Ansage an die eigenen Fans

Neymar: «Hört auf, mich auszubuhen»

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25.4.2022

PSG – Lens 1:1

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Paris Saint-Germain spielt gegen Lens 1:1-Remis, sichert sich aber vier Runden vor Schluss dennoch die zehnte französische Meisterschaft.

23.04.2022

PSG-Superstar Neymar ist bei den eigenen Fans längst in Ungnade gefallen. Unterkriegen lässt er sich davon nicht. Stattdessen wendet er sich jetzt mit einer provokativen Aussage an die kritischen Anhänger.

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25.4.2022

Schon in der Netflix-Dokumentation «Neymar: Das vollkommene Chaos» kommt gut zum Ausdruck, dass der brasilianische Ausnahme-Stürmer bei den PSG-Fans nicht besonders beliebt ist. Schon vor Jahren waren sich die Anhänger einig, dass es eine Diva wie ihn in der französischen Hauptstadt nicht brauche. Daran hat sich in den letzten Monaten wenig geändert.

Der Missmut der eigenen Fans geht inzwischen so weit, dass Neymar bei jeder Aktion ausgebuht wird. Ähnlich ergeht es auch dem Neuzugang und mehrfachen Weltfussballer Lionel Messi. Die beiden Südamerikaner geben die idealen Sündenböcke für das erneute Scheitern in der Champions League ab, während Kylian Mbappé dafür frenetisch gefeiert wird.

«The Perfect Chaos»-Doku: Neymar war, ist und bleibt eine Memme

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Titel gesichert, Fans verschwinden

Immerhin läuft es den Parisern in der Meisterschaft gut. Am letzten Wochenende sicherte sich die Mannschaft mit einem 1:1 gegen Lens vorzeitig den Titel. Doch das scheint die Fans gar nicht mehr zu interessieren. Aus Protest verliessen Tausende das Stadion schon in der 75. Minute und demonstrierten einmal mehr gegen die Vereinspolitik und die Millionen der Scheichs.

Selbst für Neymar waren die Szenen absolut unverständlich, wie er in einem Interview mit «ESPN» sagt. «Es war surreal, dass ein Teil der Menge das Stadion verlassen hat.» Dabei kann er sich auch einen provokanten Seitenhieb an die Fans nicht verkneifen: «Ich habe hier noch drei Jahre Vertrag, also hört auf, mich auszubuhen – oder ihr werdet dafür noch jede Menge Luft brauchen ...»

Welches Vermächtnis?

Ob es Neymar tatsächlich noch so lange in Paris aushält, ist eine andere Frage. Zuletzt rankten sich diverse Wechselgerüchte um den Brasilianer. Wie «Fichajes» berichtet, drängt beispielsweise das neureiche Newcastle United auf eine Verpflichtung. Demnach ist der Scheich-Klub bereit, 238 Millionen Euro für Neymar auf den Tisch zu legen. Auch ManCity und Ex-Klub Barça sind wohl interessiert.

Wenn der Preis stimmt, könnte Neymar doch schneller weg sein, als er aktuell zugibt. Erst recht, wenn er den Worten seines Vaters folgt. Der hat in der Netflix-Dokumentation mehr als einmal betont, dass es für seinen Sohn nur noch darum gehe, der Fussball-Welt ein Vermächtnis zu hinterlassen. Bei Paris wird er das wohl kaum noch schaffen.