Der vierfache Goldmedaillen-Gewinner Dario Cologna spricht mit blue Sport über seine Olympischen Spiele als Experte, Goldhamsterer Franjo von Allmen und seinen neuen Job als Markenbotschafter von KA-EX.
Dario Cologna, du bist als Experte auf die Olympische Bühne zurückgekehrt. Wie ist es, wenn man nur noch Zuschauer ist?
Ich bin nicht nur Zuschauer, ich bin schon am Arbeiten (schmunzelt). Aber ja klar, es ist nun eine komplett andere Rolle. Ich finde es spannend, dass ich immer noch dabei bin. Als Athlet liegt der Fokus immer auf dem Wettkampf, auf der Vorbereitung. Jetzt kann ich das ganze Drumherum ein bisschen mehr geniessen, am Abend mal auswärts essen gehen oder so. Aber wir sind natürlich hauptsächlich in Val di Fiemme, wo die nordischen Sportarten stattfinden.
Kannst du auch andere Disziplinen anschauen?
Das ist nicht so einfach. Primär bin ich bei den Langlaufrennen eingebunden. Aber ich war schon bei den Skispringern. Und bevor es losging, war ich in Cortina. Von dem her habe ich schon einiges von den Olympischen Spielen gesehen.
Du wirkst noch sehr fit. Juckt es dich immer noch, wenn du jetzt zuschaust?
Nein, ich bin ja doch schon vor vier Jahren zurückgetreten und habe mich daran gewöhnt. Aber klar, wenn man an den Olympischen Spiele ist, ist das schon speziell. Als Experte bin ich auch noch vor dem Rennen auf der Loipe, um die Verhältnisse anzuschauen. Da fühle ich mich schon ein wenig zurückversetzt und es würde sicher Spass machen, da mitzulaufen. Aber es muss jetzt nicht mehr unbedingt auf diesem Niveau sein, das wäre mir zu anstrengend.
Verständlich, wenn man diesen Videoclip sieht, wie Johannes Hosflot Klaebo den Berg raufkraxelt mit rund 20 Kilometer pro Stunde...
Ja. Das ist viral gegangen. Ich habe mit dem Vater von Klaebo darüber geredet. In den USA haben viele Influencer darauf reagiert. Sie versuchen das einzuschätzen, wie schnell das ist, mit der Steigung und den Stöcken und den Skiern. Das ist cool. Es ist toll, wenn die Leute sehen, was die Langläufer für eine Leistung bringen. Nicht jeder kennt diese Sportart.
Kann man Klaebos Goldmedaillen überhaupt hoch genug einschätzen? (Mittlerweile neun Goldmedaillen)
Es ist unglaublich, er hat den Rekord gebrochen. Es ist schon sehr eindrücklich, was er über all die Jahre zeigt. Und jetzt ist er genau im richtigen Moment in Topform.
Wie Franjo von Allmen. Drei Olympia-Einsätze, drei Goldmedaillen.
Eine gute Quote (schmunzelt).
Er hat nur noch eine Goldmedaille weniger als du. Zitterst du schon?
Vier Jahre braucht er sicher noch, um mich einzuholen (lacht). Nein, ernsthaft: Ich freue mich immer, wenn Schweizerinnen und Schweizer eine Medaille holen. Ich weiss, was es dafür braucht. Es ist schön, dass es bei Franjo so läuft. Wenn es läuft, dann läuft es. Das Momentum war ein wenig auf seiner Seite.
Abseits der olympischen Spiele bist du kürzlich als Investor und Markenbotschafter von KA-EX eingestiegen. Wie kam es dazu?
In erster Linie hat mich das Produkt überzeugt, es passt sehr gut zu mir. Ein Produkt, welches Menschen, die gerne Sport treiben, zur Erholung hilft. Der Kontakt zu KA-EX ist auch an einem Sportevent entstanden. Es hat mich gereizt, ins Produkt zu investieren und diese Marke zu unterstützen.
Mit Fabian Cancellara und Lara Gut-Behrami sind bereits zwei Sportstars als Botschafter dabei. Wie muss man sich eure Zusammenarbeit vorstellen?
Ich bin neu dabei und deshalb kann ich noch nicht viel über die Zusammenarbeit mit den anderen Botschaftern berichten. Aber es wird sicher so sein, dass wir auch mal zusammenkommen. Unser Ziel ist, dass wir KA-EX gemeinsam vorwärtsbringen.
Dario Cologna wird neuer Investor bei KA-EX
Nach Lara Gut-Behrami und Fabian Cancellara steigt auch Dario Cologna beim Schweizer Getränke-Startup KA-EX ein. Der vierfache Olympiasieger engagiert sich neu als Investor und Markenbotschafter, wie das Unternehmen mitteilt. Neben der finanziellen Beteiligung wird sich Cologna aktiv in die Markenentwicklung einbringen. Die Marke KA-EX positioniert sich im Bereich funktionaler Getränke mit Fokus auf Leistungsfähigkeit, Fokus und Regeneration. Das Unternehmen wurde 2016 in Zürich gegründet und ist heute in der Schweiz etabliert sowie international auf Wachstumskurs.