Die Formel-E-WM umfasst 16 Rennen. Dabei fahren 11 Teams und 22 Fahrer um die WM-Krone. Mit dabei sind die drei Schweizer Nico Müller, Sébastien Buemi und Edoardo Mortara. Alle Rennen siehst du live auf blue Zoom. Hier halten wir dich über das Geschehen auf dem Laufenden.
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Liveticker
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27. Juli 2025
Cassidy gewinnt drittes Rennen in Folge – Buemi auf dem Podest
Der Neuseeländer, der für nächste Saison noch keinen gültigen Vertrag besitzt, gewinnt auch das zweite Rennen in London und feiert seinen dritten Erfolg in Serie.
Beim letzten Rennen der Saison gewinnt er vor Nyck de Vries und Sébastien Buemi. Der Mann aus Aigle steigt zum zweiten Jahr in Folge in London aufs Podest.
Für die anderen beiden Schweizer Edoardo Mortara und Nico Müller ist es ein weniger erfolgreicher Saisonabschluss. Sie scheiden wie Weltmeister Oliver Rowland aus. Das bedeutet auch, dass sich Porsche mit den Fahrern Pascal Wehrlein und Antonio Félix da Costa die Teamwertung sichert.
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27. Juli 2025
Ticktum holt sich Pole – muss aber Strafe absitzen
Der Brite war im Qualifying der schnellste, hat aber wegen einer Kollision mit Mitch Evans im Rennen am Samstag eine Fünf-Plätze-Gridstrafe erhalten. Vom ersten Startplatz wird der Sieger vom Samstag Nick Cassidy ins Rennen gehen.
Edoardo Mortara hat es als einziger Schweizer in die Duelle geschafft, war aber der langsamste und wurde nur 8. Nico Müller (14.) und Sébastien Buemi (15.) werden von derselben Startreihe losfahren.
Im letzten Rennen der Saison geht es noch um die Team-Krone. Porsche hat 37 Punkte Vorsprung auf Nissan und wird sich den Titel wohl kaum mehr nehmen lassen.
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26. Juli 2025
Nick Cassidy gewinnt – Mortara punktet
Die Schweizer spielten beim ersten von zwei Formel-E-Rennen in London keine prominente Rolle. Nur der Genfer Edoardo Mortara vom Mahindra-Racing-Team sammelte mit Platz 7 Punkte.
Das vorletzte Rennen der Saison gewann der Neuseeländer Nick Cassidy im Jaguar vor dem Niederländer Nyck de Vries und dem Deutschen Pascal Wehrlein. Der Titel war dem Engländer Oliver Rowland, der vor heimischem Publikum Elfter wurde, im Nissan bereits sicher.
Die beiden anderen Schweizer Fahrer landeten weit hinten. Der Berner Nico Müller wurde 15., direkt vor dem Waadtländer Sébastien Buemi. Die Saison wird am Sonntag mit einem zweiten Rennen in Englands Hauptstadt abgeschlossen.
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26. Juli 2025
Mitch Evans startet von der Pole-Position
Der Neuseeländer sichert sich in London die zweitletzte Pole-Position der Formel-E-Saison. Im Finale der Duelle setzt er sich gegen den Niederländer Nyck De Vries durch.
Unter die besten acht hat es im ersten Qualifying in der englischen Hauptstadt kein Schweizer geschafft. Edoardo Mortara wurde Neunter, Nico Müller folgt ihm einen Rang dahinter. Sébastian Buemi wird im ersten Rennen nur von Platz 18 aus starten.
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13. Juli 2025
Rowland ist Weltmeister – Müller bester Schweizer
Edoardo Mortara hat seinen zweiten Podestplatz am Formel-E-Rennwochenende in Berlin deutlich verpasst. Nach Rang 3 am Vortag wurde der Genfer Zwölfter. Bester Schweizer war Nico Müller auf Platz 8.
Während sich Müller im drittletzten Rennen der Saison von weit hinten in die Top 10 arbeitete, mischte Mortara bis nach Rennmitte in Podestnähe mit. Er büsste in der Folge aber noch Terrain ein und fiel in der Gesamtwertung auf Platz 8 zurück.
Den Sieg holte sich der neuseeländische Jaguar-Fahrer Nick Cassidy vor dem Briten Jake Dennis und dem Franzosen Jean-Eric Vergne. Der Brite Oliver Rowland kürte sich mit Rang 4 schon vor der letzten Station in zwei Wochen in London zum Gesamtsieger.
Sébastien Buemi, der im Mai in Monaco seinen 14. Sieg gefeiert hatte und zusammen mit dem Neuseeländer Mitch Evans Rekordsieger der Rennserie ist, schied am Sonntag vor Rennhälfte aus.
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12. Juli 2025
Wehrlein macht Titelkampf noch einmal spannend
In nassen Bedingungen auf dem Berliner Templerhof hatte WM-Leader Oliver Rowland alle Fäden selbst in der Hand, um bereits am Samstag Weltmeister zu werden. Der Brite startete vom dritten Rang aus und gab diesen bereits in der ersten Kurve ab.
Hinter ihm schlich sich sein erster Verfolger in der Fahrerwertung, Pascal Wehrlein, an. Der Deutsche musste nach einer Strafe von der neunten Position starten und arbeitete sich bis auf den zweiten Rang nach vorne.
In der 34. von 39 Runden ändert sich die Ausgangslage um den WM-Titel. Rowland, der mit 69 Punkten Vorsprung auf Wehrlein ins viertletzte Rennen der Saison gestartet ist, will Stoffel Vandoorne in einer Rechtskurve auf der Innenseite überholen und fährt in den Belgier hinein – Schaden an der Radaufhängung! Noch am Freitag sagte er zu blue Sport, dass er sich nicht zurückhalten werde und «so aggressiv fahren wie sonst».
Rowland muss aufgeben und macht Wehrlein den Weg frei, Punkte gut zu machen. Der Deutsche kämpft in den letzten Runden mit Rennleader Mitch Evans um den Sieg, kommt aber nicht mehr an ihn vorbei und muss sich mit dem zweiten Platz begnügen. Weil er auch die schnellste Rennrunde fährt, macht er 19 Punkte auf Rowland gut. Der Rückstand beträgt nur noch 50 Zähler.
Auch die Schweizer sorgen für Aufsehen – insbesondere Edoardo Mortara. Nach einer Berührung mit Rowland früh im Rennen, bleibt er cool und beendet das Rennen auf der Strecke auf dem vierten Rang. Weil Antonio Félix da Costa aber eine Fünf-Sekunde-Strafe erhält, klassiert sich Mortara auf dem dritten Rang.
Die anderen beiden Schweizer, Sébastien Buemi und Nico Müller, fahren ebenfalls in die Punkte. Der Mann aus Aigle begann das Rennen auf dem letzten Startplatz wird 7. und der Berner 8.
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21. Juni 2025
Ticktum siegt vor Mortara und Müller
Die Schweizer zeigen in Jakarta ein starkes Rennen. Edoardo Mortara (2.) und Nico Müller (3.) fahren auf das Podest. Der Sieg geht an den abgebrühten Briten Dan Ticktum. Sébastien Buemi fährt als Achter ins Ziel.
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21. Juni 2025
Wer gewinnt den E-Prix von Jakarta?
Der Brite Jake Dennis startet von der Pole Position. Die Schweizer Edoardo Mortara, Sébastien Buemi und Nico Müller von den Positionen 6,7 und 13.
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1. Juni 2025
Cassidy gewinnt zweites Rennen von Shanghai
Das Rennen in Shanghai beginnt wegen schwierigen Bedingungen hinter dem Safety Car, erst in der achten Runde kommt die Grüne Flagge. Waghalsige Überholmanöver bleiben auf der nassen Strecke mehrheitlich aus, das Risiko des Ausscheidens ist zu gross. Ausflüge ins Gras passieren fast allen.
Fast, denn vorne bewahrt einer einen kühlen Kopf: Nicky Cassidy. Der Neuseeländer gerät nie in Bedrängnis und fährt vorne weg. Ihm kommen die Porsche-Fahrer Pascal Wehrlein und Antonio Felix da Costa nie wirklich nahe, können sich aber die Podestplätze sichern.
Bester Schweizer wird Nico Müller als Sechster. Buemi (18.) und Mortara (19.) verpassen die Punkte deutlich.
Für den Führenden in der Fahrerwertung Oliver Rowland ist es ein Rennen zum Vergessen, er wird nur 13. Der Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Wehrlein ist auf 68 Punkte geschmolzen. Fünf Runden vor Schluss hat er allerdings immer noch die besten Karten für den WM-Titel.
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1. Juni 2025
Wer gewinnt den zweiten E-Prix von Shanghai?
Nick Cassidy hat sich im Regen die Pole für das zweite Rennen in Shanghai geschnappt. Hinter ihm werden die beiden Porsche-Piloten Antonio Felix da Costa und Pascal Wehrlein ins Rennen gehen. Nico Müller war als Zehnter bester Schweizer im Qualifying.
Der WM-Führende Oliver Rowland konnte nur den 17. Rang herausfahren und wird versuchen noch in die Punkte zu fahren.
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31. Mai 2025
Max Günther gewinnt erstes Rennen in Shanghai
Maximilian Günther gewinnt in der Formel-E-WM das erste von zwei Rennen in Schanghai. Der aus der Pole-Position gestartete Deutsche siegt vor seinem französischen Teamkollegen Jean-Eric Vergne.
Bester des Schweizer Trios auf dem Shanghai International Circuit, Schauplatz auch des Grand Prix von China im Rahmen der Formel-1-WM, war Sébastien Buemi auf Platz 9. Der Waadtländer aus der Equipe Envision war lediglich aus Position 20 losgefahren. Nico Müller aus dem Team Andretti musste sich mit Rang 15 bescheiden, der für den Rennstall antretende Edoardo Mortara schied aus.
Günther errang seinen zweiten Sieg in der laufenden Saison, den siebenten insgesamt in der Formel E. Mitte Februar hatte er die erste von zwei Prüfungen in Dschidda in Saudi-Arabien für sich entschieden. Zusammen mit Vergne sorgte Günther für den ersten Doppelerfolg des amerikanischen Teams Penske in dieser Rennserie.
Der in der WM-Gesamtwertung klar führende Brite Oliver Rowland im Nissan belegte Platz 5.
Am Sonntag findet in Shanghai ein weiteres Rennen statt. Gestartet wird wiederum um 9 Uhr Schweizer Zeit. blue Zoom überträgt das Rennen live im Free-TV.
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30. Mai 2025
Porsche will noch einmal angreifen
Die Formel-E-Saison biegt auf die Zielgerade ein. Oliver Rowland steht in Shanghai vor einem wegweisenden Wochenende. Porsche gibt sich sieben Runden vor Schluss noch nicht geschlagen.
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18. Mai 2025
Rowland gewinnt in Tokio – Titel ist ihm kaum mehr zu nehmen
Im ersten E-Prix von Tokio sorgte der Regen für viel Chaos. Im zweiten Rennen am Sonntag bleibt die Strecke trocken. Die Fahrer bleiben geduldig und fahren taktisch, denn auf dem schmalen Stadtkurs in Tokio ist das Überholen schwierig.
Der amtierende Weltmeister Pascal Wehrlein führt das Rennen lange an und schielt auf den zweiten Saisonsieg. In der 26 Runde holt sich Oliver Rowland den Attack Mode und schnappt dem Deutschen den ersten Platz weg. Der Brite fährt den Sieg nach Hause und baut seinen Vorsprung in der Fahrerwertung auf 77 Punkte aus.
Neben Rowland stehen Wehrlein und Dan Ticktum auf dem Podest. Sébastien Buemi holt sich als Neunter als einziger Schweizer Punkte. Edoardo Mortara kommt als Fünfter ins Ziel, fliegt aber wegen einer Zeitstrafe aus den Punkterängen. Müller wird Elfter.
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18. Mai 2025
Wer gewinnt den zweiten E-Prix von Tokio?
Können die Schweizer ihre guten Leistungen vom Samstag bestätigen? Nach dem Qualifying ist die Ausgangslage schwieriger als noch am Vortag. So wird am Sonntag ins Rennen gestartet:
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17. Mai 2025
Vandoorne gewinnt das Regenrennen in Tokio
Nach einem verzögerten Start müssen die Fahrer in den ersten vier Runden dem Safety Car folgen, ehe es im Regen von Tokio zum stehenden Start kommt.
Die Schweizer Edoardo Mortara und Sébastien Buemi arbeiten sich nach dem Start nach vorne. Der Führende in der Fahrerwertung Oliver Rowland fährt den beiden Schweizern davon.
In der 13. Runde kommt es wegen Maximilian Günther zu einer roten Flagge. Die Karten werden mit dem neuerlichen Start neu gemischt und plötzlich führt Stoffel Vandoorne das Rennen an. Der Belgier hat den obligaten Boxenstopp kurz vor der roten Flagge erledigt und ist so im Vorteil, als die anderen an die Box müssen.
Vandoorne lässt sich den Sieg von Rowland und Barnard nicht mehr nehmen. Buemi (4.) und Mortara (6.) verpassen am Ende das Podest. Nico Müller verpasst mit dem zwölften Rang die Punkte.
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17. Mai 2025
Wer gewinnt den E-Prix von Japan?
Nach seinem Sieg in Monaco will Sébastien Buemi auch in Tokio brillieren. Bereits um 8 Uhr Schweizer Zeit startet der E-Prix von Japan. Am Sonntag folgt ein zweites Rennen in Tokio.
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4. Mai 2025
Buemi gewinnt Regenrennen in Monaco
Sébastien Buemi gewinnt zum dritten Mal in seiner Formel-E-Karriere in Monaco. Der Mann aus Aigle, der vom achten Platz gestartet ist, arbeitet sich in den ersten Runden nach vorne und übernimmt die Spitze. Er hält in den letzten acht Runden Weltmeisterschaftsleader Rowland und Cassidy auf Distanz und feiert den Sieg im Regen von Monaco.
Für Buemi ist es der erste Sieg in der Formel E seit 2019. Für die anderen zwei Schweizer ist es ein Rennen zum Vergessen. Nico Müller scheidet aus und Edoardo Mortara schafft es nur auf den 13. Platz.
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3. Mai 2025
Rowland gewinnt in Monaco – zwei Schweizer stark
Die Formel E hat im ersten Rennen in Monaco das Versprechen eingehalten: Spektakel. Barnard bestätigt seine Pole-Position und führt das Rennen lange an. Bei den Boxenstopps verliert der 20-jährige Brite dann viel Zeit und fällt zurück. Und da führt plötzlich ein Schweizer: Nico Müller. Er profitiert nach einem Unfall von da Costa von einem Full Course Yellow, in dem alle die Geschwindigkeit reduzieren müssen.
Lange kann Müller die Eins nicht halten. De Vries und Rowland haben mehr Energie im Auto und überholen den Schweizer nach wenigen Runden. Rowland überholt De Vries in der 25. Runde und lässt sich den Sieg vom Niederländer und Jake Dennis nicht mehr nehmen. Und weil da Costa und Barnard keine Punkte holen, baut der Brite seine Führung in der Fahrerwertung aus.
Für zwei Schweizer ist es ein geglückter Nachmittag. Edoardo Mortara beendet das Rennen auf Platz vier und Müller wird Fünfter. Sébastien Buemi verpasst die Punkte mit dem 19. Rang deutlich.
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12. April 2025
Pascal Wehrlein gewinnt Chaosrennen in Miami
Pascal Wehrlein gewinnt den chaotischen Miami E-Prix der Formel E. Der deutsche Porsche-Fahrer rückt auf Rang 1 vor, weil Norman Nato, der die Ziellinie eigentlich als Erster überquert hat, eine Strafe erhielt - ebenso wie zahlreiche andere Fahrer, die ihre Attack-Modes nicht rechtzeitig aufgebraucht haben. Vorangegangen ist eine späte Rotphase infolge eines Unfalls. Das Podium komplettieren überraschend Lucas di Grassi und Antonio Felix da Costa.
Die Schweizer Nico Müller (4.) und Edoardo Mortara (5.) klassieren sich knapp hinter dem Podest. Sébastien Buemi wird nur 14.
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15. Februar 2025
Rowland gewinnt das 2. Rennen in Jeddah
Am Freitag musste sich Oliver Rowland noch ganz knapp geschlagen geben, am Samstag setzt sich der Brite durch und holt sich den Sieg beim zweiten E-Prix in Saudi-Arabien. Die Schweizer Edoardo Mortara (Platz 10), Nico Müller (Platz 11) und Sébastien Buemi (Platz 19) verpassen einen Exploit klar.
Die Top-5 am Samstag. fiaformulae.com -
14. Februar 2025
Maximilian Günther gewinnt erstes Rennen in Jeddah
Der Deutsche Maximilian Günther setzt sich in Jeddah dank eines grandiosen Finish gegen den Briten Oliver Rowland durch und holt sich den Sieg. Dritter wird Taylor Barnard (Grossbritannien).
Sébastien Buemi muss sich mit Rang 12 begnügen, Edoardo Mortara fährt auf Platz 7. Nico Müller, der dritte Schweizer im Rennen, muss das Rennen schon früh nach einem heftigen Crash beenden.
Das nächste Rennen folgt schon am Samstag. Dann steht in Saudi-Arabien der vierte E-Prix der Saison auf dem Programm. blue Zoom überträgt das Rennen ab 18.00 Uhr live.
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11. Januar 2025
2. Rennen, Mexico City
Nach dem verrückten Auftakt in São Paulo sorgt die Formel E auch am Samstag in Mexico City für Spektakel. Der Sieg geht dabei an den britischen Nissan-Piloten Oliver Rowland. Bester Schweizer wird Nico Müller auf Rang 9.
Oliver Rowland, der zu Nissan zurückgekehrt ist, feierte einen überraschenden Sieg - und darf nun sogar vom Weltmeistertitel träumen. Denn in den letzten beiden Saisons wurde der Sieger von Mexiko später auch Weltmeister.
Nico Müller fuhr als einziger Schweizer in die Punkteränge. Müller startete aus der neunten Reihe (als 18.), fuhr aber ein beherztes Rennen und zwischenzeitlich sogar auf Platz 4 vor. In der Schlussphase des Rennens verlor er aber wieder Positionen.
Sébastien Buemi (als 13.) und Edoardo Mortara (als 17.) fielen früh weit zurück und schafften es nicht mehr unter die ersten 10.
Im WM-Klassement führt der Portugiese Antonio Felix Da Costa, der mit seinem Porsche in den ersten beiden Rennen jeweils auf Platz 2 fuhr. -
7. Dezember 2024
1. Rennen, São Paulo
Die Formel E erlebt in São Paulo einen verrückten Saisonstart. In einem Rennen mit acht Ausfällen und zwei Unterbrechungen geht Mitch Evans nach fast zwei Stunden als überraschender Sieger hervor.
Überraschend deshalb, weil der Neuseeländer im Jaguar vom 22. und letzten Startplatz losgefahren war. Der aus der Pole-Position gestartete Titelverteidiger Pascal Wehrlein schied in der Schlussphase aus, nachdem sich sein Porsche nach einem Zusammenstoss spektakulär überschlagen hatte.
Im Chaos behielten Edoardo Mortara und Sébastien Buemi die Übersicht und fuhren als Fünfer respektive Achter in die WM-Punkte. Nico Müller, der dritte Schweizer, schied noch in der Startrunde aus.
Weiter geht es in der Formel E am 11. Januar in Mexiko City. Die letzten beiden von insgesamt 16 Saisonrennen werden am letzten Juli-Wochenende in London ausgetragen. Zwei E-Prix innert zwei Tagen werden erstmals auch in Monaco (3./4. Mai) und Tokio (17./18 Mai) ausgetragen. Ein Rennen auf Schweizer Boden, wie zuletzt im Juni 2019 in Bern, figuriert erneut nicht im Kalender.
Die Schlussrangliste des Saison-Auftakts in Sao Paulo
Was ist die Formel E?
Die Rennserie mit Elektromotoren wurde vom ehemaligen FIA-Präsidenten Jean Todt ins Leben gerufen und feierte am 13. September 2014 in Peking ihre Premiere. Sie verbindet Spektakel, Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit. Die Formel E will mit ihrer Netto-Null-Strategie ein Zeichen für die Zukunft setzen und die Elektro-Mobilität fördern. Von den neuen Technologien, die für die Rennautos entwickelt werden, sollen auch Autohersteller profitieren, um den CO2-Austoss weiter zu verringern.
Seit der ersten Saison ist die Formel E bestrebt, Rennen auf den Strassen von Grosstädten auf der ganzen Welt durchzuführen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Diese Philosophie wird auch bei der elften Saison beibehalten und so finden die sogenannte E-Prix in Städten wie London, Tokyo, Jakarta oder Berlin statt. Seit der Saison 2020/2021 ist die Formel E Mitglied des Motorsport-Dachverbands FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) und so darf sich der Gewinner der Fahrerwertung auch Weltmeister nennen.
Welche Autos werden gefahren?
Formel-E-Autos sind einsitzige Rennwagen mit Elektromotoren. Für die elfte Saison wurde die dritte Generation weiterentwickelt und so ist der GEN3 EVO entstanden. Der Bolide hat eine Maximalleistung von 350 kW (rund 470 PS), erreicht Spitzengeschwindigkeiten von 320 Kilometer pro Stunde und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 1,86 Sekunden. Somit hat der GEN3 EVO eine höhere Beschleunigung als die aktuellen Formel-1-Rennautos.
Bei Massen von 5,02 x 1,70 Metern wiegt der Rennwagen 859 kg. Die Energie-Rekuperation beträgt 600 kW. Beim Rennstart, im Qualifying und beim Attack Mode kann auch der Allradantrieb aktiviert werden.
Das neue Auto konnten die Teams und Fahrer vor einem Monat auf der Jarama-Strecke in Madrid während vier Tagen testen.
Wie sieht ein Rennwochenende aus?
Ein normales Rennwochenende besteht aus zwei Tagen. Am Freitag wird eines von zwei 30-minütigen freien Trainings durchgeführt. Am Samstag beginnt der Renntag mit dem freien Training, gefolgt von der Qualifikation und dem Rennen.
Ausnahmen gibt es in Dschidda, Monaco, Tokyo, Shanghai, Berlin und London. In diesen Städten gibt es sogenannte Double Headers, an denen zwei Rennen an einem Wochenende gefahren werden. So finden am Sonntag ein drittes Training sowie ein zweites Qualifying und Rennen statt.
In den Trainings geht es für die Fahrer darum, das Auto auf die Strecke abzustimmen und die Strategie für das Rennen zu planen.
In der Qualifikation werden die Startpositionen für das Rennen bestimmt. Die 22 Fahrer werden in zwei Gruppen aufgeteilt, die je zehn Minuten Zeit haben, um innerhalb der Gruppe unter die ersten vier zu fahren. In dieser Session ist die Leistung auf 300 kW begrenzt.
Die acht Schnellsten der ersten Phase kommen eine Runde weiter, wo sie in einem Viertel-, Halbfinal und Finale gegeneinander um die Pole Position fahren. Wer sich diese holt, startet das Rennen an erster Stelle. Für diese Duelle haben die Fahrer auf die Maximalleistung von 350 kW und Allradantrieb zur Verfügung.
Die Rennen sind auf 55 Minuten begrenzt. Beim Start können die Fahrer ebenfalls das Allradantrieb-System verwenden. Ansonsten stehen ihnen 300 kW zur Verfügung, durch den «Attack Mode» können sie weitere 50 kW freischalten.
Was bedeutet «Attack Mode»?
Während der Rennen können die Fahrer durch die sogenannte «Activation Zone» fahren, ein Teil der Strecke abseits der Ideallinie, um einen Boost von 50 kW zu aktivieren. Dieser Boost wird bei Positionskämpfen aktiviert.
Wie oft die Fahrer durch die «Activation Zone» und in welcher Zeitspanne sie den Attack Mode aktivieren können, bestimmt die FIA vor jedem Rennwochenende.
Wie werden die Punkte verteilt?
Die ersten zehn Klassierten des Rennens gewinnen Punkte. Der Sieger erhält 25 Punkte, der Zweitplatzierte 18, der Dritte 15 und der Zehnte noch einen Punkt. Wenn jemand in den ersten zehn die schnellste Rennrunde fährt, erhält er einen Zusatzpunkt. Für den Sieger des Qualifyings gibt es zusätzlich noch drei Punkte.
Die gewonnenen Punkten fliessen sowohl in die Fahrerwertung als auch in die Teamwertung ein. Wer am Ende der Saison die meisten Punkte auf dem Konto hat, wird Weltmeister.
Wo wird gefahren?
In der Saison 2024/2025 werden von Dezember bis Juli 16 Rennen an zehn verschiedenen Orten ausgetragen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Rennen in Monaco, Tokyo, Berlin und das Saisonfinale in London. Gefahren wird hauptsächlich auf Stadtkursen.
Wie viele Teams fahren in der Formel E?
Insgesamt fahren elf Teams à zwei Fahrer in der Formel E. Mit Maserati, McLaren, Porsche und Nissan nehmen namhafte Hersteller an der Formel-E-Weltmeisterschaft teil. In der letzten Saison hat sich Jaguar mit dem neuseeländischen Duo Mitch Evans und Nick Cassidy den Titel geholt.
Wer sind die Stars?
Zu den Stars gehört Pascal Wehrlein, der sich im letzten Jahr zum ersten Mal zum Weltmeister gekrönt hat. Der Deutsche startete 2016-2017 in der Formel 1 und bestritt eine Saison bei Sauber.
Mit Jean-Éric Vergne, Nyck de Vries, Lucas di Grassi, Stoffel Vandoorne und dem Schweizer Sébastien Buemi sind weitere ehemalige Formel-1-Fahrer im Feld.
Buemi, di Grassi, Vergne, Antonio Felix da Costa und Sam Bird sind seit der ersten Saison dabei. Buemi und da Costa sind mit je 13 Siegen die erfolgreichsten Fahrer. Jean-Éric Vergne hat als einziger zweimal die Fahrerwertung gewonnen.
Neben den bekannten Namen sind in dieser Saison auch zwei Rookies dabei. Zane Maloney (ist Teil der Sauber Academy) aus Barbados und Taylor Barnard aus Grossbritannien haben in diesem Jahr die Saison in der Formel 2 bestritten und wagen nun den Schritt in die Elektro-Rennserie.
Wer sind die Schweizer?
Buemi ist nicht als einziger Schweizer am Start. Mit Edoardo Mortara und Nico Müller hat die Schweiz zwei weitere Trümpfe.
Von den drei ist Sébastien Buemi wohl der bekannteste. 55 Formel-1-Rennen hat der Mann aus Aigle bestritten, zu einem Podestplatz hat es nie gereicht. Mehr Erfolge hat Buemi in der Langstrecken-Weltmeisterschaft gefeiert. Da ist er bis jetzt viermal Fahrerweltmeister geworden und hat viermal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen. 2015/2016 hat Buemi die Fahrerwertung der Formel E gewonnen, wartet nun aber seit sieben Jahren auf den 14. Rennsieg.
Mortara steht vor seiner achten Saison in der Formel E. Bisher hat er 95 Rennen bestritten, von denen er sechs gewonnen hat. In der Saison 2020/2021 wurde er Zweiter in der Fahrerwertung. Ausgerechnet sein heutiger Teamkollege Nyck De Vries stand ihm damals vor der Sonne.
Einen Weltmeister als Teamkollegen hat auch Nico Müller. Auf die neue Saison hin ist der Schweizer zu Andretti Formula E gewechselt, wo Jake Dennis auf ihn wartet. Der Brite hat 2023 den Titel gewonnen. Mit dem neuen Team will er endlich seinen ersten Formel-E-Sieg einfahren. Müller war früher besonders in der DTM (Deutsche Tourenwagen-Masters) erfolgreich unterwegs. Da konnte er zehn Rennsiege feiern und schrammte 20219 und 2020 haarscharf am Titel vorbei.