Die Resultat-Krise der Nati findet gegen Luxemburg ein Ende. Nach neun Monaten und acht Spielen gibt er fürs Team von Murat Yakin endlich wieder einmal einen Sieg. Dabei überrascht Yakin mit seiner Aufstellung.
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- Die Schweiz schlägt Luxemburg im Testspiel 3:1. Es ist der erste Sieg der Nati seit dem EM-Achtelfinal gegen Italien im Juni 2024.
- Murat Yakin überrascht mit seiner Aufstellung, nachdem er am Montag noch angekündigt hatte, Breel Embolo und Ricardo Rodriguez nicht von Anfang an spielen zu lassen.
- «Das Abschlusstraining hat mir wichtige Erkenntnisse gegeben», erklärt der Nati-Coach nach dem Spiel.
Das Resultat sei zwar wichtig fürs Selbstvertrauen und die Moral, aber aktuell noch sekundär, sagte Murat Yakin am Tag vor dem Luxemburg-Test den Medien. Viel mehr wolle er das Spiel nutzen, um weitere Dinge auszuprobieren und Spieler zu testen.
Yakin kündigte am Montagmorgen auch an, dass unter anderem Breel Embolo und Ricardo Rodriguez gegen Luxemburg nicht in der Startelf stehen werden und dass «einer mit 50 oder einer mit 57 Länderspielen» – Ruben Vargas oder Denis Zakaria – Captain sein wird. Umso überraschender dann, dass Embolo und Rodriguez am Dienstag doch von Anfang an auf dem Platz stehen und Letzterer auch die Captainbinde trägt.
Nach dem 3:1-Sieg erklärt der Nati-Coach an der Medienkonferenz: «Das Abschlusstraining hat mir wichtige Erkenntnisse gegeben. Ich wollte mit Andi Zeqiri starten, leider hat er heute Schmerzen gehabt und konnte nicht spielen, deshalb kam Embolo zum Einsatz. Nach dem Training am Montag spürte ich, dass Rodriguez für unser Offensivspiel die richtige Wahl ist.»
Es sei die richtige Entscheidung gewesen, «mit den Besten anzufangen», wie Yakin sagt. Auch wenn er den 32-Jährigen eigentlich etwas schonen wollte. «Rodriguez von der Bank zu bringen, ist nicht so sein Ding. Deshalb habe ich so entschieden. Und weil er mit 127 Länderspielen am meisten von allen Anwesenden hat, war er auch Captain.»
Muheim «der beste Mann auf dem Platz»
Rodriguez spielt in der Dreier-Innenverteidigung einen soliden Part und hat nach 45 Minuten bereits Feierabend. Auf sich aufmerksam gemacht hat der Mann, der die linke Seite hoch und runter rennt: Miro Muheim. Der HSV-Profi ist an zwei Toren direkt beteiligt und holt sich ein Sonderlob vom Trainer ab.
«Er war der beste Mann auf dem Platz», adelt Yakin den Linksverteidiger. «Defensiv wie offensiv. Schon im Training hat man gesehen, dass er Rhythmus hat. Ein super Gewinn für uns.»
Bleibt die Frage, wem das Tor zum 3:0 gehört. Muheim lenkte den Schuss von Ruben Vargas ab, ihm wird das Tor dann auch offiziell zugeschrieben. Nach dem Spiel sagt Muheim sichtlich erfreut: «Ich hatte zuerst nicht gedacht, dass das Tor mir gehört, aber ich nehme es gerne. Sorry Ruben, aber das ist mein Goal jetzt!»
Der nächste Zusammenzug folgt im Juni. Dann testet die Nati gegen Mexiko und die USA. Yakin kündigt bereits an, dass er dann schon an die WM-Qualifikation denken wird und weniger Dinge ausprobieren will: «Es war jetzt wichtig, dass wir einiges testen konnten, um mehr Optionen zu haben. Damit wir bereit sind, wenn wir wieder Ausfälle haben – und nicht im Juni noch Dinge ausprobieren müssen.»