Hosen runter! Wie gut ist der neue Sauber wirklich?

mar

6.3.2018

Bei den ersten Testfahrten blieb der neue Sauber noch hinter den Erwartungen zurück.
Bild: Getty Images

«In Melbourne werden die Hosen runtergelassen», sagte Sebastian Vettel kürzlich. Bis dahin pokern die Rennställe bei den Testfahrten noch so gut sie können. Niemand gibt alles preis. Und dennoch zeichnen sich erste Tendenzen ab. 

Das Jahr 2017 wurde von Sauber immer wieder gerne als Übergangsjahr bezeichnet. Als Saison, in der man sich neu ausrichten will und experimentiert, um 2018 wieder Anschluss im Mittelfeld zu finden. Die Kooperation mit Alfa war in dieser Hinsicht nur ein weiteres Puzzleteilchen, um genau dieses Ziel heuer in die Tat umzusetzen.

Die ersten Testfahrten waren dann aber aus Schweizer Sicht sehr ernüchternd. Leclerc und Ericsson belegten die letzten Plätze. Die Zuversicht hat man deswegen aber nicht verloren. Teamchef Frédéric Vasseur: «Wir zeigten ja erst das halbe neue Auto», sagt er gegenüber «Blick».

Bei diesem halben neuen Auto fielen vorallem die grossen Nasenlöcher auf. Ganz generell verfügt der Alfa-Sauber über so viele Öffnungen für die Kühlung wie kein anderer Bolide in der Königsklasse.  Ob das noch zu einem entscheidenden Vorteil werden könnte? Schwierig abzuschätzen.

Am heutigen Dienstag legt man nun ein erstes grösseres Update nach. Ein neuer Frontflügel sowie ein neuer Unterboden kommen zum Einsatz. Von diesen Änderungen verspricht sich Technik-Direktor Jörg Zander eine grosse Steigerung. Eine gewisse Skepsis bleibt aber dennoch: «Wenn uns am Test-Ende erneut eine Sekunde auf die Vorderleute fehlt, müssen wir uns bis Melbourne was einfallen lassen. Aber wir lassen uns nicht nervös machen!»

Spätestens am Samstag dem 24. März wird man endgültig mehr über die wahre Stärke der Rennställe erfahren. Dann ist das Qualifying zum Grossen Preis von Australien. Mercedes, Ferrari und Red Bull werden dann wohl wie schon im Vorjahr die Pole unter sich ausmachen. Was dahinter passiert, dürfte aber durchaus spannend werden. Aus Schweizer Sicht hoffen wir natürlich, dass die Kooperation mit Alfa ähnlich grosse Erfolge einbringt wie jene mit BMW von 2006 bis 2009.

Zurück zur Startseite