Comeback-Traum lebtBruder von Brignone: «Bin sicher, dass Federica bei Olympia teilnehmen wird»
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12.1.2026 - 20:05
Federica Brignone nach dem Gewinn des Gesamtweltcups. (Archivbild)
John Locher/AP/dpa
Der Olympia-Traum von Federica Brignone lebt weiterhin. Das Team der italienischen Speed-Spezialistin ist laut einem Bericht zuversichtlich, dass sie teilnehmen wird.
Anfang Februar finden die Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina statt. «Es ist mein Traum, dort zu sein», meinte Federica Brignone vor dem Auftakt der Weltcup-Saison. Sie wisse aber nicht, wie realistisch das sei nach ihrer schlimmen Verletzung. Die 35-Jährige erlitt Anfang April bei ihrem Sturz in Val di Fassa eine mehrfache Fraktur des Schienbeinplateaus und des Wadenbeinkopfes sowie einen Kreuzbandriss.
«Ich versuche es. Ich arbeite wirklich hart dafür», erklärte die 37-malige Weltcupsiegerin. Der Olympia-Traum der Italienerin, rechtzeitig fit zu werden, lebt stärker denn je. «Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir sicher, dass Federica an den Olympischen Spielen teilnehmen wird», bestätigte ihr Trainer und Bruder Davide gegenüber der «Gazzetta dello Sport» (via Eurosport). Man werde wie zuvor von Tag zu Tag entscheiden.
Einige Abfahrten als Vorläuferin?
So bleibt offen, ob Brignone vorher noch im Weltcup teilnehmen wird. Der Plan von Gianluca Rulfi, Technischer Direktor des italienischen Frauenskisports, sieht vor, am 24. und 25. Januar in Cortina die Piste mit den Speed-Fahrerinnen zu testen. Dabei soll auch Brignone dabei sein.
Die Entscheidung, bei Olympia anzutreten, sei aber ihr überlassen. Man werde ihr die Vor- und Nachteile darlegen: «Eine Rückkehr ins Renngeschehen würde bedeuten, dass sie ihr Protected Ranking für die nächste Saison verliert. Ein Kompromiss, um ihre Verfassung zu testen, wäre, ein paar Abfahrten als Vorläuferin zu absolvieren», so Rulfi.
Auch Bruder Davide streicht den Vorteil heraus, wenn Brignone erst nächste Saison wieder Ernstkämpfe bestreitet – damit könnte die Allrounderin im Riesenslalom, Super-G und in der Abfahrt wieder in den Top 3 an den Start gehen.
Vonn und Shiffrin als Vorbilder für Brignone
«Aber wenn sie den unbedingten Drang verspürt, wäre es auch kein Problem, vorübergehend mit Startnummer 30 neu anzufangen: Vonn und Shiffrin haben das kürzlich getan und in wenigen Rennen wieder zur Spitzengruppe aufgeschlossen», hält Davide Brignone fest.
Für ihn warten grosse Herausforderungen auf die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin: «Wenn es darauf ankommt, muss Federica gut darin sein, den Schmerz zu überwinden, wenn sie wirklich etwas bei den Spielen erreichen will.»
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