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Jetzt meldenAlle sprechen über ihn, blue Sport redet mit ihm. FIFA-Präsident Gianni Infantino ist exklusiv zu Gast im grossen Interview. Wie er die hohen Ticketpreise rechtfertigt.
Es ist ein grosses Thema rund um die Weltmeisterschaft: Die Tickets kosten bereits im regulären Preis zwischen 60 und 900 Dollar, der Schnitt dürfte sich irgendwo bei 400 Dollar eingependelt haben. Ein lukratives Geschäft für die FIFA, das am Ende des Turniers wohl nach dem alten marktwirtschaftlichen Grundsatz «Angebot und Nachfrage» voll aufgehen wird.
Gianni Infantino: Die Ticketpreise waren ein grosses Thema. Nun sind fast alle Spiele ausverkauft, Sie dürften sich bestätigt fühlen.
Die Stadien sind voll, die Auslastung ist bei 99,7 Prozent, bis zum Ende wird sie wahrscheinlich bei 99,9 Prozent sein. Wir wollen immer perfekt sein, aber Perfektion gibt es ja bekanntlich nicht. Es ist klar, dass wir hier in einem speziellen Markt sind. Es ist eine nordamerikanische Weltmeisterschaft mit den USA, Kanada und Mexiko. Da muss man dem und dieser Situation gerecht werden und das Richtige machen.
Die Ticketpreise wurden vor dem Turnier von Experten ausgearbeitet.
Da haben unsere Experten daran gearbeitet, die uns sagten: Das sind die Preise, mit denen ihr gehen könnt. Man sieht es jetzt: Die Preise, bei denen gewisse Leute sagen, sie seien zu hoch, die werden im Zweitmarkt, der hier absolut legal ist, zum vier- oder fünffachen Preis weiterverkauft. Wichtig zu wissen ist: Was weiterverkauft wird, geht an die Verkäufer. Was die FIFA verkauft, geht an den Fussball. Das wird an die 211 Mitgliederverbände für die Fussballentwicklung ausgeschüttet.
In Katar lag der Gewinn der FIFA bei 5,3 Milliarden Franken. Jetzt könnte es über 10 Milliarden geben. Wie wichtig ist das für Sie als Manager, als FIFA-Präsident?
Als wir die FIFA vor zehn Jahren übernahmen, war sie praktisch bankrott, sowohl finanziell als auch moralisch. Heute ist sie der grösste Sportverband der Welt. Wir können durch die 39 Tage der Weltmeisterschaft insgesamt 13 bis 14 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaften, die in den nächsten vier Jahren direkt in den Sport reinvestiert werden. Das ist durchaus zufriedenstellend.
Morgen auf blue News: Gianni Infantino über eine WM mit 64 Teams.