Hamilton: «Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt»

pat

16.10.2020 - 10:56

Hamilton: «So sehr ich Michael liebe und er eine Legende ist – aber es lag nicht nur an ihm.»
Bild: Keystone

Lewis Hamilton feierte am vergangenen Sonntag den 91. GP-Sieg und schloss damit zu Rekordsieger Michael Schumacher auf. Seither wird darüber gestritten, wer denn nun der beste Formel-1-Fahrer der Geschichte ist. Geht es nach Hamilton, so ist es eine unsinnige Debatte.

Michael Schumacher hält den Rekord von sieben WM-Titeln, fünf davon hat er mit Ferrari geholt. Ein Rekord, den Lewis Hamilton in dieser Saison egalisieren dürfte, führt er doch das Gesamtklassement mit grossem Vorsprung an. Es wäre sein sechster WM-Titel als Mercedes-Pilot, seinen ersten feierte er bereits 2008 mit McLaren.

Und weil es im Sport immer ums Gewinnen geht, entflammen unter Experten und Fans auch immer wieder Diskussionen, wer denn der Grösste seiner Sportart ist. Sei es im Tennis (Federer, Nadal oder Djokovic), im Basketball (Jordan oder James), im Fussball (Messi oder Ronaldo) oder eben in der Formel 1 (Schumacher oder Hamilton).

Hamilton gibt sich bescheiden

Und was sagt Hamilton dazu, der nach seinem 91. GP-Sieg ankündigte, dass er noch nicht fertig sei? «So sehr ich Michael liebe und er eine Legende ist – aber es lag nicht nur an ihm. Sie reden davon, dass Michael Ferrari zum Erfolg geführt hat, aber das schafft kein Einzelner», so der sechsmalige Weltmeister. «Ich habe Mercedes nicht zum Erfolg geführt und Michael hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt.»



Erfolge könne man nur als Team feiern und da würden ganz viele Personen dazugehören. «Das Ding bei Fahrern wie Michael und mir ist, wir sitzen am Steuer», so der Brite. Aber auch die ganze Technologie könne den Unterschied ausmachen, in diesem Zusammenhang spricht er von einer «kraftvollen Macht». Auch die Teamchefs sind nur ein, wenn auch wichtiges, Puzzlestück auf dem Weg zu grossen Erfolgen. Dass die Qualität der Fahrer auch eine Rolle spielt, dessen ist sich Hamilton allerdings bewusst. «Ein menschliches Element wie mich oder Michael kann ein Computer aber dann doch nicht simulieren», so der 35-Jährige mit dem gesunden Selbstvertrauen einer lebenden Formel-1-Legende.

WM-Gesamtklassement

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