Die Formel E ist zurück! Am Samstag flitzen die Elektro-Boliden beim Saisonauftakt über die Strecke von São Paulo. Dank blue Sport bist du auch in diesem Jahr wieder hautnah dran.
Die Formel E ist zurück auf blue Zoom! Wie bereits in der vergangenen Saison werden alle Rennen 2025/2026 im Free-TV übertragen. Das erste Rennen am Samstagabend um 18.00 Uhr in São Paulo kannst du live mitverfolgen.
Sa 06.12. 17:55 - 19:30 ∙ blue Sport Live ∙ Live: Formel E Weltmeisterschaft
Event ist beendet
Was ist die Formel E?
Die Rennserie mit Elektromotoren wurde vom ehemaligen FIA-Präsidenten Jean Todt ins Leben gerufen und feierte am 2014 in Peking ihre Premiere. Sie verbindet Spektakel, Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit. Die Formel E will mit ihrer Netto-Null-Strategie ein Zeichen für die Zukunft setzen und die Elektro-Mobilität fördern. Von den neuen Technologien, die für die Rennautos entwickelt werden, sollen auch Autohersteller profitieren, um den CO₂-Ausstoss weiter zu verringern.
Seit der ersten Saison ist die Formel E bestrebt, Rennen auf den Strassen von Grosstädten auf der ganzen Welt durchzuführen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Diese Philosophie wird auch bei der zwölften Saison beibehalten und so finden die sogenannte E-Prix in Städten wie London, Tokyo, Miami oder Berlin statt. Seit der Saison 2020/2021 ist die Formel E Mitglied des Motorsport-Dachverbands FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) und so darf sich der Gewinner der Fahrerwertung auch Weltmeister nennen.
Welches Auto wird gefahren?
Formel-E-Autos sind einsitzige Rennwagen mit Elektromotoren. Für die zwölfte Saison wurde das GEN3 EVO-Auto eingeführt. Der Bolide hat eine Maximalleistung von 350 kW (rund 470 PS), erreicht Spitzengeschwindigkeiten von 320 Kilometer pro Stunde und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 1,86 Sekunden. Somit hat der GEN3 EVO eine höhere Beschleunigung als die aktuellen Formel-1-Rennautos.
Der Rennwagen wiegt ohne Fahrer 760 kg. Die Energie-Rekuperation beträgt 600 kW. Beim Rennstart, im Qualifying und beim Attack Mode wird der Allradantrieb aktiviert.
Ab der Saison 2026/2027 soll auf den GEN4 umgestiegen werden. Dieser wird mit Allradantrieb, ABS, Traction Control und mehr Power ausgestattet sein. Damit, und auch dank neuer Aerodynamik, soll die Geschwindigkeit in den Kurven erhöht werden.
Wie sieht ein Rennwochenende aus?
Ein normales Rennwochenende besteht aus zwei Tagen. Am Freitag wird eines von zwei 40-minütigen freien Trainings durchgeführt. Am Samstag beginnt der Renntag mit dem freien Training, gefolgt von der Qualifikation und dem Rennen.
Ausnahmen gibt es in Dschidda, Berlin, Monaco, Shanghai, Tokio und London. In diesen Städten gibt es sogenannte Double Headers, an denen zwei Rennen an einem Wochenende gefahren werden. So finden am Sonntag ein drittes Training sowie ein zweites Qualifying und Rennen statt.
In den Trainings geht es für die Fahrer darum, das Auto auf die Strecke abzustimmen und die Strategie für das Rennen auszuarbeiten.
In der Qualifikation werden die Startpositionen für das Rennen bestimmt. Die 20 Fahrer werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Ihnen stehen zehn Minuten zur Verfügung, um innerhalb der Gruppe unter die ersten vier zu fahren. In dieser Session ist die Leistung auf 300 kW begrenzt.
Die acht Schnellsten der ersten Phase kommen eine Runde weiter, wo sie in einem Viertel-, Halbfinal und Finale gegeneinander um die Pole-Position fahren. Wer sich diese holt, startet das Rennen aus erster Position. Für die sogenannten Duelle können die Fahrer auf die Maximalleistung von 350 kW und Allradantrieb zurückgreifen.
Für jedes Rennen wird von der FIA die Anzahl Runden bestimmt, zeitlich dauert es rund eine Stunde. Nach Safety-Car-Phasen können von der Rennleitung zusätzliche Runden hinzugeführt werden, weil die Autos während diesen Phasen mit geringerer Geschwindigkeit zirkulieren und Energie einsparen.
Beim Rennstart können die Fahrer ebenfalls das Allradantrieb-System verwenden. Ansonsten stehen ihnen 300 kW zur Verfügung, durch den «Attack Mode» können sie weitere 50 kW freischalten.
Was ist der «Attack Mode»?
Während der Rennen müssen die Fahrer durch die sogenannte «Activation Zone» fahren, ein Teil der Strecke abseits der Ideallinie, um einen Boost von 50 kW und den Allradantrieb zu aktivieren. Dieser Boost hilft insbesondere bei Positionskämpfen.
Wie oft die Fahrer durch die «Activation Zone» und in welcher Zeitspanne sie den Attack Mode aktivieren können, bestimmt die FIA vor jedem Rennwochenende.
Wie werden die Punkte verteilt?
Die ersten zehn Klassierten des Rennens gewinnen Punkte. Der Sieger erhält 25 Punkte, der Zweitplatzierte 18, der Dritte 15 und der Zehnte noch einen Punkt. Für die schnellste Rennrunde gibt es einen Zusatzpunkt. Für den Sieger des Qualifyings gibt es zusätzlich noch drei Punkte.
Die gewonnenen Punkten fliessen sowohl in die Fahrerwertung als auch in die Teamwertung ein. Wer am Ende der Saison die meisten Punkte auf dem Konto hat, wird Weltmeister.
Wo wird gefahren?
In der Saison 2025/2026 werden von Dezember bis August 17 Rennen an elf verschiedenen Orten ausgetragen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Rennen in Monaco, Tokio, Berlin und das Saisonfinale in London. Gefahren wird hauptsächlich auf Stadtkursen. In Shanghai finden die Rennen auf einer klassischen, wenn auch in einem veränderten Layout, Rennstrecke statt.
Wie viele Teams fahren in der Formel E?
Insgesamt fahren zehn Teams à zwei Fahrer in der Formel E. Mit Citroën, Jaguar, Porsche und Nissan gehören namhafte Hersteller zum Teilnehmerfeld. In der letzten Saison hat sich Porsche mit dem deutschen Piloten Pascal Wehrlein und dem Portugiesen Antonio Felix da Costa den Team-Titel geholt.
Wer sind die Stars?
Mit Jean-Éric Vergne, Nyck de Vries, Lucas di Grassi, Pascal Wehrlein und dem Schweizer Sébastien Buemi sind ehemalige Formel-1-Fahrer im Feld.
Buemi, di Grassi, Vergne und Antonio Felix da Costa sind seit der ersten Saison dabei. Buemi und Mitch Evans sind mit je 14 Siegen die erfolgreichsten Fahrer. Jean-Éric Vergne hat als einziger zweimal die Fahrerwertung gewonnen.
Der amtierende Fahrer-Weltmeister ist der Brite Oliver Rowland im Nissan.
Wer sind die Schweizer?
Buemi ist nicht als einziger Schweizer am Start. Mit Edoardo Mortara und Nico Müller hat die Schweiz zwei weitere Trümpfe.
Von den drei ist Sébastien Buemi wohl der bekannteste. 55 Formel-1-Rennen hat der Mann aus Aigle bestritten, zu einem Podestplatz hat es nie gereicht. Mehr Erfolge hat Buemi in der Langstrecken-Weltmeisterschaft gefeiert. Da ist er bis jetzt viermal Fahrer-Weltmeister geworden und hat viermal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen. 2015/2016 hat Buemi die Fahrerwertung der Formel E gewonnen, vergangene Saison holte sich Buemi in Monaco nach sechs Jahren Abstinenz seinen 14. Rennsieg.
Mortara steht vor seiner neunten Saison. Bisher hat er 111 Rennen bestritten, von denen er sechs gewonnen hat. In der Saison 2020/2021 wurde er Zweiter in der Fahrerwertung. Ausgerechnet sein heutiger Teamkollege Nyck De Vries stand ihm damals vor der Sonne.
Nico Müller ist der dritte im Bunde. Der 33-Jährige ist auf die neue Saison hin zu Porsche gewechselt. Da steht er seit einigen Jahren als Werksfahrer unter Vertrag, darf nun auch für das Formel-E-Team an den Start gehen. Müller war früher besonders in der DTM (Deutsche Tourenwagen-Masters) erfolgreich unterwegs. Da konnte er zehn Rennsiege feiern und schrammte 20219 und 2020 haarscharf am Titel vorbei. In der Formel E wartet er seit fünf Jahren auf seinen zweiten Podestplatz.
Die gesamte Saison kannst du auf blue Zoom live mitverfolgen.