Barça-Boss Laporta: «Xavi nicht die einzige Option als Koeman-Nachfolger»

dpa

29.10.2021 - 16:58

Laporta: «Xavi wird eines Tages Barca-Trainer»

Laporta: «Xavi wird eines Tages Barca-Trainer»

Nach der Entlassung von Ronald Koeman ist Barca-Legende Xavi der heisseste Anwärter auf die Trainer-Position der Katalanen. Präsident Joan Laporta gibt sich jedoch weiterhin bedeckt.

30.10.2021

Klub-Idol Xavi ist beim FC Barcelona nach der Trennung von Trainer Ronald Koeman nicht die einzige Option für die Nachfolge des erfolglosen Niederländers. 

dpa

29.10.2021 - 16:58

«Ich weiss, dass überall der Name von Xavi genannt wird. Aber es gibt andere Optionen», sagte der Präsident des spanischen Klubs. Namen nannte Joan Laporta jedoch nicht. «Aus Respekt vor den Kandidaten und auch, weil ich die Verhandlungen nicht stören möchte, werde ich darüber Stillschweigen bewahren», erklärte er.

Die Trennung von Koeman sei «freundschaftlich» erfolgt, beteuerte der Klubchef. «Er hat mir gesagt, dass er wegen der (schlechten) Ergebnisse Verständnis für unsere Entscheidung hat.» Zu der Abfindung, die der finanziell schwer angeschlagene Klub dem 58-Jährigen zahlen wird, wollte der Präsident aber nichts sagen. «Die Gespräche laufen noch, sie sind aber vertraulich.»



Nach Berichten spanischer Fachzeitungen hat der 41-jährige Xavi Hernández zwar die besten Chancen auf die Koeman-Nachfolge. Allerdings steht der Weltmeister von 2010 noch bis 2023 in Katar als Cheftrainer von Al-Sadd SC unter Vertrag. Über einen vorzeitigen Wechsel wird laut Medien bereits verhandelt.

ManCity-Trainer Pep Guardiola ist derweil davon überzeugt, dass sein ehemaliger Schützling das Zeug hat, um Barça wieder zum Erfolg zu führen. «Ich habe keine Zweifel, dass er gut vorbereitet ist. Er kennt den Klub, was sehr wichtig ist, hat Ahnung vom Fussball und viel Leidenschaft», wird der Ex-Erfolgstrainer Barcelonas in der «Mundo Deportivo» zitiert. «Zudem hat Xavi mehr Erfahrung, als ich hatte, als ich das Profiteam übernahm.»

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River-Coach als Ersatzlösung?

Falls es mit Xavi nicht klappen sollte, hat Barça den Berichten zufolge vor allem den früheren argentinischen Nationalspieler Marcelo Gallardo im Blick. Der 45-Jährige ist in seinem Heimatland als Coach mit River Plate schon seit Jahren sehr erfolgreich.

Vorerst wird aber der bisherige Trainer der B-Elf Barças, Sergi Barjuan, das Team um Captain Sergio Busquets coachen. Der frühere Barça-Spieler wird am Samstag daheim gegen CD Alavés (live auf blue TV um 21 Uhr) sein Debüt geben.

«Das Wichtigste ist, dass wir die fröhlichen Gesichter wiederfinden. Wenn wir die Spieler zurückbekommen und die Idee des Angriffsfussballs wiederfinden, wird uns das helfen», sagte der 49-Jährige. «Ich bin ein Gewinner und ich mag Gewinner. Wir alle müssen die Situation umkehren.»



Barça unter Druck

Am Dienstag steht dann in der Champions League das vorentscheidende zweite Duell bei Dynamo Kiew auf dem Programm. Nach den beiden 0:3-Pleiten gegen den FC Bayern München und bei Benfica Lissabon müssen die Katalanen gewinnen, um eine realistische Chance auf die Qualifikation für den Achtelfinal zu wahren.

In der Liga belegt Barcelona nach zehn Spielen mit 15 Punkten lediglich Platz neun. Der Abstand auf die drei führenden Vereine, San Sebastián, Real Madrid und FC Sevilla, beträgt schon sechs Zähler.



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