1 WM-Titel und 17 Siege während 7056 Tagen als GP-Fahrer

voe, sda

13.11.2021 - 04:00

Tom Lüthi steigt in Valencia, wo er seinen 318. und letzten GP der Karriere bestreitet, nach dem Training vom Motorrad
Keystone

Tom Lüthi gehört während fast zwei Jahrzehnten zu den Stammfahrern in der GP-Szene. Am Sonntag fährt er in Valencia sein letztes Moto2-Rennen. Ein Überblick in Zahlen zu Lüthis Karriere.

voe, sda

13.11.2021 - 04:00

1 WM-Titel gewann Tom Lüthi in seiner Karriere. Das war 2005 in der Achtelliterklasse, der dritthöchsten Kategorie der Strassen-WM, als er sich nach 16 Saisonrennen mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Finnen Mika Kallio durchsetzte. Letzter Schweizer Weltmeister in einer Solo-Kategorie vor Lüthi war Stefan Dörflinger 1985.

2-mal reichte es Lüthi im Gesamtklassement zu WM-Rang 2, beide Male in der Moto2-Kategorie. 2016 musste er sich dem Franzosen Johann Zarco, 2017 dem Italiener Franco Morbidelli geschlagen geben.

3 der letzten vier Saisons blieb Lüthi ohne Podestplatz. Das letzte Mal vom Podium winkte er vor genau zwei Jahren, als er in Valencia hinter dem Südafrikaner Brad Binder Zweiter geworden war.

9 lautete heuer Lüthis beste Platzierung. Ausser beim Grand Prix von Österreich in Spielberg reichte es ihm in seiner Abschiedssaison nie mehr in die Top 10. Übrigens: Vier Tage nach seinem besten Saisonresultat gab der Berner seinen Rücktritt per Ende Saison bekannt.

12 ist seit 2003 die Nummer auf Lüthis Motorrad. Sein GP-Debüt und die weiteren Rennen 2002 bestritt Lüthi noch mit der '77', da er damals als Ersatzfahrer für den verletzten Tschechen Jakub Smrz antrat. 2006 schliesslich prangte die Nummer 1 auf der 125er-Honda von Titelverteidiger Lüthi.

17 GP-Siege fuhr Lüthi heraus. Die meisten Rennen – nämlich deren vier – gewann er auf dem Circuit Bugatti in Le Mans (2005, 2006, 2012, 2015). Je zwei Triumphe gelangen ihm in Sepang, auf Phillip Island, in Motegi und Brünn. Dazu siegte Lüthi je einmal in Valencia, Silverstone, Losail, Misano und Austin.

18 Rennen bestritt Lüthi 2018 in seinem einzigen Jahr in der Königsklasse. Das Resultat: null Punkte. Ansonsten seine ertragsärmste Saison war 2002, als er in sieben Rennen einmal (und erstmals überhaupt in seiner GP-Karriere) punktete, als Neunter im Regenrennen in Estoril.

23 Punkte beträgt die vergleichsweise magere Ausbeute von Lüthi in diesem Jahr. Nur sieben Mal bei 16 Starts schaffte er es überhaupt in die Punkteränge. Abgesehen vom MotoGP-Jahr war der Berner letztmals 2004 in der 125-ccm-Klasse erfolgloser gewesen.

35 Jahre beträgt Lüthis Alter zum Zeitpunkt des Rücktritts. Im Moto2-Starterfeld sind neben dem Emmentaler nur Simone Corsi (34) und Sam Lowes (31) älter als 30. In der Königsklasse ist einzig Valentino Rossi (42) deutlich älter, Andrea Dovizioso hat wie Lüthi Jahrgang 1986.

65 Podestplätze hat Lüthi vorzuweisen. Nur 22 Fahrer in der über 70-jährigen Geschichte des Motorradrennsports, angefangen natürlich mit dem an diesem Wochenende ebenfalls zurücktretenden Rossi und seinen 235 Podestplätzen, haben mehr Top-3-Plätze auf ihrem GP-Konto.

318 Grands Prix wird Lüthi am Ende bestritten haben. Neben Rekordhalter Rossi (bislang 431 GP-Starts) sind einzig noch dessen italienische Landsleute Loris Capirossi (332) und Dovizioso (331) zu mehr Rennen gestartet.

1417 Rennkilometer hat Lüthi in dieser Moto2-Saison zurückgelegt. Das sind mehr als 300 km weniger als der WM-Führende Remy Gardner. Allerdings hat der Berner heuer einen Grand Prix weniger bestritten, da er in Mugello am Tag nach dem tödlichen Unfall des Freiburgers Jason Dupasquier auf den Start verzichtete.

2653 Punkte hat Lüthi in seiner Karriere bislang geholt. Am meisten Punkte gewann er 2019 bei seiner Rückkehr in die Moto2-Klasse. Damals wurde er mit 250 Punkten WM-Dritter, knapp hinter dem spanischen Weltmeister Alex Marquez (262) und dem Südafrikaner Brad Binder (259).

7056 Tage lang war Lüthi ein GP-Fahrer. Diese Zeitspanne wird zwischen seinem Debüt am 21. Juli 2002 auf dem Sachsenring und seinem letzten Rennen am Sonntag auf dem Circuit von Valencia vergangen sein.

voe, sda