175 Schweizer*innen dabei Entscheidung gefallen: Olympia-Absage für Simon Ammann

Jan Arnet

26.1.2026

Ralph Stöckli über Olympia-Absage für Ammann: «Es ist Sport, das weiss auch Simon»

Ralph Stöckli über Olympia-Absage für Ammann: «Es ist Sport, das weiss auch Simon»

In der bisher grössten Winter-Olympia-Delegation der Schweiz sind 84 Frauen und 91 Männer vertreten. Ein prominenter Abwesender ist Simon Ammann, der Skispringer, der 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver je zwei Goldmedaillen gewann.

26.01.2026

Das Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina steht: Swiss Olympic selektioniert insgesamt 175 Athletinnen und Athleten – so viele wie noch nie. Ein prominenter Name fehlt allerdings.

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Keystone-SDA, Redaktion blue Sport

In der bisher grössten Winter-Olympia-Delegation der Schweiz sind 84 Frauen und 91 Männer vertreten. Für etwas mehr als die Hälfte von ihnen werden es die ersten Olympischen Spiele sein.

Ein prominenter Abwesender auf der Liste ist Simon Ammann. Der Skispringer, der 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver je zwei Goldmedaillen gewann, verpasst damit seine achte Teilnahme an Winterspielen.

«Der Verband hat sich richtigen Überlegungen gemacht. Aufgrund der Leistung und der Zukunft», sagt Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic an einer Medienkonferenz über Ammann. «Es ist Sport, das weiss auch Simon. Er hatte die Chance, er kannte die Kriterien. Aus sportlicher Sicht gilt es das zu akzeptieren.»

Simon Ammann verpasst seine achte Teilnahme an Olympischen Winterspielen.
Simon Ammann verpasst seine achte Teilnahme an Olympischen Winterspielen.
Keystone

In Ammanns Abwesenheit bringt die Skicrosserin Fanny Smith die grösste Olympia-Erfahrung mit. Die 33-Jährige steht vor ihrer fünften Teilnahme an Olympischen Spielen.

Zenhäusern schafft es nicht in die Selektion

Mit grosser Spannung wurde die Selektion im Ski alpin erwartet – jener Sportart, in der zuletzt die meisten Medaillen gewonnen wurden. Bei den Männern stehen neben dem erwarteten Speed-Trio um Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney auch Niels Hintermann und Stefan Rogentin im Aufgebot.

In den technischen Disziplinen kommen Loïc Meillard, Luca Aerni, Thomas Tumler, Tanguy Nef, Daniel Yule und Matthias Iten hinzu. Die Selektion nicht geschafft hat hingegen Ramon Zenhäusern, der 2018 in Pyeongchang Team-Gold und Slalom-Silber gewann.

Im Aufgebot der Frauen stehen die Speed-Fahrerinnen Malorie Blanc, Corinne Suter, Janine Schmitt, Jasmine Flury und Delia Durrer. Ergänzt wird das Team durch die Technikerinnen Camille Rast, Vanessa Kasper, Sue Piller, Wendy Holdener, Eliane Christen und Mélanie Meillard.

Unvergessen: Simon Ammann rennt volle Kanne in die Kamera

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