Die Crème de la Crème ist dabei Das sind die grössten Eishockey-Stars bei Olympia

Andreas Lunghi

11.2.2026

Zum ersten Mal seit 2014 werden an den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina wieder die Eishockey-Stars aus der NHL dabei sein. Die Namen der Teilnehmenden lassen das Fan-Herz bereits vor dem Turnier höher schlagen.

Andreas Lunghi

Sie waren die grossen Abwesenden 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking: die NHL-Spieler. Weil der Meisterschafts-Betrieb in Nordamerika für Olympia unterbrochen hätte werden müssen und die NHL-Verantwortlichen mit dem International Eishockey Verband (IIHF) und dem Internationalen Olympischen Komittee (IOC) keine Vereinbarung erzielen konnten, wurde den Spielern eine Teilnahme am Olympia-Turnier in Südkorea untersagt.

Für die Spiele in China vier Jahre später zeigten sich die Verantwortlichen der besten Liga der Welt grundsätzlich offen für eine Teilnahme der NHL-Spieler, diese fiel schlussendlich aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser.

Die Parteien konnten für Milano Cortina 2026 bereits im Jahr 2024 eine Einigung erzielen, weshalb die Eishockey-Fans an Olympia wieder in den Genuss der besten Spieler der Welt kommen. blue News zeigt dir, welche Stars dabei sind.

Patrick Fischer dürfte sich gefreut haben, darf er bei seinem letzten Olympia-Turnier als Nati-Trainer – der 50-Jährige wird nach der WM im Mai sein Amt niederlegen – die Schweizer NHL-Fraktion aufbieten.

Im Kader figurieren gleich zehn Spieler, die in Nordamerika tätig sind: Roman Josi (35, Nashville Predators), Nino Niederreiter (33, Winnipeg Jets), Kevin Fiala (29, Los Angeles Kings), Nico Hischier (27), Timo Meier (29), Jonas Siegenthaler (28, alle New Jersey Devils), Janis Moser (25, Tampa Bay Lightning), Philipp Kurashev (26, San Jose Sharks), Pius Suter (29, St. Louis Blues) und Akira Schmid (25, Vegas Golden Knights).

Kanada: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Die schillerndsten Namen haben die Kanadier. Trainer Jon Cooper nimmt die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des kanadischen Eishockeys mit nach Italien. Altmeister Sidney Crosby (38, Pittsburgh Penguins) will es noch einmal wissen und strebt nach 2010 und 2014 seine dritte Goldmedaille an.

Mit Connor McDavid (29, Edmonton Oilers) und Nathan MacKinnon (30, Colorado Avalanche) sind zwei Spieler dabei, die aktuell die beste Liga der Welt schon fast nach Belieben dominieren. In Zukunft möchte dies auch Macklin Celebrini (19, San Jose Sharks) tun, der sich bereits in seiner zweiten NHL-Saison ein Olympia-Ticket erspielt hat.

US-amerikanische Offensiv-Power

Der aktuelle Weltmeister USA reist mit ordentlich Offensiv- und Star-Power nach Mailand. Auston Matthews (28, Toronto Maple Leafs), Jake Guentzel (31, Tampa Bay Lightning) und Tage Thompson (28, Buffalo Sabres) wissen wie man Tore schiesst, erzielen sie in der Regular Season der NHL regelmässig 35 oder mehr Tore pro Saison.

Die Brüder Brady Tkachuk (26, Ottawa Senators) und Matthew Tkachuk (28, Florida Panthers) sind für ihr emotionales und hartes Spiel bekannt, während in der Verteidigung Quinn Hughes (26, Minnesota Wild) und Zach Werenski (28, Columbus Blue Jackets) die Strippenzieher sind. 

Die beiden nordamerikanischen Nationen, die sich zuletzt im Finale in Vancouver 2010 gegenüber standen (Kanada holte sich damals den Titel), sind nicht die einzigen Teams, die mit NHL-Stars gespickt sind. Bei den Medaillen-Anwärtern Schweden, Finnland und Tschechien sticht auch der eine oder andere Name heraus.

Routiniers und aufstrebende Talente

Bei den Schweden ist wie bei Kanada und den USA der komplette Kader in Nordamerika aktiv. Es sind nicht nur gestandene Spieler wie Erik Karlsson (35, Pittsburgh Penguins), Mika Zibanejad (32, New York Rangers) oder Victor Hedman (35, Tampa Bay Lightning) dabei, sondern auch aufstrebende Talente wie Leo Carlsson (21, Anaheim Ducks) und Lucas Raymond (23, Detroit Red Wings). Beide haben in der NHL bereits ihre Spuren hinterlassen.

Finnland tritt ebenfalls mit lauter NHL-Spieler auf. Nur einer tanzt etwas aus der Reihe: Mikko Lehtonen. Der 32-Jährige Verteidiger der ZSC Lions ist der einzige Finne, der sein Geld nicht in der besten Liga der Welt verdient.

Die ganz grossen Namen im Team des Titelverteidigers – Finnland setzte sich 2022 in Peking im Final gegen Russland durch – sind Mikko Rantanen (29, Colorado Avalanche), Miro Heiskanen (26, Dallas Stars) und Sebastian Aho (28, Carolina Hurricanes).

Tschechien reist mit einem routinierten Team nach Italien. So überrascht es auch nicht, dass die NHL-Stars Tomas Hertl (32, Vegas Golden Knights) und David Pastrnak (29, Boston Bruins) nicht mehr ganz so jung sind. Zusammen haben die beiden über 1700 Spiele in der National Hockey League auf dem Buckel. Insgesamt sind 13 Tschechen aktuell in der NHL aktiv.

Die grossen Hoffnungsträger

Die restlichen Nationen haben nicht ganz so viele NHL erprobten Akteure im Kader – an Stars mangelt es dennoch nicht. So gehören zum Beispiel die Deutschen Leon Draisaitl (30, Edmonton Oilers), Tim Stützle (24, Ottawa Senators) und Moritz Seider (24, Detroit Red Wings) zu den ganz Grossen im Welt-Eishockey.

Nikolaj Ehlers (29, Dänemark, Carolina Hurricanes), Juraj Slafkovsky (21, Slowakei, Montreal Canadiens), Elvis Merzlikins (31, Lettland, Columbus Blue Jackets) und Alexandre Texier (26, Frankreich, Montreal Canadiens) sind bei ihren jeweiligen Nationen die Aushängeschilder. Gastgeber Italien tritt als einzige Nation ohne NHL-Spieler auf.

Das Olympia-Turnier der Männer startet am 11. Februar und wird in Mailand ausgetragen. Das Finale findet als Abschluss der Spiele am 22. Februar statt. Hier erfährst du mehr zu den Kadern aller teilnehmenden Nationen.

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