Olympia-Abfahrt Breezy Johnson holt Gold, Aicher nur knapp dahinter – Bronze an Sofia Goggia

Jan Arnet

8.2.2026

Lindsey Vonn stürzt in der Olympia-Abfahrt nach wenigen Fahrsekunden schwer

Lindsey Vonn stürzt in der Olympia-Abfahrt nach wenigen Fahrsekunden schwer

08.02.2026

Die Amerikanerin Breezy Johnson gewinnt Gold in der Olympia-Abfahrt vor der Deutschen Emma Aicher und Sofia Goggia aus Italien. Um Lindsey Vonn spielt sich ein Drama ab..

Redaktion blue Sport

Breezy Johnson und Grossanlässe – das passt. Die 30-Jährige sicherte sich als weibliches Pendant zu Franjo von Allmen nach dem WM-Titel in Saalbach auch in Cortina d'Ampezzo die Goldmedaille in der Abfahrt. Sie setzte sich auf der Piste Olimpia delle Tofane hauchdünn gegen Emma Aicher durch.

Die 22-jährige Deutsche war die Einzige, die Johnson so richtig gefährden konnte. Am Ende fehlten der Allrounderin, die in Schweden aufgewachsen ist und als Teenager drei Jahre in Engelberg lebte, lediglich vier Hundertstel zu Gold.

Bronze ging an Sofia Goggia. Die Italienerin hat somit einen kompletten Medaillensatz an Olympischen Spielen gewonnen, nachdem sie 2018 Olympiasiegerin in der Abfahrt wurde und vor vier Jahren in der Königsdisziplin Silber holte. Umso höher einzustufen ist Goggias Leistung, da sie bei hohen Temperaturen spät ins Rennen stieg, nachdem sich um Lindsey Vonn ein Drama abgespielt hatte.

Vonn stürzt schon früh

Der Traum der Amerikanerin vom zweiten Abfahrts-Gold an Olympischen Spielen nach 2010 war nach zwölf Fahrsekunden zu Ende. Die 41-Jährige hängte nach einem Sprung mit dem rechten Arm im Tor ein, verdrehte sich und schlug hart auf der Piste auf. Vonn blieb liegen, das Rennen wurde lange unterbrochen und die «Speed-Queen» schliesslich mit dem Helikopter abtransportiert. Vonn hatte nach ihrem Comeback vor etwas mehr als einem Jahr alles auf die Olympischen Spiele ausgerichtet. Nach ihrem Sturz in der Vorwoche in Crans-Montana stand sie gar mit einem gerissenen Kreuzband im linken Knie am Start. Das Risiko zahlte sich für sie nicht aus.

Die Schweizerinnen konnten wie erwartet nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Als beste Athletin von Swiss-Ski klassierte sich Corinne Suter mit fast zwei Sekunden Rückstand im 14. Rang. Noch vor vier Jahren hatte die Schwyzerin in Peking Gold geholt, 2021 wurde sie in Cortina Abfahrts-Weltmeisterin. Janine Schmitt (17.), Jasmine Flury (19.) und Malorie Blanc (20.) gingen mit frühen Startnummern ins Rennen, konnten jedoch nicht von den guten Bedingungen profitieren. Das Teamresultat widerspiegelt die bescheidenen Schweizer Leistungen in der bisherigen Speed-Saison.

Die Top 20 im Schlussklassement

Der Liveticker zur Nachlese:

  • Liveticker
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  • Liveticker beendet
  • Startnumer 25

    Auch Cerutti chancenlos

    Mittlerweile sind alle Fahrerinnen im Ziel, denen hier noch ein Exploit zuzutrauen gewesen wäre. Es ist jetzt wirklich klar, am Podest ändert sich nichts mehr.

  • Startnummer 20

    Stuhec fast zwei Sekunden zurück

    Die Slowenin ist hier auch weit weg von den Bestzeiten. Ich lege mich fest: Das Rennen hier ist gelaufen, zumindest was die Plätze ganz vorne angeht.

  • Startnummer 19

    Romane Miradoli chancenlos

    Die Französin verliert viel Zeit und sprengt das Schweizer Quartett am Ende des Klassements.

  • Startnummer 18

    Ortlieb stürzt

    Die Österreicherin rutscht weg, stürzt, kann aber sofort wieder aufstehen und hat sich aller Voraussicht nach nicht verletzt.

  • Startnummer 17

    Wiles ebenfalls ohne Chance

    Jacqueline Wiles wäre durchaus eine Medaillen-Kandidatin gewesen. Und die Amerikanerin zeigt vor allem einen sackstarken Finish und wird zeitgleich mit Corinne Hüter Vierte.

  • Startnummer 16

    Suter ebenfalls klar geschlagen

    Der Schweizer Exploit bleibt heute definitiv aus. Und zwar brutalst. Die vier Schweizerinnen klassieren sich geschlossen ganz am Ende des Klassements. Das ist eine brutale Klatsche.

  • Startnummer 15

    Goggia auf Bronze-Kurs

    Die Italienerin startet sehr schnell, gerät dann aber weit weg von der Ideallinie. Goggia greift aber weiter an. Für die Zeit von Johnson reicht es nicht, aber unter diesen Umständen ist das eine überragende Leistung und dürfte mit der Bronze-Medaille belohnt werden.

  • Startnummer 14

    Puchner verliert viel Zeit

    Die Österreicherin ist eigentlich eine starke Gleiterin, aber sie kommt mit dieser Piste überhaupt nicht klar. Was noch drin liegt, erfahren wir hier gleich, denn als Nächstes ist Gold-Favoritin Sofia Goggia am Start.

  • Rennen unterbrochen

    Vonn abtransportiert

    Die Amerikanerin wurde mittlerweile abtransportiert. Es sind bereits wieder Vorfahrer auf der Piste. Aber die grosse Frage, die sich aus sportlicher Sicht stellt: Was liegt hier noch drin: Erstens ist es mental eine schwierige Aufgabe, hier noch runterzufahren und vor allem aber auch von der Piste her nicht einfach. Es ist warm und sonnig in Cortina und die Piste wird durch die Sonneneinstrahlung immer langsamer. Es folgen nun Mirjam Puchner, Sofia Goggia und dann Corinne Suter.

  • Startnummer 13

    Lindsey Vonn stürzt nach wenigen Sekunden schwer

    Die letzten zwei Jahre gab es für Lindsey Vonn nur ein Ziel: Diese Olympia-Abfahrt. Mit erst vor einer Woche gerissenem Kreuzband steht die Amerikanerin am Start und will alles geben, um das Ziel Olympia-Gold doch noch zu erreichen. Doch die 41-Jährige stürzt schon in den ersten Fahrsekunden schwer. Die Amerikanerin bleibt im Schnee liegen und schreit vor Schmerz. Das sieht gar nicht gut aus. Die Amerikanerin wird mit dem Helikopter abtransportiert.

  • Startnummer 12

    Weidle-Winkelmann

    Der zweite deutsche Trumpf sticht nicht. Während Aicher ganz vorne mit dabei ist, muss Kira Weidle-Winkelmann eine Enttäuschung einstecken und liegt 1,16 Sekunden zurück.

  • Startnummer 11

    Auch Hütter im Mittelteil klar geschlagen

    Hütter hält wie so viele Fahrerinnen oben mit und ist dann im Mittelteil klar langsamer als die Amerikanerin. Zwischenrang 3 für Hütter.

  • Startnummer 10

    Aicher ganz nah an Johnson

    Die Deutsch ist wie Johnson nicht so sauber unterwegs, aber genau das scheint heute das richtige Rezept zu sein: Aicher verliert bis ins Ziel gerade mal 0,04 Sekunden und ist damit auf Rang 2.

  • Startnummer 9

    Kajsa Lie verliert eine knappe Sekunde

    Die Norwegerin Kajsa Lie ist ganz oben die Schnellste, verliert dann aber im Mittelteil, wo Johnson überragend fuhr, ebenfalls viel Zeit. Im Ziel ist sie auf Zwischenrang 3. Es ist eine enge Sache hier – wenn man Johnson an der Spitze ausklammert.

  • Startnummer 8

    Pirovano auf Rang 2

    Die Italienerin fährt etwas weniger direkt als Johnson und verliert deshalb 0,94 Sekunden. Das reicht aber immerhin für Rang 2. Ob das genug ist für eine Medaille? Gewisse Zweifel sind angebracht. 

  • Startnummer 7

    Delago weit weg von der Linie

    Die zweite Italienerin am Start bleibt nach einigen Fehlern absolut chancenlos und verliert 1,55 Sekunden.

  • Startnummer 6

    Johnson mit einigen Fehlern

    Schon beim Abschlusstraining war Johnson die Schnellste und auch im Rennen zeigt sie, warum heute mit ihr zu rechnen ist. Obwohl sie einige Fehler in ihrer Fahrt hat, fährt sie einen Vorsprung von 1,1 Sekunden raus! Das ist der Wahnsinn, war das schon die Gold-Fahrt?

  • Startnummer 5

    Janine Schmitt die bisher beste Schweizerin

    Oben ist Schmitt wie die meisten noch voll dabei, im dritten Sektor verliert sie dann aber viel Zeit. Damit bleibt auch Schmitt über eine Sekunde hinter der führenden Rädler. Immerhin ist sie die bisher beste Schweizerin.

  • Startnummer 4

    Jasmine Flury mit grossem Fehler

    Die Abfahrts-Weltmeisterin von 2023 hält oben noch gut mit, dann ist die Linie aber alles andere als optimal und das kostet extrem viel Zeit. Mit 1.31 Sekunden Rückstand klassiert sie sich auf Rang 3.

  • Startnummer 3

    Brignone hauchdünn hinter Rädler

    Brignone hat ein erstes Ziel schon mal erreicht: Nach ihrer schweren Verletzung heute überhaupt am Start zu stehen. Und die Italienerin zeigt eine sensationelle Fahrt, kommt aber mit 0,09 Sekunden Rückstand ins Ziel. Dennoch hat Brignone bewiesen: Vor allem im Super-G und im Riesenslalom dürfte voll mit ihr zu rechnen sein.

  • Startnummer 2

    Ariane Rädler deutlich schneller als Blanc

    Die Österreicherin gilt heute durchaus als Geheimfavoritin. Oben noch etwas zurück, dreht sie ab der zweiten Zwischenzeit auf und ist deutlich schneller als Blanc unterwegs. Im Ziel sind es dann satte 1.57 Sekunden Vorsprung. Wow! Was ist diese Marke wert?

  • Startnummer 1

    Malorie Blanc setzt eine erste Richtzeit

    Die Gewinnerin des letzten Super-G in Crans-Montana eröffnet die Olympia-Abfahrt. Die Schweizerin kommt ohne sichtbaren Fehler durch, was die Zeit effektiv wert ist, werden wir aber bei den nächsten Fahrten sehen. 

  • Die Startliste

    fis-ski.com
  • Das Wetter passt

    Im Gegensatz zu den Tagen zuvor sieht das Wetter in Cortina heute deutlich besser aus. Die Sonne scheint, auch die Pistenbedingungen passen. Einem fairen Rennen sollte nichts im Weg stehen.

  • Vonn mit emotionalem Instagram-Post vor dem Rennen

    Lindsey Vonn hat sich am Samstag mit kämpferischen Worten gemeldet. Die 41-Jährige will trotz ihres vor wenigen Tagen erlittenen Kreuzbandrisses die Goldmedaille holen – und machte das auch in einem Instagram-Post deutlich.

    «Ich werde morgen am Start stehen und wissen, dass ich stark bin. Ich weiss, dass ich an mich glaube. Ich weiss, dass die Chancen aufgrund meines Alters, meines fehlenden Kreuzbandes und meines Titan-Knies gegen mich stehen – aber ich weiss auch, dass ich trotzdem daran glaube», schrieb sie. «Normalerweise hole ich gerade dann, wenn die Chancen am schlechtesten für mich stehen, das Beste aus mir heraus.»

  • Hallo ...

    … und herzlich willkommen zum Live-Ticker der Olympia-Abfahrt der Frauen in Cortina d’Ampezzo. Die Schweizerin Malorie Blanc eröffnet um 11.30 Uhr das Rennen – hier bist du live mit dabei.