Bei Olympia ist Benoît Richaud allgegenwärtig. Der französische Choreograf betreut 16 Eiskunstläuferinnen und -läufer aus 13 Ländern – und sorgt mit ständig wechselnden Teamjacken für Aufmerksamkeit.
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- Der französische Choreograf Benoît Richaud, früher selbst Eiskunstläufer, betreut bei den Winterspielen 16 Athleten aus 13 Ländern und ist deshalb mit verschiedenen Teamjacken im Dauereinsatz.
- Allein im Kurzprogramm standen sieben seiner Schützlinge auf dem Eis, da es im Eiskunstlauf keine Regel gegen Mehrfachbetreuungen gibt.
- Richaud beschreibt seinen organisatorisch aufwendigen und emotional sehr anstrengenden Job als Herausforderung.
Benoît Richaud war einmal selbst Eiskunstläufer. 2009 belegte der Franzose bei der EM zusammen mit seiner Partnerin den 19. Platz. Aber Richaud ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Denn der Mann mit der markanten Glatze ist allgegenwärtig – so auch bei den Winterspielen in Italien.
Richaud hat sich einen Namen als herausragender Choreograf und Trainer gemacht. Kein Wunder, reissen sich alle Athleten um seine Dienste. Und da es im Eiskunstlauf keine Regeln gibt, die eine Mehrfachanstellung eines Funktionärs verbieten, ist der 38-Jährige im Dauereinsatz.
Am Dienstagabend waren im Kurzprogramm sieben seiner Athleten im Einsatz. Insgesamt betreut Richard gar 16 Athleten aus 13 Ländern. Dementsprechend ist er häufig im Bild zu sehen. Und wird von den Kameras mit verschiedenen Teamjacken eingefangen.
«Emotional anstrengender Job»
«Die Leute lachen, weil ich sonst immer schwarz trage. Und jetzt fragen sich alle, wie es möglich ist, dass wir Benoit in verschiedenen Farben sehen», meint Richaud gegenüber «BBC».
Die vielen Kleiderwechsel bedingen einen hohen organisatorischen Aufwand für ihn. «Normalerweise lege ich alles in die Garderobe des Eiskunstläufers», so der französische Choreograf. Wenn das nicht gehe, dann gebe es einen Teamleiter oder Manager, der ihm aushelfe und ihm die Jacken aufbewahre und übergebe.
Sein Job sei «emotional sehr anstrengend», schliesslich laufe es für die einen Athleten gut, für die anderen aber halt schlechter. Für das Männer-Finale am Sonntag haben sich fünf Athleten qualifizieren können – zwei davon werden von Richard betreut. Immerhin wird sich also sein Aufwand in der Box in Grenzen halten.