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Jetzt meldenSébastien Buemi gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Rennfahrern der Geschichte. Mit blue Sport blickt er vor dem Formel-E-Wochenende in Dschidda auf seine erfolgreiche Karriere zurück.
Am 14. und 15. Februar finden in Dschidda in Saudi-Arabien zwei Rennen der Formel E statt. Diese kannst du jeweils ab 17:55 Uhr exklusiv im Free-TV auf blue Zoom mitverfolgen.

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Sébastien Buemi und Motorsport diese Kombination gibt es seit nun mehr als 30 Jahren. «Mit fünf Jahren habe ich mein erstes Gokart gekriegt», sagt der Mann aus Aigle. Um auf der Strecke Gas zu geben, muss er aber auch in anderen Bereichen gut sein: «Es war von Anfang an klar, dass ich in der Schule gut sein musste, meine Mutter hätte mich sonst nicht fahren lassen».
Diese Bemühungen machen sich schnell bezahlt. Im Alter von neun Jahren gewinnt Buemi seine erste nationale Kart-Meisterschaft. Weitere Erfolge, darunter einen Europameistertitel, kommen in den folgenden Jahren hinzu. Ganz einfach ist die Zeit in den Karts aber nicht, diese ist mit viel Aufopferung verbunden. «Meine Eltern haben sehr viel für mich gemacht. Ich war immer in den Motorsport verliebt und wollte mein Bestes geben», sagt Buemi. Zu sehen, wie viel seine Eltern für ihn machen, spornt ihn an, zu gewinnen. «Es war kein extra Druck, sondern Motivation.»
2004 wagt Sébastien Buemi im Alter von 15 Jahren den Schritt in die deutsche Formula BMW, wo er gegen einen gewissen Sebastian Vettel fährt. Früh in der Saison kommt es zu einer Begegnung, die seine Karriere verändert. «Am Formel-1-Rennen am Nürburgring habe ich Dr. Marko (Helmut Marko, Berater bei Red Bull Racing, Anm. d. Red.) kennengelernt. Ich war erst drei Rennen in der Formula BMW gefahren und hatte schon eine Pole Position». Marko sagt Buemi, dass er ein Red-Bull-Fahrer werden kann. «Da wusste ich, dass wenn ich schnell genug bin, ich die Chance bekommen würde, in der Formel 1 zu fahren».

Bereits während seiner Zeit in der Formula BMW wird Buemi in das Nachwuchsprogramm von Red Bull aufgenommen.
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Ein erstes Mal Formel-1-Luft schnuppern darf Buemi dann drei Jahre später. Während eines Tests in Jerez in Spanien sitzt er zum ersten Mal in einem Red-Bull-Boliden. «Als Kind habe ich davon geträumt, in der Formel 1 zu fahren. Das werde ich nie vergessen.»
Der Traum wird 2009 endgültig zur Realität. Sébastien Buemi wird von Toro Rosso als Stammfahrer unter Vertrag genommen. Im Schwesterteam von Red Bull werden Nachwuchsfahrer in der Formel 1 ausgebildet, an Siegen ist im nicht konkurrenzfähigen Auto allerdings nicht zu denken. In der Formel 1 müsse man aber realistische Ziele haben: «Mein Ziel war immer, schneller als mein Teamkollege zu sein».
Trotz schwierigen Voraussetzungen fährt Buemi bei seinem Debüt in Australien auf den sensationellen 7. Platz. Daran hat er nur gute Erinnerungen: «Wie so oft in Melbourne war es ein hektisches Rennen mit vielen Unfällen, wir waren aber sehr schnell und haben keine Fehler gemacht. Das war ein guter Anfang». Bis zum Ende der Saison fährt Buemi drei weitere Male in die Punkte und wird für eine weitere Saison als Stammfahrer bestätigt.

Bei seinem Debüt in Australien fährt Buemi auf den sensationellen 7. Platz.
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In seinem zweiten Jahr bei Toro Rosso erlebt Buemi im ersten Training des Grossen Preis von China einen Schreckmoment. Am Ende einer Geraden geht er auf die Bremsen, da geben die Aufhängungen der Vorderräder nach und lösen sich vom Auto. Buemi bleibt unverletzt und kommt mit dem Schrecken davon. Am nächsten Tag steigt er wieder ins Cockpit. «In den ersten drei, vier Runden war ich bei dieser Geraden nicht bei 100% auf der Bremse. Das Vertrauen kam dann aber schnell zurück».
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Nach der dritten Saison bei Toro Rosso muss Buemi die Formel 1 verlassen. Helmut Marko sagte damals, dass es bei Red Bull Gewinner brauche und das seien Buemi und sein Teamkollege Jaime Alguersuari nicht. «Das war nicht einfach, ich habe alles gemacht, um in der Formel 1 zu fahren. Es war nicht einfach zu akzeptieren, diese Entscheidungen sind nicht immer einfach zu verstehen».
Buemi denkt aber nicht lange über Verlorenes nach: «Man muss sofort an die Zukunft denken». Er heuert nach seinem Abgang aus der Formel 1 in der Langstrecken-WM (World Endurance Championship, WEC) bei Toyota an und findet auch den Weg in die Formel E. In beide Serien feiert er grosse Erfolge. «Manchmal braucht man Glück, um im richtigen Team, im richtigen Moment zu sein. In der Formel 1 war es nicht der richtige Zeitpunkt».
Viermal holt Buemi in der Langstrecken-WM den Weltmeistertitel, er gewinnt viermal das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans und holt in seiner zweiten Saison in der Formel E den Meistertitel. Als Revanche gegen Red Bull und Helmut Marko sieht er seine Erfolge trotzdem nicht. Sie hätten viel für ihn gemacht und er sei sehr dankbar. «Ich wäre natürlich sehr gerne in einem Red Bull gefahren», gesteht er dennoch mit einem Schmunzeln.
Dazu kommt es nicht, auch wenn eine Rückkehr in die Formel 1 im Raum steht. Nach Gesprächen mit Christian Horner, dem Teamchef bei Red Bull, und Helmut Marko entscheidet sich Buemi in der Formel E und in der Langstrecken-WM zu bleiben. «Ich hatte gute Verträge in der Formel E und bei Toyota. Es hat für mich mehr Sinn gemacht, in diese Richtung zu gehen, als zurück in die Formel 1».

Buemi (links) hat schon viermal das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen.
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Es ist auch in der Langstrecken-WM, wo Buemi die Siege einfährt, die ihm am meisten bedeuten. «Für mich sind die Le Mans Siege speziell. Wir haben mit Toyota sehr hart gearbeitet. Wir sind sechsmal gefahren, ohne das Rennen zu gewinnen und dann ist es super gelaufen, mit vier Siegen».
Aber auch der Titel in der Formel E hat für Buemi einen hohen Stellenwert: «Es ist eine sehr schwierige Meisterschaft, man muss sehr viel kämpfen. Mit Le Mans sind das für mich die zwei grössten Siege. Ich bin sehr stolz, dass ich die Meisterschaft gewonnen habe». Genug hat der 36-Jährige aber noch lange nicht: «Ich will immer gewinnen.» Er freue sich immer auf die nächsten Rennen. «Solange ich so viel Motivation habe, bin ich happy».

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