsere Leistung. Wenn wir zu viel an das Resultat denken und an das Ende des Spiels, dann sind wir nicht auf dem richtigen Weg.»

Der Fokus liege auf der Aufgabe auf dem Platz. Wenn man über andere Dinge nachdenke, verliere man den Fokus und das dürfe an einem Turnier nie passieren. 

Das Achtelfinale gegen Irland steht am Dienstag um 15.45 Uhr an. Viel an der Aufstellung ändern will Pisino aber nicht: «Rotieren, nur damit man rotiert hat, macht keinen Sinn. Man muss die beste Mannschaft auf dem Platz haben.» Man wiederhole oft, was in der Vergangenheit gut funktioniert habe. Dennoch hält der Coach fest: «Wir haben ein gutes Kader. Auch die Einwechselspieler haben bisher eine gute Leistung gezeigt. Das ist eine Stärke von uns, alle sind fähig, zu leisten.»

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