Im Heimspiel gegen Stade Brest verliert Lyon-Trainer Paulo Fonseca in der Nachspielzeit die Beherrschung. Der 51-Jährige bedrängt den Schiedsrichter – und muss nun mit einer langen Sperre rechnen.
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- Im Heimspiel gegen Stade Brest verliert Lyon-Trainer Paolo Fonseca kurz vor Schlusspfiff die Nerven, sieht die Rote Karte und geht dann auf den Schiedsrichter los.
- «Er sprang mich mit einer einschüchternden Haltung an», sagt der Unparteiische anschliessend. Nur mit Mühe kann Fonseca von seinen Spielern zurückgehalten werden.
- Der Portugiese entschuldigt sich nach der Partie, ihm droht nun aber eine lange Sperre.
Eigentlich ist die Welt von Lyon-Trainer Paulo Fonseca kurz vor dem Schlusspfiff doch in Ordnung. Sein Team dreht gegen Stade Brest einen frühen Rückstand, führt in der Nachspielzeit mit 2:1 – als Fonseca an der Seitenlinie die Fassung verliert.
Weil der VAR und Schiedsrichter Benoît Millot einen möglichen Handelfmeter für die Gäste überprüfen, tobt der Lyon-Trainer und geigt dem Unparteiischen lautstark seine Meinung. Als dieser daraufhin die Rote Karte zückt, verliert Fonseca die Contenance komplett.
«Er sprang mich an»
Stirn an Stirn baut sich der Portugiese vor dem Schiedsrichter auf und kann selbst von seinen Spielern kaum zurückgehalten werden. «Er sprang mich mit einer einschüchternden Haltung an. Er zeigte eine noch auffälligere Haltung, als ob er tatsächlich schlagen wollte. Ein Kopfstoss. Ich bleibe stoisch, ein bisschen wegen des Überraschungseffekts, aber auch, um vor dieser Einschüchterung nicht zurückzuschrecken», erklärt Schiri Millot anschliessend der «L'Equipe».
Weiter macht der Schiedsrichter klar: «Ein derartiges Verhalten können wir auf keinen Fall tolerieren. Es gibt einen Disziplinarausschuss, der nach eigenem Ermessen und Gewissen entscheidet und sich dabei insbesondere auf die Berichte stützt.»
Fonseca entschuldigt sich – Sperre droht
Fonseca selbst entschuldigt sich für seinen Ausraster. «Ich möchte nur sagen, dass ich mich für diese Geste entschuldige, ich sollte das nicht tun, aber der Fussball – vielleicht führt er dazu, dass man manchmal Gesten macht, die nicht korrekt sind.»
An die Seitenlinie dürfte der Portugiese in naher Zukunft nicht zurückkehren. Nach einem ähnlichen Vergehen wurde Monaco-Spieler Nabil Dirar 2016 für acht Partien gesperrt. Gemäss LFP-Reglement wäre im Extremfall gar eine Sperre für sieben Monate möglich.