Die Schweizer Nati fährt an die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada! Das Ticket hat sich die Mannschaft von Murat Yakin mit einem 1:1 in Pristina gesichert. Hier sind die Stimmen zum Spiel.
«Wir können stolz auf uns sein», sagt Granit Xhaka im Interview bei SRF kurz nach der geschafften WM-Qualifikation. «Es ist nicht selbstverständlich, achtmal hintereinander an einem ganz grossen Turnier dabei zu sein.»
Auch bei Ricardo Rodriguez ist die Freude gross: «Es ist immer schön, eine WM zu spielen, das ist etwas vom Schönsten. Mit Xhaka zusammen, das ist etwas, das ich nicht beschreiben kann, ich bin überglücklich.», sagt Ricardo Rodriguez mit dem Nati-Captain neben sich.
Zum schwierigen letzten Spiel gegen Kosovo sagt der Defensivspieler, dass die Schweiz keine schlechte Partie gemacht habe. Die Kosovaren hatten die schwierige Aufgabe, sechs Tore schiessen zu müssen, für die direkte WM-Quali. «Sind wir ehrlich: Das war unmöglich», sagt Rodriguez.
Für Xhaka war wichtig, dass der Kosovo die Euphorie nicht mitnehme. Es sei nicht einfach, wenn man weiss, dass man fast durch ist. Am Ende habe die Schweiz aber souverän gespielt und das Jahr 2025 ungeschlagen beendet. «Jeder Einzelne, der dabei war, der geholfen hat. Ob das ein Spieler oder Staff-Mitglied ist, wir können stolz auf uns sein.»
Pfiffe gegen den Nati-Captain
Überraschenderweise wurde Xhaka im Kosovo nicht mit offenen Armen empfangen. Die Fans in Pristina pfiffen ihn zunächst bei jedem Ballkontakt lautstark aus. «Ich war auch überrascht», sagt Xhaka darauf angesprochen. «Es ist das Letzte, was ich erwartet habe, vor allem hier zuhause. Es schmerzt, wenn ich ehrlich bin. Aber ich muss das akzeptieren. Anscheinend hat es nicht allen gefallen. Das gehört dazu.» Immerhin: Bei seiner Auswechslung in der 76. Minute gab es dann Standing Ovations von zahlreichen Fans.
Er habe einfach probiert, sich 90 Minuten auf den Fussball zu konzentrieren. Umso grösser war die Freude, als er die WM-Qualifikation mit den mitgereisten Schweizer Fans feiern konnte. «Ich bin sehr dankbar, für jede Minute von jedem Fan, der hierher gereist ist. Wir versuchen den Fans diese Leistung zurückzugeben, Punkte zurückzugeben. Heute können wir sehr viele Schweizer glücklich machen.»
Jetzt stehe für das Team im Hotel noch eine kleine Party an, sagt Rodriguez schmunzelnd und träumt schon von den WM-Gruppengegnern. «Ich will sicher nicht Brasilien, die hatten wir oft genug. Argentinien, sage ich mal. Marokko wär nicht schlecht. Kongo wäre auch schön.» Xhaka stimmt zu.
Breel Embolo äussert gegenüber SRF hingegen einen anderen Wunsch: «Ich wünsche mir, dass wir weiter kommen als das letzte Mal. Wir haben eine neue Truppe. Ich freue mich extrem. Wir werden alles dafür tun, dass wir nicht nur eine Reise machen, sondern versuchen, Geschichte zu schreiben. Deshalb hoffe ich, dass wir nicht so starke Gegner haben und uns schnell fürs Achtelfinale qualifizieren.»