25 zu 4 Torschüsse und 70 Prozent Ballbesitz reichen Paris Saint-Germain nicht. Im Sechzehntelfinale des Coupe de France setzt es für die Startruppe von Trainer Luis Enrique eine bittere Niederlage gegen den Stadtrivalen ab.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- PSG-Trainer Luis Enrique ist nach dem Cup-Out im Sechzehntelfinale gegen den Stadtrivalen Paris FC bedient.
- Der Spanier spricht von einem «seltsamen» und «unfairen» Resultat in einer Partie, die sein Team zahlenmässig klar dominierte.
- Dennoch sei es ein Sport, in dem man Tore schiessen müsse. «Sie haben das getan. Man muss verlieren können.»
Von einem «Raubüberfall» spricht die französische Zeitung «Le Figaro» am Tag nach der Cup-Sensation in Frankreich. Mit deutlich weniger Spielanteilen setzte sich am Montag der Paris FC im Stadtderby mit Seriensieger PSG 1:0 durch und warf die Startruppe damit im Sechzehntelfinale aus dem Coupe de France.
Dabei sprach so ziemlich jede Statistik für das milliardenschwere Heimteam. 25 zu 4 Torschüsse, 70 Prozent Ballbesitz, 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe – nur eben die wichtigste, die der Tore, ging zugunsten des Underdogs aus.
«Für mich ist es unfair, aber man muss es akzeptieren», so die nüchterne Analyse von PSG-Coach Luis Enrique nach der Pleite seines Teams. «Es war ein sehr komplettes Spiel. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, wir haben unsere Arbeit gut gemacht, wir haben dominiert.»
Ein «sehr seltsames Ergebnis»
Aber es sei nun mal «ein Sport, in dem man Tore schiessen muss», so Enrique weiter. «Sie haben das getan, und wir haben kein Tor geschossen. Man muss verlieren können. Für mich ist klar, dass dieses Ergebnis sehr seltsam ist.»
Acht Tage zuvor hatte PSG das erste Pariser Stadtderby seit 47 Jahren noch mit 2:1 gewinnen können. Und auch im Cup war man zuletzt deutlich erfolgreicher. PSG stand in den letzten elf Jahren neunmal im Final und gewann acht dieser Endspiele. Lediglich Toulouse (2023), Nantes (2022) und Rennes (2019) durften die Trophäe in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls in die Höhe stemmen.
Nun hat der Paris FC das Rennen auf den Coupe de France definitiv eröffnet. Oder wie es «Le Figaro» ausdrückt: «Wenn die Katze (PSG) aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse.»