Shaqiri in Chicago vorgestellt

Xherdan Shaqiri in Chicago vorgestellt: «Meine Rolle in der Nati wird sich nicht ändern»

Redaktion blue

21.2.2022

Shaqiri: «Viele Leute in Europa unterschätzen die MLS»

Shaqiri: «Viele Leute in Europa unterschätzen die MLS»

Xherdan Shaqiri setzt seine Karriere in den USA fort. Heute Montag wurde der Nati-Spieler bei MLS-Klub Chicago Fire vorgestellt.

21.02.2022

Xherdan Shaqiri ist am Montag von seinem neuen Klub Chicago Fire vorgestellt worden. Wie schon in Lyon sind die Erwartungen in ihn auch in Übersee gross.

Redaktion blue

21.2.2022

Am vergangenen Freitag ist Shaqiri in Chicago angekommen und konnte bereits erste Trainingseinheiten mit seiner neuen Mannschaft absolvieren. Die ersten Tage am Lake Michigan zeigen: Der Schweizer Internationale ist der grosse Star im Team, die Vorfreude der Fans auf den Offensivkünstler aber auch die Erwartungen in ihn sind gross.

Shaqiri freut sich auf die neue Herausforderung in der Major League Soccer, nachdem er in der französischen Ligue 1 bei Olympique Lyon nicht glücklich geworden ist. «Mein Ziel ist klar: Ich will mit dem Klub in die Playoffs kommen und Titel gewinnen», kündigte er an. Dafür will der 30-Jährige mit gutem Beispiel vorangehen. «Mit meiner Erfahrung auf und neben dem Rasen will ich den jungen Spielern viel Selbstvertrauen geben.»

Über die Gründe, weshalb er Lyon nach nur einem halben Jahr wieder verlassen hat, wollte Shaqiri nicht viele Worte verlieren. «Ich will nicht gross über Lyon reden, sondern lieber über Chicago», meinte er und liess dann doch durchblicken, dass er «taktisch und persönlich» das Heu mit Trainer Peter Bosz nicht immer auf der gleichen Bühne hatte. 

An seiner Situation in der Schweizer Nati wird sich nach dem Wechsel nichts ändern, meint Shaqiri. «Jeder weiss, welche Rolle ich in der Nati habe», sagt er. «Ich habe schon 100 Länderspiele absolviert und hoffe, dass noch viele dazukommen werden.»

«Shaqiri ist ein Winner-Typ»

Auch Chicagos Sportchef Georg Heitz, der den Deal mit Shaqiri eingefädelt hatte, äusserte sich zum teuersten Neuzugang in der Klubgeschichte. Der Schweizer lobte Shaqiris Gewinner-Mentalität. «Uns fehlten Winner-Typen, genau ein solcher ist Shaqiri.» Auch Shaqiris Trainer Ezra Hendrickson fand bereits lobende Worte für seine neue Nummer 10: «Die ersten Trainingseinheit mit ihm war die beste in der Saisonvorbereitung.»

Zu seinem ersten Einsatz für seinen neuen Arbeitgeber könnte Shaqiri am kommenden Samstag kommen, wenn Chicago Fire mit dem Auswärtsspiel bei Inter Miami die neue MLS-Saison eröffnet.


Die Vorstellung von Xherdan Shaqiri im Live-Ticker

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    Schade, dass die Pressekonferenz wegen technischen Problemen abrupt abgebrochen werden muss. Die eine oder andere interessante Aussage konnte Shaqiri aber dennoch entlockt werden. So sagt der Nati-Spieler etwa, dass ihn nicht zuletzt auch das Verhältnis zu Trainer Peter Bosz zum Abgang bei Lyon bewegt habe. An seiner Rolle in der Schweizer Nati wird sich nach dem Wechsel allerdings nichts ändern. «Jeder weiss, welche Rolle ich in der Nati habe», sagt er. «Ich habe schon 100 Länderspiele absolviert und hoffe, dass noch viele dazukommen werden.»

    Von der Stadt Chicago habe er noch nicht sehr viel gesehen. «Aber ich bin ja auch hier, um Fussball zu spielen», meint Shaqiri. Mit den Fire wolle er «Titel gewinnen» und den Klub wieder zum Erfolg führen. Zum letzten Mal Meister wurde Chicago 1998. Auch über den FC Lugano, der ja den gleichen Besitzer hat wie Chicago Fire, spricht der 30-Jährige. Ob er eines Tages auch im Tessin spielen wird? Shaqiri: «In ein paar Jahren können wir vielleicht darüber reden.»

    Er sei «vollständig fit» und freue sich sehr darauf, endlich für Chicago aufzulaufen. Heisst wohl, dass Shaqiri bereits am Wochenende sein Debüt geben wird. Im ersten Saisonspiel trifft Chicago auf David Beckhams Klub Inter Miami.

  • Pressekonferenz wegen Tonproblemen abgebrochen

    Nach knapp 20 Minuten muss die Pressekonferenz abgebrochen werden. Bild- und Tonprobleme verhindern die Verbindung zu den zugeschalteten Journalisten in der Schweiz. 

  • Wie kam der Kontakt mit Chicago zustande?

    «Ich habe im Dezember einmal bei seinem Berater angerufen», sagt Georg Heitz. «Es dauerte aber zwei Wochen, bis sie darauf eingegangen sind. Ich habe ein Zögern gespürt, dann ist es doch noch gut gekommen», so der ehemalige FCB-Sportchef. Shaqiri meint: «Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Es haben bereits viele gute Spieler hier gespielt. Bastian Schweinsteiger zum Beispiel.» In Europa würden viele die MLS unterschätzen. «Man sieht hier immer wie mehr Top-Spieler und das war sicher auch ausschlaggebend.»

  • Was hat der Shaqiri-Transfer mit dem FC Lugano zu tun?

    Chicago Fire und der FC Lugano arbeiten zusammen. Kam auch deshalb der Transfer von Shaqiri zustande? «Dazu kann ich nicht sehr viel sagen. Ich weiss natürlich, dass die beiden Klubs den gleichen Besitzer haben. Lugano ist ein grosser Klub in der Schweiz und will wachsen. Georg Heitz und Co. werden viel unternehmen, damit der Klub weiter wächst», sagt Shaqiri. Kickt der 30-Jährige irgendwann auch noch im Tessin? «Für mich ist es zu früh, jetzt über Lugano zu sprechen. In ein paar Jahren können wir vielleicht darüber reden», sagt er.

  • «Bin hier, um Fussball zu spielen»

    Von der Stadt Chicago habe er noch nicht sehr viel gesehen, der erste Eindruck sei aber sehr positiv. «In erster Linie bin ich ja aber hier, um Fussball zu spielen», sagt er. «Ich freue mich darauf, die Stadt noch richtig zu entdecken. Bestimmt werde ich auch einmal ein Basketball- und ein Eishockey-Spiel besuchen. Aber ich bin sicher nicht hier, um Ferien zu machen.» Zur neuen Liga sagt Shaq: «Die MLS wird immer besser. Ich wollte nicht erst mit 35 Jahren hierher kommen.» Er sei jetzt in seiner «Prime», also im besten Fussballeralter.

  • «Ich kann auf mehreren Positionen spielen»

    Auf welcher Position er spielen wird, sei ihm nicht sehr wichtig, sagt Shaqiri. «Jeder weiss, dass ich auf der Zehner-Position am liebsten spiele. Auch der Trainer sieht mich auf der Zehn. Aber wir werden sehen, ich kann auf mehreren Positionen spielen», meint er.

    Swiss professional footballer Xherdan Shaqiri is introduced as the newest designated player for Chicago Fire FC during a press conference in Chicago, Illinois, on February 21, 2022. - Chicago Fire FC will begin the Clubs 25th season in Major League Soccer against Inter Miami CF on February 26. (Photo by KAMIL KRZACZYNSKI / AFP) (Photo by KAMIL KRZACZYNSKI/AFP via Getty Images)
    Xherdan Shaqiri spielt in Chicago mit der Rückennummer 10.
    Getty
  • «Verschiedene Gründe» für Abgang in Lyon

    Über seine Zeit in Lyon will er nicht mehr sprechen. Es habe verschiedene Gründe für seinen schnell Abgang gegeben. «Ich habe mich nicht gut mit dem Trainer verstanden. Aber das Thema soll jetzt Chicago sein.»

  • «Ein neues Land, eine neue Liga»

    Shaqiri wird gefragt, warum er aus einer Top-5-Liga Europas nach Amerika gewechselt hat. «Ich war schon lange in Kontakt mit Georg Heitz und freue mich, das es geklappt hat. Es ist ein neues Land, eine neue Liga. Ich freue mich auf diese Herausforderung», sagt er.

  • Um 19 Uhr folgt die Pressekonferenz mit Schweizer Medienvertretern
    Xherdan Shaqiri mit Sportchef Georg Heitz und Trainer Ezra Hendrickson.
    Keystone
  • Shaqiri: «An meiner Situation in der Nati wird sich nichts ändern»

    Shaqiri wird gefragt, ob der Wechsel in die MLS Auswirkungen haben wird auf seine Situation in der Nationalmannschaft. «Nein, an meiner Situation in der Nati wir sich nichts ändern. Ich habe schon 100 Spiele für die Nati gemacht, was mich sehr stolz macht, und ich hoffe, das noch viele weitere folgen werden», sagt der Schweizer. «Jeder kennt meine Rolle im Team. Wir haben ein starkes und junges Team und ich freue mich sehr auf die WM.»

  • Trainer Hendrickson erhofft sich «viele Tore»

    Trainer Ezra Hendrickson wird gefragt, was er von Shaqiri erwarte. «Natürlich viele Tore und viele Assists», sagt der Coach mit einem Lächeln im Gesicht. Und er hoffe auch, dass Shaqiri viel Spektakel ins Stadion bringen und die Fans begeistern kann. «Es ist eine Ehre, einen Spieler mit dieser Qualität coachen zu können. Es ist super, wenn du einen auf dem Platz hast, der von einer Sekunde auf die andere den Unterschied ausmachen kann.» Shaqiri habe auch schon grossen Einfluss aufs Team. «Er hat das Level bereits massiv gesteigert. Sein erstes Training war die beste Einheit der ganzen Saison», so der Coach.

  • «Klopp hat mir zum Wechsel gratuliert»

    Auf die Frage, wie die Zusammenarbeit mit grossen Trainern wir Jürgen Klopp war, antwortet der Nati-Spieler: «Wir waren in Liverpool sehr erfolgreich, ich hatte eine gute Zeit mit Jürgen Klopp. Auch mit anderen grossen Trainern wie Hitzfeld, Guardiola oder Heynches gearbeitet zu haben, macht mich sehr stolz.»

    HANDOUT - .Midfielder Xherdan Shaqiri poses in the dress of the Chicago Fire Football Club of USA's Major League Soccer (MLS) in Basel, Switzerland, on Sunday, February 6, 2022. (Chicago Fire FC/KEYSTONE/Georgios Kefalas) .- HANDOUT, EDITORIAL USE ONLY, NO SALES, NO ARCHIVES - DARF NUR IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ABGEBILDETEN EREIGNIS VERWENDET WERDEN - DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE PUBLIZIERT WERDEN.
    Will mit Chicago Titel gewinnen: Xherdan Shaqiri.
    Keystone
  • Shaqiri: «Ich will Titel gewinnen»

    Shaqiri sagt den amerikanischen Journalisten, er freue sich sehr auf die neue Herausforderung. «Und ich will Titel gewinnen. Ich will mit Chicago unbedingt in die Playoffs einziehen, das ist mein Ziel.» Er verfolge die MLS schon länger, «die Liga ist in den letzten Jahren stärker geworden, ich bewundere die MLS sehr». Es sei auch sein Ziel, seine Mitspieler besser zu machen. «Ich will den Klub zurück zum Erfolg führen», sagt der 30-Jährige. Den letzten Meistertitel holte Chicago im Jahr 1998.

  • Shaqiri wird in Chicago vorgestellt

    Bereits um 18 Uhr wird Xherdan Shaqiri bei Chicago Fire in einer englischen Pressekonferenz vorgestellt. «Er ist ein Spieler, für den die Leute Geld zahlen, um ihn spielen zu sehen», sagt Sportchef Georg Heitz, der Shaqiri aus gemeinsamen Zeiten beim FC Basel bestens kennt. «Wir wollten uns mit einem Leader verstärken, damit auch das Team noch mehr an Selbstvertrauen gewinnt.