Hockey-Nati verpasst Halbfinale «Eine unerklärliche Passivität» – Reto Suri analysiert Olympia-Aus

Patrick Lämmle

19.2.2026

Reto Suri zieht nach dem Viertelfinal-Aus der Hockey-Nati Fazit

Reto Suri zieht nach dem Viertelfinal-Aus der Hockey-Nati Fazit

Im Gespräch mit blue Sport zieht der WM-Silberheld von 2013 Reto Suri Fazit nach dem Viertelfinal-Aus der Eishockey-Nati an den Olympischen Spielen in Milano Cortina.

19.02.2026

Die Schweizer Hockey-Nati scheitert an den Olympischen Spielen in Milano Cortina im Viertelfinale an Finnland. Im Gespräch mit blue Sport zieht Reto Suri Fazit.

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Andreas Lunghi, Syl Battistuzzi

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  • Die Schweizer Eishockey-Nati scheidet nach einer 2:0-Führung gegen Finnland mit 2:3 nach Verlängerung im Olympia-Viertelfinal aus.
  • Reto Suri kritisiert die unerklärliche Passivität in der Schlussphase und vermutet, dass Nerven und kleine Fehler den historischen Halbfinal-Einzug kosteten.
  • Trotz des bitteren Outs zieht Suri ein positives Fazit, lobt Goalie Leonardo Genoni als Rückhalt und spricht von guter Werbung für das Schweizer Hockey.

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam scheidet am Mittwoch im Viertelfinal gegen Finnland aus. Es verspielt eine 2:0-Führung und verliert 2:3 nach Verlängerung.

«Man hat das Spiel so lange unter Kontrolle gehabt, so gut gespielt. Gerade in Unterzahl im letzten Drittel, wo man selber noch fast mehr Chancen kreiert hat als die Finnen im Powerplay. Dort hatte man alles unter Kontrolle. Je näher es gegen das Ende kam, desto passiver wurde die Nati. Eine Passivität, die für mich unerklärlich war», meint Reto Suri. 

«Man hat sicher gedacht, dass die Mannschaft weiter oder erfahrener ist», gibt der WM-Silberheld von 2013 zu. Für ihn sei die Schweiz zwar als Aussenseiter ins Viertelfinale gegangen, aber sei fast 55 Minuten lang sehr gut im Spiel gewesen.

Am Schluss Nerven gezeigt

«Dann kommt man in die Endphase und man merkt, dass man mit dem Olympia-Halbfinale Historisches schaffen könnte. Da spielten vielleicht die Nerven oder das Mentale mit. Am Schluss gibt es ein, zwei kleine Fehler, die das Niveau des Hockeyturniers unterstreichen, dass es nicht viel leiden mag», resümiert Suri und ergänzt: «Extrem hart bestraft für eine absolute Top-Leistung über sehr weite Strecken.»

Nichtsdestotrotz zieht der Zürcher, der insgesamt 852 National-League-Partien bestritt, ein positives Fazit. «Es war eine sehr gute Werbung für das Schweizer Hockey – mit dem bestmöglichen Kader, den wir zur Verfügung hatten. Es hat extrem Spass gemacht, dieser Mannschaft zuzuschauen. Darum ist es umso bitterer, dass es am Ende nicht reichte.» Zudem erinnert Suri daran, dass es mit den Verletzungen von Dennis Malgin, Kevin Fiala und Andrea Glauser noch gewichtige Ausfälle gab. 

Genoni als Basis

Das Fundament für das unter seiner Sicht doch «erfolgreiche Turnier» war für ihn Goalie Leonardo Genoni. «Er hat ein Riesen-Turnier gespielt und war der Rückhalt der Mannschaft», betont Suri. Durchgefallen ist für Suri niemand: «Jeder hat seinen Job gemacht. Die Schweiz kann stolz sein auf die Leistung, die die Jungs gebracht haben.»

Auch Nati-Coach Patrick Fischer könne mit ein wenig Abstand «sehr zufrieden» sein. «Die Mannschaft ist gewachsen und hat in vielen Bereichen überzeugt. Darum ist es am Schluss bitter, weil man es in den eigenen Händen hatte», findet Suri. Die Wahrheit sei aber auch: «Das Ausscheiden ist immer der letzte Eindruck, der bleibt.»

Der 36-Jährige hofft nun auf ein rein nordamerikanisches Olympia-Finale zwischen den USA und Kanada. Für ihn sind es die beiden Teams, die bisher im Turnier herausragten. «Sie machen beste Werbung für das Hockey. Der Weg zum Titel wird über die zwei Nationen führen», glaubt Suri.